Premiere für den Kämmerer

Christian Heinrich bereitet Kommunalwahl in Ottersberg vor

Christian Heinrich organisiert erstmalig Wahlen im Flecken Ottersberg.
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Christian Heinrich organisiert erstmalig Wahlen im Flecken Ottersberg.

Ottersberg – Christian Heinrich sieht den Wahlen im September gelassen entgegen. Viele Jahre arbeitet er bereits im Rathaus. Doch Wahlen hat der Kämmerer bislang noch nicht vorbereitet und durchgeführt. Im September steht dem stellvertretenden Wahlleiter des Fleckens Ottersberg damit eine Premiere bevor, vielleicht dann noch zu einem Zeitpunkt, in dem die Corona-Pandemie herrscht.

Denn das Personal, wie der ehemalige Verwaltung-Vize Jürgen Buthmann-von Schwartz oder Manfred Lemke, beide inzwischen pensioniert, die Jahrzehnte die Wahlen im Flecken organisierten, sind nicht mehr da.

In den kommenden Wochen stellen die Parteien die Kandidatenlisten auf. „Bis zum 26. Juli haben die Parteien Zeit, Wahlvorschläge einzureichen“, erklärt Christian Heinrich, der sich aktuell auf einen Urnengang im September in den Wahllokalen einstellt. Parallel dazu bereitet sich das Rathaus auch auf eine Briefwahl vor. „Zur Kommunalwahl am 12. September zählen wir 10 491 Wahlberechtigte. Gewählt werden darf ab 16 Jahren. Zwei Wochen später wählt die Einwohnerschaft den Bundestag. An der Wahl darf jeder, der volljährig ist, teilnehmen. Somit reduziert sich die Zahl der Wahlbeteiligten auf 10 001 Wahlberechtigte im Flecken“, schildert der stellvertretende Wahlleiter, der zusammen mit Bürgermeister Tim Willy Weber als neuer Wahlleiter erstmalig für die Wahlen zuständig ist.

„Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass die Wahlbeteiligung bei einer Kommunalwahl sehr hoch ist, weil es sich bei der Wahl um Personen handelt, die vor Ort bekannt sind. Daher rechnen wir auch in diesem Jahr mit einer hohen Wahlbeteiligung, ob nun als Urnengang oder als Briefwahl, werden wir sehen“, schildert Heinrich.

Mit einer reinen Briefwahl hat das Rathaus bereits Erfahrungen im vergangenen Jahr gesammelt, als die Bürger dem neuen Bürgermeister Tim Willy Weber durch eine Briefwahl das Vertrauen aussprachen und in den Chefsessel hievte. „Im vergangenen Jahr haben wir alle in den Wochen zuvor und noch am Wahltag im Rathaus eingegangenen Wahlbriefe in der Aula der Wümme-Schule am Sonntagabend ausgezählt. Das hat gut funktioniert“, erinnert sich Christian Heinrich.

Für den Urnengang sucht die Verwaltung Wahlhelferinnen und Wahlhelfer, um den Wahlvorstand in einem Wahllokal zu bilden. „Der Flecken ist unterteilt in 14 Wahlbezirke. Für jeden Wahlbezirk benötigen wir einen Wahlvorstand. Das bedeutet: Im September brauchen wir an den beiden Wahlsonntagen jeweils 100 Personen. Interessierte können sich gerne im Rathaus bei meinen Kollegen oder bei mir melden oder sich auch online über den Internetauftritt des Fleckens an uns wenden“, sagt Christian Heinrich. Die Stimmen können am Wahlsonntag in der Zeit von 8 bis 18 Uhr in den bekannten Wahllokalen abgegeben werden, mit einer Ausnahme in Fischerhude. „Wegen einer Veranstaltung, von der wir aber nicht wissen, ob sie wegen Corona stattfinden kann, ist der Buthmanns Hof verplant und wir müssen uns einen anderen Standort suchen“, stellt der Kämmerer fest. Und: „Sollte der Urnengang wegen der Corona-Pandemie nicht möglich sein, konzentrieren wir uns bei der Organisation auf die Briefwahl, die natürlich parallel zum Gang ins Wahllokal möglich wäre. Dazu werden wir die Wahlbenachrichtigungskarten rechtzeitig rausschicken. Mit der Wahlbenachrichtigungskarte kann jeder Wahlberechtigte Briefwahlunterlagen beantragen.“

In den vergangenen Jahren hatte der Flecken die Wahlergebnisse abends am Wahlsonntag auf seinem Internetportal veröffentlicht und live vor Ort im Rathaussaal auf einer großen Leinwand. Den Service nutzten bei den vorherigen Wahlen zahlreiche Bürger an dem Abend und versammelten sich im Ratssaal.

Ob das in diesem Jahr möglich ist, ist noch unklar. Denn das Auszählen der Stimmen bei der Kommunalwahl, ob nun als Präsenzveranstaltung oder als Briefwahl, kann sich Heinrich zufolge am Wahltag hinziehen. Das Auszählen beginnt ab 18.01 Uhr und die Wähler dürfen jede Menge Kreuze vergeben. Auf Gemeindeebene bestimmt die Bürgerschaft über die Neubesetzung des Gemeinderates sowie der Ortsräte in Ottersberg, Otterstedt, Posthausen und Fischerhude.

Der stellvertretende Wahlleiter erklärt: „Bei der Stimmabgabe zur Wahl des Gemeinderates sowie des Ortsrates hat jeder Wahlberechtigte jeweils drei Stimmen, die er einer Gesamtliste oder einer einzigen Bewerberin oder einem einzigen Bewerber auf einem Wahlvorschlag geben kann. Die Stimmen können aber auch auf mehrere Gesamtlisten und/oder mehreren Bewerberinnen und Bewerbern desselben Wahlvorschlags oder verschiedener Wahlvorschläge verteilt werden.“

Von Tobias Woelki

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