Forschungstrakt-Neubau

Minister überbringt Hochschule einen millionenschweren Förderbescheid

Ottersberg – Die Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) in Ottersberg baut gerade einen neuen Forschungsschwerpunkt mit dem Titel „Künstlerische Interventionen in Gesundheitsförderung und Prävention“ auf, der vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur aus Mitteln des Programms „Niedersächsisches Vorab“ der Volkswagenstiftung gefördert wird.

„Ziel ist es, die bisherigen Forschungen an der Hochschule auf den Gebieten der künstlerischen Therapien und der künstlerischen Forschung in verschiedenen Anwendungsfeldern zu vertiefen“, erläutert Hochschulleiter Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke. Für den neuen Forschungsschwerpunkt ist der Neubau eines Forschungstrakts am Hochschulcampus Große Straße geplant.

In dem Neubau auf dem erweiterten Campus sollen Labore, Studios und Ateliers für interdisziplinäre künstlerische Arbeit sowie Räume des Forschungsteams für Beobachtung, Reflexion und Evaluation untergebracht werden, außerdem drei Büros für Wissenschaftliche Mitarbeiter und Promotionsstipendiaten. Der rund 3,5 Millionen Euro teure Neubau wird aus drei Etagen mit einer Nutzfläche von 1264 Quadratmetern bestehen. 50 Prozent der Gesamtkosten werden aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert, 40 Prozent aus niedersächsischen Landesmitteln. Dank dieser Zuschüsse bleibt für die Hochschule ein zu finanzierender Eigenanteil von nur noch zehn Prozent.

Den millionenschweren Förderbescheid will der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur, Björn Thümler, der Hochschule am Montagmittag persönlich überreichen. „Mit dem Erweiterungsbau kann die Hochschule ihr Forschungsprogramm vorantreiben und sich zukunftsfähig aufstellen. Dies ist wichtig für die Weiterentwicklung der HKS Ottersberg, die ein bedeutender Partner für den Wissenstransfer in der Region ist“, wird Thümler in einer Pressemitteilung zitiert.

„Zur künstlerischen und evidenzbasierten Erforschung von Interventionsprozessen in sozialen, wirtschaftlichen und klinischen Feldern müssen bauliche und räumliche Voraussetzungen geschaffen werden, die auf adäquate Bedingungen und Nachhaltigkeit abzielen. Mit dem geplanten Forschungstrakt der HKS Ottersberg sichert die Hochschule ihre weitere Entwicklung und Umsetzung des Forschungsprogramms“, betont der akademische Hochschulleiter Rummel-Suhrcke.

Der Berliner Architekt Andreas Oevermann, der als Sieger aus einer HKS-Planungswerkstatt mit fünf Architekturbüros aus ganz Deutschland hervorgegangen ist, wird bei der Übergabe des Förderbescheids ebenfalls anwesend sein und Einblicke in die Architektur sowie die Raumqualitäten des ersten Bauabschnitts geben.

Rubriklistenbild: © dpa

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