„Hilfe und Tat“ bereitet nächsten Hilfsgütertransport nach Polen vor / Annahme am Samstag

Spendenlager braucht Nachschub

Wenn „Hilfe und Tat“ in Polen gespendete Hilfsgüter auslädt, ist die Freude bei den bedürftigen Empfängern immer riesengroß.

Ottersberg - ottersberg - Wenn das Team von „Hilfe und Tat“ von den Hilfstransporten ins Ermland und nach Masuren berichtet, klingt neben der Begeisterung für die malerische Landschaft vor allem die anhaltende Bedürftigkeit der verarmten Bevölkerung durch. Für die westliche Wohlstandswelt kaum nachvollziehbar, gibt es in den östlichsten Dörfern und Kleinstädten Polens immer noch viele Menschen, die mit sehr geringen Einkünften ihren Lebensunterhalt bestreiten müssen.

Hier hilft die humanitäre Arbeit, die der Verein „Hilfe und Tat“ um seinen Vorsitzenden Uwe Remmers seit mehr als zwei Jahrzehnten leistet. In diesem Jahr wurden bereits acht Hilfsgütertransporte organisiert und damit 15 Empfangsstationen mit Sachspenden von der Gardine bis zum Strohhut und vom Kuscheltier bis zum Dreirad beliefert. Unterstützung erhielten die Sozialämter der Städte und Landregionen, Wohnheime für Jugendliche, Vereine der Deutschen Minderheiten von Braniewo (Braunsberg) im Norden bis Pisz (Johannisburg) im Süden, die Johanniter sowie das Spital „Johann Paul II“ in Bartoszyce (Bartenstein). „Nach wie vor sind alle Empfänger sehr dankbar für gut erhaltene, saubere Bekleidung und Schuhwerk. Zusätzlich besteht ein großer Bedarf an Bettwäsche, Leibwäsche und Handtüchern sowie an Haushaltsgegenständen wie Geschirr, Besteck und Kochtöpfen. Für die herannahende kalte Jahreszeit werden auch Mäntel, Jacken und Stiefel, auch in größeren Kleidergrößen sowie für Kinder, benötigt“, informiert der Vorstand von „Hilfe und Tat“ – und bittet die Bevölkerung um Sachspenden der genannten Art, um die nächsten Hilfsgütertransporte gen Osten zusammenstellen zu können.

Der nächste Annahmetermin für Sachspenden ist am Samstag, 3. September, von 9 bis 12 Uhr: in der Lager- und Packhalle des Vereins im Gewerbegebiet Achim-Ost auf dem Gelände der Firma Klimatechnik Ralf Schulz, Max-Planck-Straße 11, sowie in Lilienthal auf dem Parkplatz des Hotels Schomacker in Falkenberg an der Heidberger Straße 25. Weitere Auskünfte erteilt Uwe Remmers unter Telefon 04205-7576. Unter www.hilfe-und-tat.eu finden Interessierte auch eine genaue Spendenliste sowie weitere Informationen und private Annahmestellen.

Während die sechsköpfige Fahrer-Crew mit dem Augusttransport sieben Tonnen Hilfsgüter zum Freundeskreis „Rosch“ nach Pisz brachte, wird in der Achimer Lagerhalle vom Packtteam jetzt die Septembertour nach Gorowo Ilaweckie (Landsberg) zusammengestellt. Eine logistische Meisterleistung vollbrachten der zweite Vorsitzende Heinz Kuhr und die Fahrer übrigens kürzlich mit dem Transport von 38 Pflegebetten, ausrangiert von Pflegeheimen rund um Ottersberg. Hier als Sperrmüll ausgemustert, wurden die Betten von den Direktoren der Alten- und Pflegeheime für sozialschwache und pflegebedürftige Menschen in Pelplin und Damaschke als kostbares Mobiliar überglücklich in Empfang genommen. Bislang fristeten die Bewohner, überwiegend bettlägerige Patienten, ihr Dasein in alten Eisenbetten. J fet

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