Ottersberger Schlachterei Wendholz

Fleisch von „Hermann“ rund um die Uhr – aus dem Verkaufsautomaten

Die Projektbeteiligten freuen sich auf regen Zuspruch
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Die fast 150 Jahre alte Fleischerei der Familie Wendholz geht neue Wege: Ab Mitte August stehen der Kundschaft am Alten Weg rund um die Uhr zwei Verkaufsautomaten mit Fleisch und Wurst aus eigener Herstellung zur Verfügung. Die Projektbeteiligten (von links) Hermann Wendholz, Sonja Bahrenburg, Timo Freymuth, Frank Koehle und Jens Cordes freuen sich auf regen Zuspruch.

Ottersberg – Der Verkaufsraum der Fleischerei Hermann Wendholz am Alten Weg in Ottersberg ist schon seit drei Jahren geschlossen. Ab nächsten Sonntag hat die Kundschaft jedoch wieder Gelegenheit, das von dem Familienbetrieb selbst geschlachtete und nach traditioneller Handwerksart verarbeitete Fleisch an Ort und Stelle zu erwerben: Im früheren Schaufenster des Ladens werden zwei moderne Verkaufsautomaten installiert.

Das berichtet Projektleiter Jens Cordes. Zum Start des neuen Angebots und zur offiziellen „Taufe“ der Automaten auf den Namen „Hermann“ – benannt nach dem Seniorchef – lädt die Schlachterei Wendholz für Sonntag, 15. August, um 11 Uhr beim Geschäftshaus der Familie am Alten Weg 59 ein. „Jede und jeder ist willkommen“, so Cordes. Im Anschluss an die „Taufe“ wird gegrillt.

Die vor fast 150 Jahren am Alten Weg eröffnete Schlachterei wird heute in vierter Generation von der Familie geführt und ist einer der traditionsreichsten Betriebe in Ottersberg. Zuletzt schlachtete Wendholz für Landwirte, Direktvermarkter und Marktbeschicker. Über die neuen Automaten verkauft der Betrieb nun auch selbst wieder Fleisch- und Wurstwaren aus eigener Herstellung. „In der kleinen Schlachterei wird jedes Tier einzeln respektvoll geschlachtet und handwerklich veredelt“, unterstreicht Cordes. Die Tiere stammen nach seinen Worten von drei ausgewählten lokalen Höfen: „Die drei Höfe arbeiten nach besonderen Tierwohlrichtlinien und liefern seit Generationen besondere Qualitäten. Im Gegenzug erhalten die Bauern eine garantierte Vergütung, die sich nicht nach den schwankenden Preisen des Fleischmarktes richtet, sondern die tatsächlichen Kosten der Erzeuger deckt.“

Automaten „Hermann“ bieten umfassendes Angebot

Die Automaten „Hermann“ versorgen ab Mitte August Ottersberg und umzu nicht nur mit frischem Fleisch und Wurstwaren, sondern auch mit anderen lokal und handwerklich erzeugten Lebensmitteln: „Die Produktpalette reicht von den Klassikern der Fleischerei wie Mettwurst, Gekochte, Leberwurst, Gulasch, Knipp und Hackepeter über Eier, Marmelade und Honig bis zu Getränken und einigem mehr“, zählt Jens Cordes auf. Die Automaten seien rund um die Uhr für die Kunden da und ließen sich mit allen modernen und herkömmlichen Zahlungsmitteln „füttern“.

„Während viele kleine handwerklich arbeitende Fleischereien dem Druck des Massenmarktes und der Billigfleischangebote in Discountern nicht mehr standhalten können und aufgeben müssen, wagt die Familie Wendholz den Sprung in die Moderne“, erklärt der Projektleiter. Der automatisierte Verkauf stehe unter dem Motto: „Der Vergangenheit verbunden – der Zukunft zugewandt“.

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