Ortsrat Fischerhude nimmt Arbeit auf

Mittendorf bleibt Ortsbürgermeister

Der neu zusammengesetzte Fischerhuder Ortsrat
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Der neu zusammengesetzte Fischerhuder Ortsrat: (v.l.) Holger Unnasch (SPD), Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf (FGBO) und seine neue Stellvertreterin Cornelia Wolf-Becker (Grüne), Benjamin Rudolf (Grüne), Nils Reineke, (FGBO), Dirk Gieschen (CDU) und Ferdinand Kallhardt (CDU).

Fischerhude – Wilfried Mittendorf (Freie Grüne Bürgerliste) geht in seine dritte Amtszeit als Fischerhuder Ortsbürgermeister. Fünf der sieben Abgeordneten im neuen Ortsrat votierten in der konstituierenden Sitzung am Montagabend in Bellmanns Gasthof für die Wiederwahl von Amtsinhaber Mittendorf. Herausforderer Ferdinand Kallhardt (CDU) musste sich mit zwei Stimmen bescheiden.

Zwar erfolgte die Wahl geheim – als Urne diente praktischerweise der Hut von Gemeindebürgermeister Tim Willy Weber –, allerdings ließ sich die Stimmen- analog zur Sitzverteilung im Fischerhuder Ortsrat leicht zuordnen: Die Mehrheitsgruppe bilden künftig die beiden FGBOler Wilfried Mittendorf und Nils Reineke zusammen mit den beiden Grünen Cornelia Wolf-Becker und Newcomer Benjamin Rudolf sowie SPD-Neueinsteiger Holger Unnasch. Die CDU, die bei der Kommunalwahl im September einen Sitz verlor, ist durch Dirk Gieschen und Ferdinand Kallhardt vertreten.

Neuling Kallhardt hatte bei der Wahl des neuen Ortsrats mit 433 die meisten persönlichen Stimmen erhalten – sogar mehr als Mittendorf, dessen Ergebnis sich auf 412 halbiert hatte. Dennoch unterlag Kallhardt auch bei der Wahl von Mittendorfs Stellvertretung. Ebenfalls mit 5:2 Stimmen wählte die Mehrheitsgruppe Cornelia Wolf-Becker (Bündnis 90/Die Grünen) zur neuen stellvertretenden Ortsbürgermeisterin.

Mittendorfs erneute Wahl zum Ortsbürgermeister quittierte das Publikum im Saal mit Beifall. Der 66-jährige Quelkhorner ist seit 30 Jahren kommunalpolitisch für die Menschen im Flecken engagiert. „Ich werde mich bemühen, die Sitzungen gerecht und fair zu leiten. Und ich hoffe, dass wir alle mit Respekt die nächsten fünf Jahre hier miteinander arbeiten“, sagte der alte und neue Ortsbürgermeister nach seiner Wiederwahl. Dass das kommunalpolitische Geschehen vor ihrer Haustür die Menschen in Fischerhude und Quelkhorn überdurchschnittlich stark interessiert, machte Mittendorf anhand einiger Zahlen deutlich: 2011 habe es 28 Kandidatinnen und Kandidaten für die Ortsratswahl gegeben und eine Wahlbeteiligung von 65,2 Prozent, fünf Jahre später schon 29 Kandidaten und 67,9 Prozent Beteiligung – und 2021 dann 31 Namen auf dem Wahlzettel und 70,5 Prozent Wählerzuspruch.

Überdurchschnittlich stark ist auch die personelle Besetzung des Ortsrats mit 18 Mitgliedern am Tisch – laut Mittendorf „so viele wie nie seit 50 Jahren“. Zu den sieben gewählten gesellen sich nämlich elf sogenannte geborene Mitglieder: Mandatsträgerinnen und -träger, die dem Gemeinderat Ottersberg angehören, ihren Wohnsitz in Fischerhude oder Quelkhorn haben und deshalb auch im Ortsrat mitreden dürfen – jedoch nicht mit abstimmen. 18 Redeberechtigte: „Diese hohe Zahl erfordert Konzentration, Zurückhaltung und Disziplin“, mahnte Mittendorf. Es müsse ja nicht alles von jedem gesagt werden. Schließlich liege reichlich Arbeit vor dem Ortsrat, vor allem in Sachen Bauvorhaben und Verkehrsplanungen.

Für die nächsten Zusammenkünfte kündigte Verwaltungschef Tim Willy Weber angesichts steigender Corona-Infektionszahlen die erneute Umstellung von Präsenzsitzungen auf Videokonferenzen an. „Bis Ende März“ werden nach Webers Einschätzung verstärkte Kontaktbeschränkungen greifen. Öffentliche Gremiensitzungen nach 2G nur für geimpfte oder genesene Abgeordnete und Zuhörer halte die Verwaltung für nicht rechtskonform, sagte der Bürgermeister auf Nachfrage aus der Runde: Allen Bürgerinnen und Bürgern sei freier Zugang zu gewähren, unabhängig von ihrem Impfstatus.

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