1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landkreis Verden
  4. Ottersberg

Ottersberg: Sanierung statt Spielbetrieb

Erstellt:

Von: Petra Holthusen

Kommentare

Der Hauptrasenplatz im Sportzentrum Fährwisch wird ab Montag saniert.
Der Hauptrasenplatz im Sportzentrum Fährwisch wird ab Montag saniert. Während der Arbeiten bis voraussichtlich Ende Oktober ist auch die Laufbahn gesperrt und nicht nutzbar. © Gemeinde Ottersberg

Ottersberg – Wenn die Bezirksliga-Kicker des TSV Ottersberg am Sonntagnachmittag zu ihrem ersten Heimspiel der neuen Saison auflaufen, wird das für längere Zeit auch die letzte Fußballpartie auf dem Hauptplatz im Sportzentrum Fährwisch sein. Ab Montag werden der Fußballrasen und die umgebende Laufbahn für mehrere Monate gesperrt. Die Gemeinde hat für rund 300. 000 Euro umfangreiche Sanierungsarbeiten in Auftrag gegeben, die nach Angaben der Verwaltung voraussichtlich bis Ende Oktober dauern.

Ab November sollen Sportler und Schulen die Laufbahn wieder nutzen können. Der dann neu eingesäte Fußballrasen wird jedoch noch weitere Zeit für das Wachstum brauchen und gesperrt bleiben. „Der Platz wird in diesem Jahr nicht mehr bespielbar sein“, berichtet Rainer Hinrichs vom Bauamt der Gemeindeverwaltung.

Die Platzsanierung sei aufwendig: Zunächst müsse der Rasen samt Tragschicht abgetragen werden. Im Anschluss werde eine rohrlose Drainage ein- und eine neue Rasentragschicht aufgebracht. Zuletzt werde das Grün neu angesät.

Die schon seit Langem nicht funktionstüchtige Drainage zur Entwässerung ist der Knackpunkt auf dem direkt an der Wümme gelegenen Sportplatz, der den Fußballern seit Jahren Probleme macht und vor allem in regnerischen Herbstmonaten oftmals nicht bespielbar war. Die neue rohrlose Drainage soll nun für Abhilfe sorgen. Zudem haben sich auf dem Platz „nach vielen Jahren Spielbetrieb Unebenheiten ergeben, die durch den Neuaufbau beseitigt werden können“, ergänzt Hinrichs.

Der Fußballverein TSV Ottersberg ist heilfroh, dass die lange geplante Grundsanierung endlich umgesetzt wird. „Wir kämpfen seit 20 Jahren für eine neue Drainage“, meint Vorsitzender Frank Schwarz. Dass der Hauptplatz an der Wümme für die Arbeiten in den nächsten Monaten gesperrt sein wird, sei für den Spielbetrieb des Vereins kein Problem, sagt Schwarz. Organisatorisch sei das alles lösbar. Und die Mannschaften kennen das: „Wir sind ja in den Jahren zuvor auch schon oft mit Ligaspielen auf den hinteren Trainingsplatz ausgewichen.“ Derzeit sei der Hauptplatz gerade einigermaßen bespielbar und solle deshalb für den Bezirksliga-Auftakt am Sonntag noch mal genutzt werden.

Im nächsten Frühjahr darf sich der Verein dann über einen nagelneu angelegten Fußballrasen freuen. Bezahlen muss er dafür nichts. Die Sportflächen gehören dem Flecken Ottersberg, der sie dem Vereinssport zur Verfügung stellt und außerdem der benachbarten Wümmeschule und dem Gymnasium für den Sportunterricht. Das zur Sanierung anstehende Oval „ist auch Schulsportplatz“, bekräftigt Ralf Schack, der im Rathaus das Bauamt leitet.

Insofern tritt die Gemeinde als Eigentümerin und Schulträgerin auch als alleinige Kostenträgerin auf. So ganz auf eigene Rechnung wollte sie die teure Grundsanierung aber dann doch nicht stemmen und hat sich deshalb regelmäßig beim Land Niedersachsen um finanzielle Unterstützung aus dem Sportstättenförderprogramm des Ministeriums für Inneres und Sport beworben. „Drei Anläufe haben wir dafür in Hannover genommen“, erinnert Schack. Jetzt hat"s geklappt: Das Land beteiligt sich laut Förderbescheid zu 40 Prozent an den auf rund 300. 000 Euro bezifferten Kosten. Für die Gemeinde bleibt demnach immer noch ein stattlicher Eigenanteil von 180. 000 Euro zu finanzieren.

Im Sanierungs- und Kostenprogramm enthalten ist neben der Neuanlage des Rasenplatzes und einer Drainage auch für die Laufbahn noch ein besonderes Extra: Das direkt angrenzende alte Handballfeld, seit Langem marode und ungenutzt, wird zurückgebaut und ersetzt durch ein Kunstrasenkleinfeld für den Fußball. Ganzjährig bespielbar soll es nach Worten von Schack unter anderem den Nachwuchskickern und -kickerinnen des neuen vereinsübergreifenden Jugendfußballvereins Concordia Wümme zugute kommen.

Auch interessant

Kommentare