Ottersberg freut sich über 1,29 Millionen Euro Zuschuss für Mensabauten an Grundschulen

„Ein bisschen wie ein Lottogewinn“

Fördergeld-Übergabe per Videoschalte
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Fördergeld-Übergabe per Videoschalte: Einen Zuschuss von insgesamt 1,29 Millionen Euro für die Mensabauten an den beiden Ganztagsgrundschulen in Fischerhude und Posthausen überreichte Kultusminister Grant Hendrik Tonne virtuell an Bürgermeister Tim Willy Weber. Auch die zugeschalteten Schulleiterinnen strahlten.

Ottersberg – Schwarz auf weiß soll die Geldzusage diese Tage per Post ins Rathaus flattern. Vorab hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) den millionenschweren Förderbescheid für die Mensabauten an den beiden Ganztagsgrundschulen im Flecken Ottersberg virtuell an Bürgermeister Tim Willy Weber überreicht. 1,29 Millionen Euro steuern Bund und Land bei – und damit 65 Prozent der bisher kalkulierten Investitionskosten.

„Das ist ein bisschen wie ein Lottogewinn“, strahlte Weber. „Wir freuen uns sehr“, sagten die Grundschulleiterinnen Konstanze Döhle (Fischerhude) und Sabine Göricke (Posthausen), die der feierlichen kleinen Videokonferenz am Donnerstag zugeschaltet waren.

Ottersberg gehört zu den 375 Kommunen im Land, die sich im Rahmen der „Förderung des beschleunigten Infrastrukturausbaus der Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder“ um die Finanzhilfe beworben haben. Laut Kultusministerium stehen dafür in Niedersachsen mehr als 70 Millionen Euro bereit: „Das Geld stammt aus den Corona-Soforthilfen der Bundesregierung und kann für Investitionen in Räumlichkeiten und Ausstattungen an Grundschulen mit Ganztagsangeboten verwendet werden.“ Manche brauchen Möbel für den Ruheraum oder Spielgeräte fürs Außengelände, andere wollen einen Geschirrspüler für die Schulküche anschaffen – oder überhaupt erstmal eine Mensa für das gemeinsame Mittagessen der Kinder (an)bauen. So wie die seit Jahren mit Provisorien arbeitenden Ganztagsgrundschulen in Fischerhude und Posthausen.

Für den Mensabau in Fischerhude kalkuliert die Gemeinde als Schulträgerin mit 985 000 Euro Kosten, für den in Posthausen bisher mit einer Million Euro. Das Land gibt aus besagtem Fördertopf 640 000 Euro für Fischerhude und 650 000 Euro für Posthausen dazu. Allerdings machen die explodierenden Baupreise Sorgen: In Posthausen droht nach den bisherigen Ausschreibungsergebnissen eine Kostensteigerung von etwa 800 000 Euro. Weshalb die Gemeinde gerade schon einen Nachtragshaushalt auf den Weg gebracht habe, wie Bürgermeister Weber den Kultusminister wissen ließ.

Dem ist das Problem bereits bewusst: „Wir wollen Sie mit dem Rohstoff-Engpass nicht allein lassen“, stellte Tonne eine mögliche Nachförderung bei dramatischen Kostenentwicklungen in Aussicht. „Eine Schweißperle auf der Stirn des Bürgermeisters“ sei akzeptabel, aber wenn es zu viele würden, „müssen wir nochmal sprechen...“. Weber will den Minister beim Wort nehmen: „Sobald meine zweite Schweißperle kommt, melde ich mich bei Ihnen.“

Die Schulleiterinnen sehen den Mensabauten voll Vorfreude entgegen: Wenn der Anspruch auf einen Ganztagsplatz kommt, sind wir gut vorbereitet“, sagte Konstanze Döhle. Für Sabine Göricke war es „ein gutes Gefühl, dass gesehen wird, wie wichtig unsere Arbeit für die Kinder ist“. Und der Mensa-Anbau sei „richtig wichtig“.

Von Petra Holthusen

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