Andenland durch die Augen von Freunden gesehen

Parzival Hof in Quelkhorn zeigt Bilder aus Peru

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Lisa Buddemeier von „Freunde ohne Grenzen“ e.V. berichtete von der Arbeit des Kieler Vereins in Peru.

Quelkhorn - Fußball ist die sportliche Leidenschaft von Kindern und Jugendlichen in Peru. Stundenlang können sie auf kargen Betonplätzen kicken und manchmal kommen dabei sportliche Größen heraus, wie Claudio Pizzarro, einer der besten Ballkünstler, den Werder je hatte. Wie hingebungsvoll dieser Sport in Peru betrieben wird, ist auf Fotografien zu sehen, die mit anderen Impressionen in der Mühle des Quelkhorner Parzival Hofes bis zum 12. November gezeigt werden.

16 großformatige Aufnahmen, gemacht Mitgliedern des Kieler Vereins „Freunde ohne Grenzen“, zeigen ein Land der Gegensätze in und rundum Lima, der zehn Millionen Metropole.

Lisa Buddemeier stellte die Bilder im Rahmen einer Vernissage vor, die von Bernd Schlott musikalisch auf der Klarinette begleitet wurde. Die junge Mutter, die mit einem Peruaner eine Familie gegründet hat, engagiert sich mehrfach im Jahr im sozialen Bereich für den Verein aus Kiel in Peru. Dessen Zielsetzung ist es, das Bildungsangebot zu verbessern. Buddemeier stellte die Schule der Verantwortung vor, ein Projekt für junge Menschen, das soziale Kompetenzen fördert. Dazu gehören verschiedene Themen wie der verantwortungsvolle Umgang mit der Umwelt, Geschlechterrollen oder Demokratie.

Besonders gefördert werden junge Menschen, die daraufhin als Multiplikatoren in ihrer Gemeinde wirken können. Natürlich stellt der Verein seine Bilder nicht von Ungefähr auf dem Parzival Hof aus.

„Wir sind nur ein kleiner Fonds“

1992 gründete Helmut Pohlmann einen Solidaritätsfonds, der mit Geldspenden Menschen in aller Welt unterstützt. Es gibt dafür eine blecherne Spardose, in die jeder hineinstecken kann, was er übrig hat. „Wir sind nur ein kleiner Fonds, aber es kommt doch immer wieder eine hübsche Summe zusammen. Wir haben schon Projekte in Indien, Kamerun oder Russland unterstützt, aber auch hier in der Region und daher kennt man uns eigentlich in der ganzen Welt. Unsere treuesten Geber sind unsere Bewohner, weil ihnen und unserer ganzen Einrichtung Solidarität ganz wichtig ist“, sagte Helmut Pohlmann.

Lisa Buddemeier berichtete von der ehrenamtlichen Arbeit ihres Vereins in Peru. In den Außenbezirken von Lima hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten durch enorme Landflucht große Siedlungen gebildet, in denen eine Infrastruktur, Elektrizität, fließend Wasser und feste Häuser nur sehr langsam entstehen. Bis dahin müssten die Menschen unter sehr schwierigen Bedingungen leben.

Für kulturelle Aktivitäten sowie Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche sei weder Zeit noch Energie da, und Geld sowieso nicht.

Der Besuch der Ausstellung ist dienstags, mittwochs und donnerstags von 14 bis 16 Uhr möglich. Interessierte können sich in der Weberei anmelden. Sonntags ist die Mühle von 14 bis 17 Uhr geöffnet. kr

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