Ortsrat Fischerhude tut sich schwer mit Plänen in der Bredenau / Votum vertagt

Wohnanlage für den Erhalt?

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Auf der Hofstelle Blanken an der Fischerhuder Bredenau sollen 16 Wohneinheiten entstehen – wenn die Gemeinde den Bebauungsplan anpasst. Der Ortsrat vertagte ein Votum.

Fischerhude - Ob die Eigentümer der alten Hofstelle In der Bredenau 19 in Fischerhude das bisher landwirtschaftlich genutzte Gebäudeensemble zu einer Wohnanlage mit insgesamt 16 Wohnungen um- und ausbauen dürfen, ist noch unklar. Erforderlich wäre auf jeden Fall eine Änderung des Bebauungsplanes für die Bredenau, die die politischen Gremien der Gemeinde beschließen müssten.

In der gut besuchten Sitzung des Fischerhuder Ortsrates am Mittwochabend im Café Lindenlaub stellte der Fischerhuder Architekt Lothar Masuch den Ortspolitikern das Projekt erst einmal vor. In der anschließenden Diskussion vertagte der Ortsrat das Thema.

„Konkret geht es um die Hofstelle Blanken, auf der Wohnraum geschaffen werden soll. Eine Bauvoranfrage existiert bereits“, leitete Bauamtsleiter Ralf Schack in das Thema ein. Nach Worten von Planer Lothar Masuch sollen in einem Gesamtkonzept der Hauptbaukörper erweitert und im nördlichen Grundstücksbereich zusätzlich ein Neubau erstellt werden. „Insgesamt sind 16 Wohneinheiten auf der Hofstelle geplant, wobei die meisten Wohnungen in der Scheune parallel zur Straße entstehen sollen. Das Haupthaus mit dem Café bleibt“, erläuterte der Architekt. Die Wohnungen sollen eine durchschnittliche Größe von 80 Quadratmetern haben.

Weil es sich hier um ein Einzelvorhaben handelt, tat sich der Ortsrat mit einer Entscheidung schwer. In den vergangenen Jahren hatte der Ortsrat oftmals solche Anträge abgelehnt und sich dagegen gesträubt, den Bebauungsplan für Einzelprojekte anzufassen. Aber an diesem Abend wollte der Ortsrat das Projekt keinesfalls gleich ad acta legen, weil manche Ortsratsmitglieder auch die Möglichkeit sahen, eine ortsbildprägende alte landwirtschaftliche Hofstelle mit einer Umnutzung zu Wohnzwecken dauerhaft für das Ortsbild zu erhalten.

Michael Kallhardt (CDU) riet: „Wir haben hier eine große Chance, dass etwas am Gebäude geschieht. Wenn wir es nicht machen, haben wir eine Chance vertan.“ Sehr reserviert gegenüber dem Projekt äußerte sich Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf (FGBO), der eine Expertise zitierte, die vor Jahren in Auftrag gegeben worden war. Anlass waren seinerzeit mehrere Bauvoranfragen im Bereich der Straße In der Bredenau. Mittendorf erinnerte: „Die Expertise empfiehlt, keine Änderungen vorzunehmen.“

Ludwig Schwarz (Grüne) fand: „Wir brauchen mehr Informationen. Wenn wir den Plan anfassen, muss der Planungsbereich für alle gelten. Sonst kommt der nächste und wir befassen uns wieder mit einem Einzelfall. Es geht nicht darum, etwas zu verhindern, sondern es geht uns um eine nachhaltige Planung.“ Stefan Brüning (CDU) sagte: „Wir haben hier die Chance, ein markantes Gebäude zu erhalten. Wir sollten aber auch den ganzen Bereich betrachten.“

Am Ende vertagte der Ortsrat das Thema.

woe

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