„Let’s go“ bis nach Quelkhorn

Tag der offenen Werkstatt auf Parzival-Hof

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Die Delegation französischer Gäste aus Redon fand die alte Windmühle auf dem Parzival-Hof am Quelkhorner Mühlenberg besonders spannend.

Quelkhorn - Der Tag der offenen Werkstätten auf dem Quelkhorner Parzival-Hof ist immer etwas Besonderes und lockt viele Besucher auch aus der weiteren Umgebung an. Den weitesten Weg hatte dieses Jahr eindeutig eine zwölfköpfige Gruppe von jungen Menschen mit Handicap und Betreuern aus dem ländlichen Redon in der französischen Bretagne auf sich genommen. Sie erwiderte einen Besuch der Teilnehmer des Französischkurses, den Barbara Buddemeier auf dem Parzival-Hof anbietet.

2015 hatten die Quelkhorner in dem Sprachkurs den Wunsch, Frankreich und die dort lebenden Menschen kennenzulernen. Der Wunsch erfüllte sich mit einem achttägigen Bildungsurlaub dank der Unterstützung des Deutsch-Französischen Jugendwerks, das auch den jetzigen Gegenbesuch finanziell unterstützt.

Wie gehen andere Gesellschaften mit beeinträchtigten Menschen um?

Wie Mareike Cordes, Betriebsstättenleiterin auf dem Parzival-Hof, gestern beim Tag der offenen Tür erklärte, haben sich die französischen Gäste, die von Betreuern begleitet werden, ein Jahr lang auf diesen Gegenbesuch vorbereitet. Alle seien in ihrer Heimat in dem interkulturellen Begegnungsprojekt „Let’s go“ engagiert. Dieses Projekt wendet sich an Menschen mit Förderbedarf und will das Interesse für andere Kulturkreise wecken. In regelmäßigem Austausch soll erfahrbar werden, wie in anderen Gesellschaften mit Beeinträchtigungen und den davon betroffenen Menschen umgegangen wird.

Der Weberei auf dem Parzival-Hof ist ein Laden angegliedert, in dem die nebenan gefertigten Produkte gekauft werden können.

Als Anlass hatten die Franzosen sich dafür den Tag der offenen Werkstatt in Quelkhorn ausgesucht. Untergebracht in der Jugendherberge Worpswede, absolvieren sie bis heute ein umfangreiches Rahmenprogramm in Bremen, Bremerhaven, Fischerhude und natürlich auf dem Parzival-Hof, auf dem es ihnen ausnehmend gut gefällt. Die idyllische Lage des Lebens- und Arbeitsortes für Menschen mit Behinderung am Mühlenberg in Quelkhorn, die Weitläufigkeit des Geländes, die Mühle, das Bauernhaus und nicht zuletzt die Werkstätten samt Gärtnerei mit Hofladen wurden ausgiebig erkundet.

Verständigung ist kein Problem

Barbara Buddemeier, die Französischlehrerin und Initiatorin des Austauschs, dolmetschte, so dass Verständigung kein Problem war. Stippvisiten in der Weberei, der Textilwerkstatt und natürlich auf dem Weidenhof samt Kerzenmanufaktur stießen auf großes Interesse. In der Textilwerkstatt konnten die Gäste sich an der Mangel ausprobieren. Auch der sich gerade der Fertigstellung nähernde Anbau an den Räumlichkeiten, die für barrierefreie Wohnzwecke vorgesehen sind, weckte die Aufmerksamkeit der Gäste.

Verteilt über den ganzen Tag, gab es gestern für alle Besucher Führungen, bei denen sie Einblick erhielten in das Gefüge der Stiftung Leben und Arbeiten und die darin eingebundenen Ottersberger Manufakturen als anerkannte Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

kr

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