Offene Tür auf Flugplatz in Stelle: Mehr als 1000 Besucher

Metallene Adler faszinieren mit ihren Manövern

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Jenny Brandt steuerte einen Miniatur-Hubschrauber.

Hellwege - Über den Wolken scheint für die „Abgehobenen“ die Freiheit mit einer empfundenen Leichtigkeit grenzenlos. Viele wollen das erleben. Fast im Fünf-Minuten-Takt starten die Maschinen auf dem Weser-Wümme-Flugplatz, gewinnen schnell an Höhe, verschwinden in den Wolken, um dann am Himmel im nächsten Moment wieder aufzutauchen und spektakuläre Manöver zu fliegen. Das Publikum in Hellwege-Stelle staunt.

Beim Tag der offenen Tür, zu dem die 145 Mitglieder zählende Flugsportgruppe Airbus Bremen eingeladen hatte, gaben sich die Schaulustigen bei herrlich spätsommerlichem Wetter der Faszination des Flugsports hin. Mehr als 1000 Gäste zog das Spektakel im Laufe des Sonntags an.

Highlights waren ein Treffen historischer Fahrzeuge, Rundflüge für Besucher mit Vereinsflugzeugen und einem Hubschrauber sowie das Starten und Landen von historischen Flugzeugen wie einer russischen Yak mit ihrem Sternmotor. „So eine Yak wird gerne geflogen, weil sie sehr robust ist und einen urigen Sound hat“, informierte Bernhard Dziomba, Vorsitzender der Flugsportgruppe. Die Maschine wurde früher als militärisches Ausbildungsflugzeug eingesetzt und steht in einem Hangar in Stelle.

Jeder am Rande des Platzes konnte die metallenen Adler der Lüfte hautnah erleben. Pfiffige Gäste hatten sich nicht nur den Fotoapparat, kombiniert mit einem Teleobjektiv, mitgebracht, sondern auch einen Gartenstuhl, um aus erster Reihe die spannenden Flugmanöver der Piloten mit ihrer Piper oder Cessna genüsslich zu verfolgen. Immer wieder richteten sich die Blicke gen Himmel.

Auf dem Leitturm überwachten Stefan Möller und Otto Stackfleth, Mitglied der gastgebenden Flugsportgruppe, den Start- und Landeverkehr. „Wir sind mehr als acht Flugleiter, die im Wechsel an jedem Wochenende am Sonnabend und Sonntag von 9 bis 19 Uhr den Tower besetzen“, berichtete Dziomba.

„Wir veranstalten den Tag der offenen Tür, um uns in der Gemeinde und der Region vorzustellen, aber auch um für unseren Flugplatz in der weiteren Umgebung zu werben“, berichtete er weiter. Zudem sei es ein Fest für die Mitglieder gewesen.

Tag der offenen Tür des Weser-Wümme-Flugplatzes in Stelle

„Wir verfügen über vier Schulungsflugzeuge und bieten als offizielle Flugschule mit europäischer Zulassung eine Pilotenausbildung an“, teilte der Vorsitzende zudem mit. In der Regel würden bis zu zehn Piloten pro Jahr ausgebildet. Wichtig: „Wir als Sichtflieger müssen immer sorgfältig das Wetter studieren.“

Weitere Hingucker beim Schautag waren die Flugzeugmodelle. Zu jeder vollen Stunde zeigten die Enthusiasten ihre Show mit verschiedenen Modellen mit atemberaubenden Manövern mit überraschenden Richtungswechseln. „Fliegen fasziniert mich. Das ist Adrenalin pur“, sagte Jenny Brandt, die einen Miniatur-Hubschrauber steuerte.

Bernd Beschorner von der Modellflugvereinigung Schwarme hatte etwas Größeres dabei. Er lenkte ein Modell Extra 300L über den Flugplatz und verblüffte das Publikum mit seiner Flugshow.

woe

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