Sogar die Akropolis fuhr mit beim Fischerhuder Maiumzug / 26 Festwagen und Fußgruppen / Humorvoll, farbig, vielfältig

„Ottebarger Finanzgeschichten“ Spottziel

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In Anspielung auf die Ottersberger Finanzkrise zog der Anglerverein Fischerhude auf seinem Wagen Parallelen zu Griechenland. Rechts Jörn Becker als Herr Bonenkamp, der mit Johannes Kallhardt den Umzug auf der Dorfwiese begrüßte.

Fischerhude - Die große Sause am Tag der Arbeit: Humorvoll, farbenfroh und bei bester Stimmung. So gestaltete sich der traditionelle Fischerhuder Festumzug zum 1. Mai unter dem Titel „Das gibt es doch gar nicht“.

Die Motivwagen-Bauer hatten besonders die klamme Finanzlage des Fleckens Ottersberg und die Aufregungen um das kommunale Elektrizitätswerk aufs Korn genommen.

Das ging soweit, dass der Anglerverein dazu in Anlehnung an die griechische Finanzkrise eine Akropolis nachgebaut und dazu gedichtet hatte: „Und wir dachten immer, der erste Ouzo wäre umsonst.“

Eine andere Gruppe rollte als Käpitän Blaubär samt Mannschaft an den Zuschauern vorbei und spöttelte: „De Ottebarger Finanzgeschichten künn ok Käpt'n Blaubär dichten.“

Dass die Montagsturnerinnen des TSV Fischerhude-Quelkhorn Lichtgestalten sind und stets unter Strom stehen, sah gestern jeder. Die flotten Damen schlüpften in silberne Kostüme und verkörperten überdimensionale Glühbirnen. Dazu trugen sie ein Plakat vor sich her und witzelten mit der Aufschrift „EWF statt EWO – Energie aus Bauch, Beine und Po“. Der Motivwagen der Freiwilligen Feuerwehr Fischerhude-Quelkhorn fiel ebenfalls auf. Die Brandschützer persiflierten den Berliner Flughafenbau mit dem Bau einer Tower- und Flugzeugatrappe.

Entlang der Umzugsstrecke säumten Massen von Zuschauern die Straßen und bestaunten den Umzug mit 26 Festwagen und Fußgruppen.

Nach der Premiere im Vorjahr richteten jetzt wieder alle beteiligten Vereine die Maifeier aus. Der Festumzug zeichnete sich besonders durch seine bunte Vielfalt aus. Viele Festwagen überzeugten mit kreativ umgesetzten Ideen in knalligen Farben.

Um Randale über die Maifeiertage vorzubeugen, erfolgten strenge Einlasskontrollen und Altersüberprüfungen von Jugendlichen unter 18 Jahren, speziell beim Tanz in den Mai. Massive Präsenz zeigte dabei die Polizei im Ort und um das Festgelände herum.

Zur Besucherresonanz hieß es aus Kreisen des Ausrichters: „Der Zuspruch zum Tanz in den Mai war besser als in den Vorjahren.“

woe

Maiumzug in Fischerhude

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