Wümmeschule nimmt per App an 1. Deutscher Meisterschaft im Sponsorenlauf teil

„Held für die Welt“ – jeder Schritt zählt

Held-für-die-Welt-Läufer
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Schon gut im Training: Held-für-die-Welt-Läufer der Wümmeschule, die ab Dienstag Kilometer für den guten Zweck sammeln.

Ottersberg – Bei der abendlichen Joggingrunde, dem Weg zur Schule, dem Gang mit dem Hund oder beim Spazierengehen mit der Freundin – jeder Schritt zählt, wenn die Ottersberger Wümmeschule ab Dienstag an der 1. Deutschen Meisterschaft im Sponsorenlauf teilnimmt. Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und alle, die sich der Schule verbunden fühlen, sind aufgerufen, zwei Wochen lang zu Fuß ordentlich Kilometer zu machen, die sie sich von selbst gesuchten Sponsoren mit einer Spende für Kinderhilfsprojekte in Indien bezahlen lassen. Für den Benefizlauf nutzt die Schule die neu entwickelte App „Held für die Welt“, die den Lauf digital auswertet und mit anderen Sponsorenläufen in ganz Deutschland vergleicht.

„So geht es neben dem Spaß an der Bewegung und der guten Tat auch um den Ruhm, den ein wahrer Held für die Welt natürlich verdient“, sagt Katharina Nikolai-Wilcke, Fachleiterin Sport an der Wümmeschule. Sie hat die Schule – als einzige im Landkreis – bei diesem Sponsorenlauf im modernen Format angemeldet. Weil jeder ganz individuell in seiner Freizeit in seinem Tempo und auf seinem Level laufen, walken oder gehen kann, hofft die Sportlehrerin auf besonders große Beteiligung der rund 450 Schüler und Lehrkräfte. Auch Familienangehörige, Freunde und Förderer sind eingeladen, die App auf dem Smartphone zu installieren und bei jedem Gang oder Lauf zu starten.

„Bewegung an der frischen Luft ist gesund, macht Spaß und nimmt in Zeiten von Corona einen noch höheren Stellenwert ein“, weiß Nikolai-Wilcke. Zudem sei das solidarische Sammeln von Kilometern dank der App enorm motivierend: „Ein Sponsorenlauf schafft eine echte Erfahrung von Zugehörigkeit und Wir-Gefühl. Jeder kann seinen Beitrag zum Gelingen des großen Ganzen leisten. Das stärkt das Selbstbewusstsein und die Identifikation.“

Bundesweit 169 Schulen sind oder waren nach Kenntnis von Nikolai-Wilcke in den jeweiligen beiden Wochen vor den Sommerferien am Start beim Held-für-die-Welt-Lauf, der als erste Meisterschaft im Sponsorenlauf deklariert ist. Die Wertung umfasst drei Kriterien: Die gesammelten Gesamtkilometer, die Teilnehmerzahl in Relation zur Schulgröße und das Spendenaufkommen.

„Dabei ist die App so programmiert, dass sie die zurückgelegte Strecke misst, die Spendengelder errechnet und sogar ein sicheres Bezahlsystem anbietet“, erklärt Nikolai-Wilcke. In Sachen Datenschutz habe die Schule genau hingeschaut: „Wir haben uns überzeugt, dass beispielsweise keine Bankdaten erhoben werden. Jeder Sponsor erhält am Ende einen Barcode für seine Spende, den er beim Einkauf an vielen Supermarktkassen begleichen kann.“ Aber auch wer in seinem privaten Umfeld keinen Sponsor für seine Laufleistung finden kann oder möchte, kann einen wichtigen Beitrag leisten, indem er mithilfe der App gelaufene Kilometer für die Schule sammelt.

Alle erlaufenen Spendengelder fließen in Bildungs- und Ernährungsprojekte für Kinder in Indien. Die deutsche Indienhilfe mit Sitz in Osnabrück ist auch Initiatorin der Sponsorenlauf-Meisterschaft. Dass Länder wie Indien, die schon vorher unter Armut, Hunger und Ausbeutung litten, von Corona besonders betroffen sind, wird Nikolai-Wilcke zufolge auch im Unterricht thematisiert. Der Schule sei es wichtig, ihren Schülerinnen und Schülern zu vermitteln: „Für uns ist es eine schlimme Zeit – aber kein Vergleich zu dem, was Kinder in Indien erleiden.“ Zeit zu helfen also: „Mit dem Held-für-die-Welt-Lauf wollen wir solidarisch etwas Gutes bewegen“, erklärt die Lehrerin. Und „wir wollen den Blick junger Menschen öffnen und ihnen zeigen, wie privilegiert wir leben und welche Verantwortung daraus erwächst“. Der Ottersberger Scan-Code für die App hängt in der Schule aus.

www.heldfuerdiewelt.de

Von Petra Holthusen

„Lauf starten“ heißt es für die App-Nutzer ab sofort bei jeder Bewegungsaktivität.

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