Ottersberg ehrt die fleißigsten, jüngsten und ältesten Kilometersammler beim Stadtradeln

Flottes Damenradeln und eine kleine Rakete

Siegerehrung
+
Vor der Kulisse des Wochenmarkts ehrte Bürgermeister Tim Willy Weber die fleißigsten Kilometersammler des ersten Ottersberger Stadtradelns.

Ottersberg – „Einmal Kiga und zurück – so können wir schon von klein auf jeden Tag etwas bewegen!“, sagt die Mama von Maja und trifft damit die Idee der Kampagne Stadtradeln auf den Punkt: Für nahe Alltagswege das Auto öfter mal stehen lassen und aufs Fahrrad umsteigen – weil jeder nicht motorisiert zurückgelegte Kilometer Schadstoffausstoß vermeidet und dem Klima hilft. Maja Scheel machte es mit ihrem Familienteam „Die schnellste Rakete von Fischerhude“ vor, und das Kindergartenkind war überdies mit vier Jahren die jüngste Teilnehmerin beim Ottersberger Stadtradeln überhaupt. Dafür nahm Maja bei der Siegerehrung am Freitagnachmittag auf Papas Arm eine Ehrenurkunde und ganz viel Applaus in Empfang.

Erstmals hatte sich die Gemeinde Ottersberg an der bundesweiten Kampagne Stadtradeln beteiligt. Veranstalter ist jedes Jahr das europaweite Netzwerk Klimabündnis, das lokale Antworten auf den globalen Klimawandel finden will. Als eine von 2121 Teilnehmerkommunen in diesem Jahr hatte der Flecken für drei Wochen im Mai/Juni zum Kilometersammeln auf dem Fahrradsattel aufgerufen. 343 Menschen, die in der Gemeinde leben und/oder arbeiten (oder den Kindergarten besuchen), hatten sich dafür registriert, in 33 Teams organisiert – und am Ende insgesamt 68 844 geradelte Kilometer auf dem Tacho und dem online geführten Konto der Kampagne.

Damit rangiert Ottersberg laut Auswertung des Klimabündnisses derzeit bundesweit auf Platz 478 aller stadtradelnden Städte und Gemeinden. Mit dem Ergebnis „haben wir zehn Tonnen CO2 vermieden“, berichtet Marianne Rosebrock-Germann, Umweltbeauftragte der Gemeindeverwaltung.

Zur Abschlussveranstaltung mit Übergabe kleiner Gewinne hatten Rosebrock-Germann und Bürgermeister Tim Willy Weber, selbst überzeugter Radfahrer, am Freitag auf den Wochenmarkt vor der Schule am Brink eingeladen. Nicht nur Maja Scheel als jüngste Teilnehmerin des Stadtradelns erhielt eine Urkunde, sondern auch Hans Freese, der mit sage und schreibe 100 Jahren der älteste Teilnehmer war.

Der Radler mit den meisten Kilometern in den drei Wochen, nämlich 1677,5, war Andreas Böhling, gefolgt von Fredi Schack (1435,3) und Herwart Roßkamp (1304,3).

Als Team mit den meisten erradelten Kilometern – insgesamt 6803 – wurden die 43 Frauen der Gruppe „Damenradeln“ ausgezeichnet. Mehr als 10 000 Kilometer war zwar das offene Team Ottersberg gestrampelt, aber das fiel Bürgermeister Weber zufolge aus der Mannschaftswertung, weil es quasi das Sammelbecken für Einzelteilnehmer war. 6302 Kilometer hatte das Team TSV Fischerhude-Quelkhorn gesammelt, 5708 Kilometer die Truppe Hennings/Böhling und 3393 Kilometer das Team Wümmeschule, das mit nur sieben Leuten eine vergleichsweise hohe Pro-Kopf-Fahrleistung hinlegte. Die Gruppe mit den meisten Mitgliedern, nämlich 58, stellte das Team „Posthausen – Familie und Freunde“.

Auch Firmen, Parteien, Praxen und Straßengemeinschaften sowie 15 Gemeinde- und Ortsratsmitglieder beteiligten sich am Stadtradeln. Neben der Lust, mit Bewegung an frischer Luft sich selbst und der Umwelt etwas Gutes zu tun, erhöhten der Wettbewerbscharakter und der Ehrgeiz, Kilometer für die eigene Heimatgemeinde zu sammeln, den Spaßfaktor. Um den Grundgedanken des Stadtradelns nachhaltig in den Köpfen zu verankern und den klimaschützenden Umstieg vom Auto aufs Fahrrad dauerhaft zu fördern, will sich der Flecken auch im kommenden Jahr wieder an der Kampagne beteiligen.

Von Petra Holthusen

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Bob- und Rodelbahn am Königssee schwer beschädigt

Meistgelesene Artikel

Geimpft und trotzdem infiziert: Erste Fälle im Raum Verden/Achim

Geimpft und trotzdem infiziert: Erste Fälle im Raum Verden/Achim

Geimpft und trotzdem infiziert: Erste Fälle im Raum Verden/Achim
Ministerin sagt sechs Millionen Euro zu

Ministerin sagt sechs Millionen Euro zu

Ministerin sagt sechs Millionen Euro zu
Für Jahrhundert-Hochwasser gerüstet

Für Jahrhundert-Hochwasser gerüstet

Für Jahrhundert-Hochwasser gerüstet
Kirchlinteln: Frank-Peter Seemann ist dritter Bürgermeisterkandidat

Kirchlinteln: Frank-Peter Seemann ist dritter Bürgermeisterkandidat

Kirchlinteln: Frank-Peter Seemann ist dritter Bürgermeisterkandidat

Kommentare