Otterbad plant zur Wiedereröffnung im September mit neuen Preisen

Schwimmen wird teurer

Baustelle Otterbad: Zurzeit wird das Ottersberger Hallenbad energetisch saniert sowie benutzerfreundlich und barrierefrei um- und ausgebaut. Die Wiedereröffnung des Otterbads ist für September geplant. Archivfoto: Grabowski
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Baustelle Otterbad: Zurzeit wird das Ottersberger Hallenbad energetisch saniert sowie benutzerfreundlich und barrierefrei um- und ausgebaut. Die Wiedereröffnung des Otterbads ist für September geplant.

Ottersberg – Seit September vorigen Jahres laufen die Arbeiten zur energetischen Sanierung und zum benutzerfreundlichen Um- und Ausbau des Otterbads. Zwar habe der Wintereinbruch im Februar den Bauzeitplan um rund drei Wochen verschoben, aber das bringe die für September dieses Jahres geplante Wiedereröffnung der Ottersberger Schwimmhalle terminlich „nicht in Gefahr“, erklärt Helge Dannat, Leiter des gemeindeeigenen Elektrizitäts-Werks, das Betreiber des Hallenbads ist.

Die Zeit bis zur Wiederöffnung nutzt Dannat außerdem, um eine neue Gebührensatzung mit erhöhten Eintrittspreisen auf den Weg zu bringen. Eine erste politische Beratung über die Anpassung der Tarife steht nächste Woche auf der Tagesordnung des E-Werksausschusses.

Zwei Argumente führt Dannat für die geplanten Preiserhöhungen ins Feld: Zum einen lägen die Ottersberger Eintrittspreise und Nutzungsentgelte größtenteils unter dem regionalen Durchschnitt, zum anderen würden mit der 3,2 Millionen Euro teuren Badsanierung und -modernisierung erhebliche Summen in die Benutzerfreundlichkeit investiert. Darüber hinaus verzeichne das Hallenbad erhebliche Einnahmeausfälle durch die angeordnete Schließung zur Eindämmung der Corona-Pandemie seit März 2020.

Die Erhöhung der Eintrittspreise soll sich moderat gestalten und betrifft bei den Einzel- und Mehrfachkarten ausschließlich Erwachsene. Die sollen nach dem ab September geplanten neuen Kostentarif beispielsweise 4 statt 3 Euro für ein Badeticket zahlen, für eine Zehnerkarte 36 statt 28 Euro und für eine Vierzigerkarte 128 statt 104 Euro. Generell will Dannat die Rabattierung im Mehrfachkartensystem aktualisieren, das außerdem um eine Achtzigerkarte für 240 Euro erweitert werden soll.

Die Eintrittspreise für Kinder und Jugendliche von 3 bis 17 Jahren bleiben nahezu unverändert. Sie zahlen in der Regel bei allen Kartenarten die Hälfte der künftigen Preise für Erwachsene. Die ganz Kleinen planschen auch weiterhin umsonst im Otterbad.

Ein besonderes Augenmerk legt der E-Werkschef bei der Planung der neuen Tarife auf die Jahreskarte, „welche in der Vergangenheit deutlich zu niedrig angesetzt wurde“, so Dannat. Umgerechnet habe es hier zuletzt einen reellen Rabatt von mehr als 50 Prozent gegeben. Deshalb soll die Jahreskarte für Erwachsene künftig 320 statt 230 Euro kosten sowie 160 statt 125 Euro für Kinder und Jugendliche.

Teurer werden laut Entwurf auch Familienkarten, Schwimmunterricht und Kursangebote wie Aquafitness. Bei den „normalen Eintritten“ samt Kursentgelten rechnet Dannat mit rund 20 000 Euro an Mehreinnahmen pro Jahr fürs Otterbad. Die größere Summe bei der Kalkulation der Einnahmeverbesserungen mache jedoch die Bahnmiete aus, die geschlossene Gruppen zahlen und die deutlich steigen soll, um beispielsweise „das Schulschwimmen auch nach der Sanierung kostendeckend zu gestalten“. Die Preise sollten nach Dannats Worten werktags von 20 auf 30 Euro pro Bahn und Stunde angehoben werden.

Ob die wirtschaftliche Kalkulation in Gänze aufgeht und sich die Mehreinnahmen tatsächlich in dem erhofften Umfang einstellen, hängt Dannat zufolge ganz wesentlich davon ab, „wie der Badbetrieb nach Corona überhaupt anläuft“ – ob sich also die zuletzt vor Corona kontinuierlich gesteigerten Besucherzahlen zügig wieder auf dem gewohnten Niveau einstellen.

Zur aktellen Lage auf der Baustelle berichtet der E-Werksleiter von weit fortgeschrittenen Dachdeckerarbeiten auf der Schwimmhalle und so gut wie abgeschlossenen Maurertätigkeiten im Außenbereich. „Die Vorbereitungen zum Fassadenaustausch laufen. Wenn das Wetter mitspielt, soll dieser im nächsten Monat erfolgen“, kündigt Dannat an. Sobald die neue Fassade stehe und das Hallenbad witterungsgeschützt sei, „wird im Inneren mit den Putz- und Estricharbeiten begonnen“.

Von Petra Holthusen

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