Ponytreck aus Hannover macht in Otterstedt Station

Pferd und Mensch relaxen auf Hof Rugen

Die beiden belgischen Kaltblüter sind gutmütige und zuverlässige Kutschpferde. - Foto: Keppler

Otterstedt - Noch bevor man den Ponytreck aus Hannover sieht, ist er zu hören. Weithin klingt das Hufegetrappel von 18 Pferden und den beiden schweren Kaltblütern, die den Kutschwagen ziehen.

Es kündigt eine lustige Truppe leidenschaftlicher Pferdefans an, die jedes Jahr von Hannover aus in die Wingst ziehen und so einen Teil ihrer Ferien auf dem Rücken von Pferden verbringen. In diesem Jahr ging der Treck mit der ersten Gruppe Mädchen im Alter von 11 bis 19 Jahren bis nach Dornsode. Dort war Endstation. Die nächste Gruppe reiste aus Hannover als Ablösung an, um von Dornsode über Otterstedt, Völkersen, Südkampen, Thören und Gailhof wieder zurück in die Landeshauptstadt zu gelangen.

Bei Rugen in der Otterstedter Mühlenstraße angekommen, hieß es jetzt zuerst ausspannen, die Tiere versorgen, füttern, pflegen und auch die eine oder andere Schmuseinheit verteilen. Die Tiere wurden dann auf die an den Hof grenzende Weide gebracht, um dort ausgiebig zu relaxen. Nach rund 30 Kilometern im Sattel genossen das auch die Mädchen, Anke Wedekind als Leiterin sowie die übrigen Betreuer.

Gelegentliche Zickereien unter den Mädchen nimmt Leiterin Anke Wedekind mit Humor. Ebenso wie Sozialpädagoge Jan Biskup, der als Kutscher hospitiert und sich den Bock mit der Zahnärztin Swantje Siening teilt.

Ein akribisch ausgearbeiteter Arbeitsplan sorgt im Camp für Ordnung und Disziplin, ohne die ein solcher Treck gar nicht möglich wäre. „Zwischenfälle gab es bisher keine. Auf der Hinreise nicht, und jetzt, zurück nach Hannover, auch nicht. Es herrscht eine ungezwungene Atmosphäre von Freundschaft und Zusammengehörigkeit“, betont Anke Wedekind. Lob spricht sie der Familie Rugen aus, die seit nunmehr 19 Jahren Gastgeber für den Ponytreck sowohl auf der Hin- als auch auf der Rückreise ist.

So geräumig, mit der riesigen Scheune, der angrenzenden Weide und den komfortablen Waschräumen sei es nicht auf jeder Station. Und etwas Familienanschluss gehört auch mit dazu.

Eines der Kutschpferde verlor zwei Eisen, aber ein hilfsbereiter Hufschmied aus der Gegend behob den Schaden schnell. Er, die Familie Rugen und alle anderen Gastgeber seien großzügige Unterstützer des Trecks und immer mit Rat und Tat zur Stelle, bekräftigt die Chefin des Trecks. Gekocht wurde unter dem Vordach der großen Scheune.

Nach der Ferienfreizeit, die die Stadt Hannover als Jugendservice anbietet, leben die Ponys und Kutschpferde wieder auf einem Pferdehof bei Bothfeld.

Für die meisten Mädchen stellt diese ungewöhnliche Ferienfreizeit die Erfüllung ihrer Träume dar. Mit Pferden leben, vom Morgen bis zum Abend mit ihnen umzugehen, ist für die Stadtkinder ein Erlebnis, auf das sie sich lange im Voraus schon freuten. - kr

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