Ein Selbstläufer: GartenKultur-Musikfestival mit Gabriela Koch und Benny-Grenz-Trio am lauen Fischerhuder Sommerabend

Couscous, Swing und diese Zauberstimme

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Der Fischerhuder Musiker Benny Grenz mit seinem Trio und Ausnahme-Jazzsängerin Gabriela Koch aus Detmold boten Vocal-Swing vom Feinsten

Fischerhude - Das alljährliche GartenKultur-Musikfestival im Nordwesten hat sich in Fischerhude zum Selbstläufer entwickelt. Bei angenehmen Temperaturen genossen zahlreiche Musikfreunde einen lauen Sommerabend im historischen Ambiente des Heimathauses Irmintraut.

Viele nahmen sich die Zeit, vor Konzertbeginn den Cato Bontjes van Beek-Weg entlang zu gehen, die berühmte Kirchhofmauer mit ihren kostbaren Grabsteinen zu bewundern und dann einen Abstecher zum Bauerngarten am Heimathaus zu unternehmen, in dem die Sommerblumen in voller Blüte stehen.

Mit einem Glas Wein oder einem Prosecco, einem mitgebrachten Picknick oder Leckereien vom Catering vor Ort machten es sich die Besucher schon vor Konzertbeginn gemütlich und genossen das gesellige Beisammensein unter den mächtigen alten Eichen.

Wilko Worthmann, der Koch von Brünings Scheune, hatte sich sommerliche Gerichte einfallen lassen. Gemüse-Couscous nach Art des Hauses und andere Kleinigkeiten schienen den Geschmack der Gäste zu treffen. Kaum jemand konnte daran vorbei gehen, ohne mindestens einmal zu probieren.

Während die Herren offene Hemdkragen trugen, zeigten die Damen Modebewusstsein. Sommerkleider, hier und da ein schicker Hut sorgten für elegantes Flair. Die sehr beliebte Veranstaltung hatte nicht nur Fischerhuder Besucher. Auch aus Achim, Oyten und Lilienthal waren Gäste angereist, um den Abend zu genießen.

Die Begrüßung übernahm Bürgermeister Horst Hofmann, der sich einmal mehr als ausgesprochener Fan der GartenKultur-Musikfestivals outete.

Der Fischerhuder Musiker Benny Grenz (Piano), Julian Nicolaus (Drums) und Mario Emde (Bass) ließen sich danach nicht lange bitten. Pünktlich um 20 Uhr erklangen die ersten Töne lockerer Songs, die das Trio erst kürzlich auf einer CD neu herausgebracht hat.

Eigene Swing-Kompositionen, hier und da auch stärker angejazzt, sorgten augenblicklich für Stimmung. Bestens aufeinander eingespielt, bereitete das Trio den Boden für Sängerin Gabriela Koch aus Detmold.

Ihre zauberhafte Stimme hätte eigentlich keinen Verstärker gebraucht. Mühelos erreichte sie mit ihrer Klangstärke auch die hintersten Reihen des Publikums. Mit stilsicherer Brillanz gab sie Songs wie „Close to you“ oder „Over the Rainbow“ zum Besten und erntete begeisterten Applaus.

Gabriela Koch gilt als die Newcomerin der neuen lippischen Jazzszene. Ihre facettenreiche Stimmer reicht von schwungvoll bis sinnlich – mit geheimnisvollem Timbre besonders bei den gefühlvollen Balladen.

Durch verschiedene Konzerte in unserer Region sind alle vier Musiker zu einem eingespielten Team geworden.

„Oh, ja, ich mag diese leichte Art von Musik, vor allem, wenn sie so qualitätvoll wie hier dargeboten wird. Es ist genau das Richtige für einen Sommerabend, und am besten gefällt mir die Sängerin. Offenbar hat sie sich genau auf das Publikum eingestellt“, schwärmte eine Dame aus den vorderen Reihen. Sie hatte bisher keines der GartenKultur-Musikfestivals am Heimathaus Irmintraut versäumt.

kr

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