„Planungsgruppe Kortlang“ stellt Ideen für Nutzung und Gestaltung vor

Schandfleck auf dem Weg zum Schmuckstück?

Der Kortlang-Kasten im Ottersberger Ortskern. Eine Planungsgruppe will den Schandfleck zum Schmuckstück und Kulturzentrum machen. Ihre Ideen stellt die Planungsgruppe am 16. Februar in einer öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses allen Interessierten vor.
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Der Kortlang-Kasten im Ottersberger Ortskern. Eine Planungsgruppe will den Schandfleck zum Schmuckstück und Kulturzentrum machen. Ihre Ideen stellt die Planungsgruppe am 16. Februar in einer öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses allen Interessierten vor.

Ottersberg - Vom Schandfleck zum Schmuckstück!? Nachdem der sogenannte Kortlang-Kasten, der das Ortsbild an der Grünen Straße in Ottersberg viel beklagt im negativen Sinne prägt, ins Eigentum der Familie Frese wechselte, hat sich eine Planungsgruppe für ein neues Nutzungskonzept gebildet. Impulsgeber ist der Kunst- und Kulturverein KuKuC, der selbst seit einiger Zeit heimatlos ist und jetzt mit Kooperationspartnern den wie ein Riesencontainer im Ortskern thronenden Kortlang-Klotz in ein öffentliches Kulturzentrum verwandeln will. Detaillierte Ideen gibt es bereits zur Fassaden-Neugestaltung mit großen Fenstern, viel Grün und/oder Bemalung – möglicherweise gekrönt von einer Dachterrasse.

Erstmals öffentlich vorgestellt werden die Kortlang-Pläne in einer Sitzung des Kulturausschusses des Ottersberger Gemeinderates am Montag, 16. Februar, ab 19 Uhr in Buthmanns Hof in Fischerhude. Dort ist die „Planungsgruppe Kortlang“ eingeladen, Politikern und interessierten Bürgern ihre Ideen zu präsentieren.

Der Planungsgruppe gehören derzeit an: Jan Jaap Roosing und Gerd Geiser vom KuKuC-Vorstand, Hermann Frese als Immobilienbesitzer, Künstler Martin Voßwinkel, Ortspolitiker Tim Weber, Marcel Bonse als Regionalmanager der EU-geförderten Gesundregion Wümme-Wieste-Niederung, Architekt Peter Bartram sowie Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke als akademischer Geschäftsführer der Ottersberger Hochschule für Künste im Sozialen, die bereits Interesse an einer Raumnutzung in einem soziokulturellen Zentrum im Ortskern bekundet hat.

„Das angedachte Nutzungskonzept basiert auf dem Grundgedanken, das Kortlang-Gebäude zum kulturellen Mittelpunkt Ottersbergs umzugestalten“, berichtet Gerd Geiser. Herzstück dieses Kunst- und Kulturzentrums wäre ein Veranstaltungssaal im 2. Obergeschoss mit Platz für bis zu 200 Besucher. Daran angrenzen würde ein Café mit einer kleineren Bühne – für Lesungen, Solo-Auftritte, Vorträge.... „Um diesen Kern des Gebäudes gruppieren sich Kreativwerkstätten, die von Interessenten für ihre Zwecke genutzt würden. Für den Bereich Bildende Kunst sollte ein größerer zentraler Ausstellungsraum geschaffen werden“, schildert Gerd Geiser.

In Sachen Umgestaltung der Außenfassade verweist Jan Roosing auf erfolgreiche Beispiele vertikaler Begrünungskonzepte, mit denen das Kortlang-Gebäude zum „Grünen Haus an der Grünen Straße“ würde. Martin Voßwinkel schwebt alternativ eine Lichtfassade vor, zu der er künstlerische Entwürfe angefertigt hat. Der Immobilienbesitzer selbst favorisiert eine zügige Fassadenerneuerung durch Aufgreifen der Strukturelemente des Nachbargebäudes. In ihrer jüngsten Sitzung hat sich die Planungsgruppe nach Geisers Worten deshalb der Vorstellung von Marcel Bonse angeschlossen, „in einem Zeitraum von sechs Monaten das Gesamtkonzept auszuarbeiten und auf den Punkt zu bringen“.

Um das Projekt Kulturzentrum zu verwirklichen, müssen nicht nur weitere Mitstreiter und potenzielle Raumnutzer gefunden werden, sondern auch Geldgeber für den Um- und Ausbau. Ein Finanzierungsmodell soll jetzt erstellt werden, um danach Spenden und Fördergelder einzuwerben.„Die Eigentümergesellschaft wird in einem bestimmten Kostenrahmen die Fassadenumgestaltung finanzieren“, so Geiser.

Nach der Ideenpräsentation am 16. Februar im Kulturausschuss des Rates will die „Planungsgruppe Kortlang“ bei ihrem nächsten Treffen, voraussichtlich am 24. Februar, „konkreter in die Planungsarbeit einsteigen“, berichtet Geiser. Und: „Die nächsten sechs Monate sollten darüber Auskunft geben, wie groß die Chancen für eine Verwirklichung des Projektes sind.“

Wer Kontakt zu den Initiatoren aufnehmen möchte, schreibt eine E-Mail an: post@kukuc-ottersberg.de.

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