7. Fischerhuder Keramiktage bieten breites Spektrum internationaler Kunstschaffender

Vom Ohrstecker bis zur Lieblingstasse

Schönes, Nützliches und Kunstvolles bot die siebte Auflage der Fischerhuder Keramiktage am Buthmannschen Hof in reicher Auswahl. Fotos: Keppler

Fischerhude – „Besser könnte es nicht laufen“, frohlockte Ahmad Tavakkoli angesichts des Besucherzustroms. „Wir Fischerhuder Keramiker veranstalten die Keramiktage jetzt zum siebten Mal, und man kann sagen, dass wir in der Szene eine Marke geworden sind. Es kommen Leute von überall her. Wir haben viel Stammpublikum, aber auch neue Besucher, darunter viele Sammler, die auf der Suche nach außergewöhnlichen Stücken sind“, erzählte Tavakkoli, der zusammen mit den Fischerhuder Keramikerinnen Claudia Craemer und Katharina Bertzbach sowie dem Tarmstedter Kollegen Matthias Kurig die zweitägige Open-Air-Ausstellung am Buthmannschen Hof organisiert hatte.

25 namhafte Werkstätten aus Deutschland, England, Holland und Belgien präsentierten und verkauften am Wochenende ihre Arbeiten bei den 7. Fischerhuder Keramiktagen. Das Angebotsspektrum reichte vom Gebrauchsgeschirr bis zum Kunstobjekt, vom gedrehten Gefäß bis zu montierten Objekten und kalligraphischen persischen Texten auf Keramikplatten. Letztere sind die Spezialität von Tavakkoli.

Nicht weniger anspruchsvoll ging es am Stand von Nick March aus dem englischen Newcastle-Under-Lyme zu. Seine Exponate sind ebenso kunstvoll wie verwegen: Piratenschiffe, aus Keramik kombiniert mit Holz und in maritimen Blautönen, waren echte Hingucker.

Gleich daneben hatte Michael Wolf aus Vlotho seinen Stand eingerichtet, den er Bausteinzeit nennt: Mit kleinen gebrannten Ziegeln animierte er Kinder zum kreativen Bauen und Spielen. Keines der Kinder ließ sich dieses Angebot entgehen und so entstanden an einem Spieltisch Häuser, Garagen und gepflasterte Straßen im Mini-Format. „Was für ein tolles Spielzeug, sowas kenne ich gar nicht. Ich glaube, das könnte bei uns unter dem Weihnachtsbaum liegen“, begeisterte sich die Mutter von zwei kleinen Jungen, die sich hingebungsvoll als Baumeister betätigten.

Dörte Scherbartt aus Krefeld war mit Porzellanschmuck nach Fischerhude gekommen und freute sich über das rege Interesse an ihrem Angebot. Kunstvoll gestaltete Ohrstecker und Ringe mit farbigen oder zurückhaltend designten Keramikplättchen wurden nicht nur bestaunt, sondern auch gerne gekauft.

Katharina Bertzbach, bekannt für künstlerische Objekte mit witziger bis satirischer Aussage und besonderes Geschirr für den täglichen Gebrauch, zeigte sich mit dem Zulauf ebenfalls zufrieden. „Vielen Menschen ist es eben nicht egal, aus welcher Tasse sie ihren Tee trinken. Aus einer künstlerisch gestalteten Teeschale ist ein simpler Tee etwas Besonderes, das man sich gönnt und genießt“, erklärte die Keramikmeisterin das Interesse von Liebhabern, die ihre individuell gestalteten Exponate schätzen.

Auch kulinarisch wurden die Besucher der Keramiktage verwöhnt. Jochen Richter alias „Käse-Jochen“ war mit herzhaften Käseprodukten aus regionaler ökologischer Landwirtschaft vor Ort, und fleißige Bäckerinnen der Fischerhuder Kirchengemeinde sorgten mit Kuchen und Torten dafür, dass niemand hungrig blieb.  kr

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