Stiftung Pfarrstelle Posthausen leidet unter Zinsverfall / Bonifizierung

„Noch nicht ausgesorgt“

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Mit einer Bonuszahlung von genau 24148,64 Euro belohnt die Landeskirche die von der Stiftung Pfarrstelle Posthausen erfolgreich eingeworbenen Zustiftungen. Den symbolischen Scheck überreichte Martin Käthler, Stiftungsberater der ev. Landeskirche Hannover (2.v.re.), an den Posthausener Stiftungsvorstand: (v.li.) Constanze Ulbrich, Herbert Freymuth, Elmar Voigt, Hermann Behrens und Brigitte Böhling.

Posthausen - Das Geld ist längst auf dem Konto, aber zur symbolischen Scheckübergabe reiste Martin Käthler, Stiftungsberater der ev. Landeskirche Hannover, am Mittwochabend gerne nochmal in Posthausen an. Denn: „Sie haben sehr viel Geld eingeworben – außergewöhnlich viel Geld!“, lobte er die Stiftung Pfarrstelle Posthausen. Stolze 72445,92 Euro an Zustiftungen zu ihrem Kapital akquirierte die kirchliche Stiftung von Mitte 2013 bis Mitte 2015, und diesen Einsatz der Akteure vor Ort belohnte die Landeskirche im Rahmen ihrer 4. Bonifizierungsrunde: Pro drei eingeworbene Euro gab’s noch mal einen Euro oben drauf – insgesamt 24148,64 Euro für Posthausen.

Die offizielle Übergabe des landeskirchlichen Bonus’ nutzte Käthler, um Werbung für die inzwischen 435 Stiftungen im Bereich der Landeskirche zu machen: „Sie sind wichtig für die Menschen und die Gemeinschaft vor Ort.“ Denn etwa ab dem Jahr 2030, so rechnen die Kirchenoberen, werden zahlreiche Pastoren- und Diakonstellen nicht mehr aus Kirchensteuermitteln zu bezahlen sein. Um die Kirche und ihr segensreiches Wirken im Dorf zu behalten, müssen spätestens dann vermehrt Stiftungen einspringen.

364000 Euro im

Kapitalgrundstock

So, wie sie es teils schon tun. In Posthausen beteiligt sich die in Trägerschaft des Fördervereins Pfarrstelle Posthausen befindliche Stiftung bereits mit mehr als 20000 Euro im Jahr zu einem Viertel an der Finanzierung der vollen Pastorenstelle. Das Geld stammt vor allem aus Zinserträgen des Stiftungskapitals.

Und obwohl der Kapitalgrundstock, der selbst nicht angetastet wird, seit 2002 auf 364000 Euro angewachsen ist, „können wir uns nicht entspannt zurücklehnen“, betonte Stiftungsvorsitzender Elmar Voigt am Mittwochabend in der Jahreshauptversammlung von Förderverein und Stiftung im Posthausener Gemeindehaus an der Lukas-Kirche.

„Wir sind weiter auf Spenden und Zustiftungen angewiesen und dürfen in unseren Bemühungen nicht nachlassen“, bekräftigte Kassenwart Hermann Behrens. Dass die Stiftung trotz des stattlichen Kapitalstocks „noch nicht ausgesorgt hat“ beim dauerhaften Erhalt der Kirche auf dem Moor, liegt am dramatischen Verfall des Zinsniveaus. Dass überhaupt eine viertel Pastorenstelle erwirtschaftet werden kann, liegt an der Findigkeit des engagierten Behrens, der immer noch lukrative, aber sichere Anlagemöglichkeiten für das Stiftungsgeld findet.

Die Einzelheiten seiner Finanzwirtschaft stellte der Kassenwart den beeindruckten Stiftungsmitgliedern in der Versammlung vor, die sich mit donnerndem Applaus bei Behrens bedankten. Das Gesamtvermögen von Förderverein und Stiftung zum Jahresende 2015 bezifferte Hermann Behrens in seinem Rechenschaftsbericht auf 467000 Euro.

pee

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