Vom Windrad bis zur Kuh-Toilette

Projekttag zur Energiewende an der Grundschule Bassen

Welche Energiequellen hier wohl dargestellt sind? Die Kinder bewiesen mit ihren Antworten, dass sie sich mit dem Thema Klimawandel schon gut auskennen.
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Welche Energiequellen hier wohl dargestellt sind? Die Kinder bewiesen mit ihren Antworten, dass sie sich mit dem Thema Klimawandel schon gut auskennen.

Bassen – „Was ist das kleinste Kraftwerk der Welt?“ – mit dieser Frage gab der Moderator den Kindern in der Turnhalle der Grundschule Bassen eine ganz schöne Nuss zu knacken. Zunächst warfen sie die Worte „Fahrrad“, „Pedale“ und „Rad“ in den Raum. Nach dem Hinweis auf den Anfangsbuchstaben war sich ein Mädchen in der dritten Reihe sicher: „Dynamo!“

Das Team des bundesweiten Programms „Lernerlebnis Energiewende“ – dahinter steckt das Mühlheimer Unternehmen FS Infotainment gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) – brachte den Kindern auf unterhaltsame und altersgemäße Weise das Thema Klimaschutz näher. Der von den Stadtwerken Achim gesponserte Projekttag lief im Rahmen des Sachkundeunterrichts. In zwei Etappen, zunächst für die ersten und zweiten, dann für die dritten und vierten Klassen, vermittelten die Moderatoren Jürgen Schardt und Michael Schmidt das Wissen mithilfe von Schaubildern, Filmen und Frage-Antwort-Spielen.

Zumindest bei den älteren Schülern war schon erstaunlich viel Basiswissen zum Thema Energiegewinnung vorhanden. Neben Wind- und Wasserkraft brachten die Moderatoren auch Sonnenenergie und Fotovoltaikanlagen zur Sprache. Wie die funktioniert, konnte ein Junge in eigenen Worten gut erklären: „Die Sonne scheint da drauf und wir können damit Strom erzeugen.“ Sogar Biogas als weitere regenerative Energiequelle war den Schülern ein Begriff, wie sich zeigte, als ein Schaubild dran war, das zwei Kühe auf dem Plumpsklo zeigte. „Elfriede und Lisa benutzen die Kuh-Toilette“, so der Referent. Die Antwort kam sofort. „Genau, Biogas entsteht durch das Pupsen von Kühen.“

Interessiert verfolgten die Schüler die Darbietung der Moderatoren.

Eine als klimaschädlich verrufene, fossile Energiequelle schien hingegen bei den Schülern nicht so bekannt zu sein. „Erdöl!“, riet ein Kind mit Blick auf eine Förderungsanlage. „Nein, das ist mehr was Festes ...“ Mit der Holzkohle zum Grillen hatten dann auf Nachfrage doch schon einige Berührung gehabt. Besagter Dynamo – „in groß heißt das Generator“ – spiele bei der Umwandlung von Kohle, Erdgas und Erdöl in Energie eine Rolle.

Auf die Frage „Wer kennt CO2?“ gingen viele Finger nach oben. Daraufhin zeigten die Referenten einen kurzen Film, der den Treibhauseffekt erklärte und auf die Bedeutung regenerativer Energiequellen, Wasser, Wind, Erdwärme und Sonne, hinleitete. Vergleiche man die Erdatmosphäre aus Gasen und Wasserdampf mit einer Bettdecke, so bewirke CO2, dass die Erde sich erwärme und den Planeten eine immer dicker werdende Bettdecke umgebe.

Zum Schluss waren die jungen Zuhörer aufgefordert, über das Energiesparen nachzudenken. „Finde den Fehler“ hieß es, und dazu wurden ein „Energiesparer-“ und ein „Energieverschwenderhaus“ an die Wand projiziert.

Die Stadtwerke Achim blieben als Sponsor nicht ausgespart. So erwähnte der Referent das Firmengebäude der Stadtwerke und bemerkte, dass es „hier in Achim viele Fotovoltaikanlagen auf den Dächern“ gebe.

Das gute Grundlagenwissen über den Klimawandel, das viele Kinder beim Projekttag bewiesen, stammt übrigens nicht ausschließlich aus dem Unterricht. Grundschullehrerin Karola Wessel vermutete noch andere Informationsquellen: „Erst im vierten Schuljahr ist Energiesparen bei uns ein Themenblock.“ Weil das Thema auch für Jüngere wichtig sei, habe die schulinterne Fachkonferenz Sachkundeunterricht beschlossen, die Experten an die Schule zu holen.  ldu

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