Bernd Geffken kandidiert für die FDP

Sachverständig und gründlich vorbereitet in den Ottersberger Gemeinderat

Nicht nur Krimis zählen nach eigener Aussage zu Bernd Geffkens Urlaubslektüre. Er durchstöbert in seiner Freizeit auch mal den einen oder anderen Finanzbericht.
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Nicht nur Krimis zählen nach eigener Aussage zu Bernd Geffkens Urlaubslektüre. Er durchstöbert in seiner Freizeit auch mal den einen oder anderen Finanzbericht.

Ottersberg – Wer Auskunft über sein Spezialgebiet haben möchte, der muss Bernd Geffken nicht lange bitten. Der gebürtige Bremer ist von Beruf Leitender Konzernbetriebsprüfer im höheren Dienst der Steuerverwaltung. Er kennt sich dementsprechend mit Finanzthemen hervorragend aus. Nachdem er seiner beruflichen Entwicklung nach eigenen Angaben nichts mehr hinzuzufügen hat, will sich der 56-Jährige erstmals für den Gemeinderat aufstellen lassen.

Ohne Hintergedanken sei er Anfang 2021 der FDP Ottersberg beigetreten. Mit dem Ergebnis, dass ihm der Vorsitzende Horst Köntges schon bald vorschlug, für die Kommunalwahlen zu kandidieren. Geffken steht für den Ortsrat auf Listenplatz 1, für den Gemeinderat auf Listenplatz 2.

Zwar habe er noch nie eine Gemeinderatssitzung besucht, aber die politischen Entwicklungen vor Ort durch die Lektüre von Zeitungsberichten verfolgt. Ein Problem, das sich mit mehr Sachverstand hätte vermeiden lassen, sei die finanzielle Schieflage des E-Werks gewesen. „Die Kompetenzen, dieses Zahlenwerk zu überblicken, waren unter-ausgeprägt“, findet Geffken. „Das ist sehr komplex. Wenn man sich nicht auskennt, kann man es nicht wissen.“

Geffken prüft im Auftrag des Finanzamts Bremen finanzielle Gutachten von Firmen, darunter ausschließlich große Unternehmen ab 100 Millionen Euro Umsatz. Sein Job besteht also darin, Fehler in Berechnungen zu finden.

Geboren 1964 in Bremen, wuchs Bernd Geffken in Fischerhude auf. Seit 1998 wohnt er in Ottersberg-Bahnhof. Er ist verheiratet und hat einen erwachsenen, 23-jährigen Sohn. Nach dem Besuch der Handelsschule in Verden (1980 bis 1982) absolvierte er eine Ausbildung im mittleren Dienst der Steuerverwaltung Bremen, die er 1985 abschloss. Dann leistete er seinen Wehrdienst als Fernmelder in der Lent-Kaserne in Rotenburg und besuchte anschließend, von 1990 bis 1991, die Fachoberschule Wirtschaft in Bremen, studierte an der Bremer Hochschule für öffentliche Verwaltung und war ab 1995 zunächst Sachbearbeiter im gehobenen Dienst der Finanzverwaltung Bremen, dann von 1997 bis 2002 Betriebsprüfer und schließlich, von 2002 bis 2020, Konzernbetriebsprüfer. Ab 2015 ließ er sich nebenberuflich zum Fachprüfer für Unternehmensbewertung ausbilden. „Ich habe mich hochgearbeitet, vom mittleren in den gehobenen bis zum höheren Dienst. Da das zusätzliche Engagement, das dafür nötig war, nun abgeschlossen ist, kann ich mich anderen Dingen widmen“, sagt Geffken. In der Gemeinderatsarbeit sei „genau wie im Job“ eine gute Vorbereitung das A und O.

Das Parteiprogramm der FDP habe ihn am meisten angesprochen, „weil es die einzige Partei ist, die keine Steuererhöhung anstrebt und eine weitere Verschuldung ablehnt“. Es komme nicht nur darauf an, mehr Einnahmen zu erzielen, sondern „die Ausgaben sinnvoll und effizient einzusetzen“.

Auf kommunaler Ebene seien Ausgaben da sinnvoll, „wo es um die Zukunft einer Gemeinde geht. Das fängt bei der Kita an und setzt sich über die Schullandschaft fort“. Aber: Man könne Kindertagesstätten und Feuerwehren auch günstiger erhalten und ausbauen: „Man muss die Zielerreichung optimal gestalten.“

Ottersberg brauche darüber hinaus mehr Gewerbeansiedlungen, die Steuereinnahmen in die Gemeindekasse spülen und Arbeitsplätze schaffen würden. Der Fertiggerichtehersteller Buss und das Kaufhaus Dodenhof seien die einzigen großen Arbeitgeber im Flecken. „Da haben Oyten und Achim uns einiges voraus.“ Auch Großkonzerne wie Amazon will er nicht verteufeln, denn sie würden Arbeitsplätze „im niedrigschwelligen Bereich“ schaffen. „Wir haben in Deutschland nicht nur Akademiker“, so Geffken.

Abgesehen vom Spazieren gehen und Fahrrad fahren in der Natur sowie Krimis lesen, bezeichnet Bernd Geffken seinen Beruf als sein größtes Hobby. Das geht so weit, dass er auch in seiner Freizeit Finanzberichte liest. Er war mal Kassenwart im Förderverein der Grundschule Posthausen und ist zahlendes Mitglied im Förderverein des Otterbads. „Ich finde es wichtig, ein Hallenbad vor Ort zu haben, damit die Kinder schwimmen lernen können.“ Bis zum Beginn des zweiten Lockdowns spielte er Volleyball im TuS Bremen-Walle.

Übrigens hat letztlich auch ein überregionales Thema Bernd Geffken motiviert, sich parteipolitisch zu engagieren: „Das Corona-Management der Bundesregierung war, um es mit einem Wort zu sagen: schlecht.“ Zum einen sei es unverhältnismäßig gewesen, den Einzelhandel über solch einen langen Zeitraum zu schließen. „Die Kollateralschäden sind hier nicht vernünftig abgewogen worden“, stellt Geffken fest. Würde es im Falle einer vierten Corona-Welle zu einer erneuten Schließung kommen, „dann wäre das ein Kollateralschaden, von dem sich beispielsweise ein Unternehmen wie Dodenhof nur schwer erholen würde“.

Auch über den Maskenskandal des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn (CDU) kann sich Geffken echauffieren. Mit Milliardenbeträgen hatte der Bundespolitiker zulasten der Steuerzahler massenweise unbrauchbare Masken angekauft. „Da hat das Controlling komplett versagt.“

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