Ortsrat bringt Bauvorhaben voran / Gegen Umnutzung an Buchholzer Straße

Brandruine in Fischerhudes „guter Stube“ verschwindet

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Die Brandruine, ein jahrelanger Schandfleck im Touristenort, soll in den nächsten Wochen beseitigt werden.

Fischerhude - „Die Brandruine in der Ortsmitte wird beseitigt“, erklärte Bauamtsleiter Ralf Schack am Montagabend auf der Sitzung des Ortsrates Fischerhude. Das habe die Eigentümerin dem Flecken mitgeteilt.

Der Ortsrat lehnte allerdings ihren Antrag ab, einen großen Baum abzusägen, um die Ruine leichter entfernen zu können. Das Gehölz sei ortsbildprägend, hieß es im Gremium. Dem Antrag einer Eigentümerin, auf dem Grundstück vor der Wassermühle eine kranke und nahezu kahle Kastanie fällen zu dürfen, stimmte der Ortsrat nach kurzer, heftiger Diskussion mehrheitlich zu.

Einhellig fasste er den Satzungsbeschluss für ein kleines Baugebiet mit zehn Bauplätzen in Quelkhorn, das zwischen der Quelkhorner Landstraße und der Trifte liegt und durch beide Straßen erschlossen wird. Der Landkreis merkte dazu in einer Stellungnahme an, dass der Wendeplatz mitten in dem Baugebiet so dimensioniert sein muss, dass Müllfahrzeuge dort wenden können. Falls Fledermäuse dort nisten, müssten sie umgesiedelt werden. Diese Anmerkungen fließen in die Planungen ein. Die Planstraße wurde „Schlobohms Hoff“ benannt, „um die Historie in Köpfen zu haben, was da vorher war“.

Ferner befasste sich der Ortsrat erneut mit der Änderung des Bebauungsplanes „Quelkhorn-Ortsmitte“. Es geht hier um drei kleinere Bauvorhaben. So will der Parzivalhof den Weidenhof am Ortseingang erweitern und ein weiterer Antragsteller einen Windfang bauen. Beides ist unstrittig, wobei die bebaubare Fläche auf den Grundstücken verschoben werden muss.

Strittig hingegen ist eine Umnutzung eines vorhandenen Gebäudes an der Buchholzer Straße. Hier befasste sich der Ortsrat mit einem Schreiben eines Rechtsbeistandes der Antragstellerin. Das beeindruckte die Kommunalpolitiker jedoch nicht sonderlich. So lehnte der Ortsrat mehrheitlich eine Umnutzung auf dem Grundstück der Antragstellerin ab. Dafür plädierte als einziger Ortsbürgermeister Wilfried Mittendorf (FGBO), der erklärte: „Ich teile die Meinung des Rechtsanwalts. Wir hätten mehr tun können.“ Bauamtsleiter Ralf Schack hatte zuvor festgestellt: „Es gibt kein Recht auf Bauleitplanung.“

Schließlich befasste sich der Ortsrat mit dem Haushalt 2016 und meldete diverse Maßnahmen an, wie die Erneuerung des denkmalgeschützten Pflasters zwischen den Straßen Dieker Ort und Krummer Ort sowie den Bau eines Parkplatzes hinter der Sporthalle des TSV Fischerhude-Quelkhorn. Die Kosten sollen ermittelt werden.

woe

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