Infoabend zu Burggrabes Raum der Stille

Neugierig auf die „Quintessenz“

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Helge Burggrabe (li.) und Uwe Bölts stellten das Kulturprojekt „Quintessenz“ einer interessierten Öffentlichkeit vor.

Fischerhude - 15 Meter Innendurchmesser, fünfeckig gebaut, mit Wänden aus Glaskunst, einem geschwungenen Dach und einer Metallschale auf der Spitze – so stellt sich der Fischerhuder Komponist und Flötist Helge Burggrabe seinen öffentlichen Raum der Stille, Kunst und Musik mit dem Namen „Quintessenz“ vor. Die architektonische Idee, die er am liebsten in Fischerhude verwirklichen möchte, stellte Initiator Burggrabe anhand eines Modells am Montagabend zahlreichen Interessierten im vollbesetzten Buthmanns Hof zusammen mit dem Fischerhuder Architekten Peter Bischoff und Moderator Uwe Bölts vor.

Entwerfender Architekt der „Quintessenz“, einer „Architektur als gebaute Musik“, ist Peter Busmann, Baumeister der Kölner Philharmonie. Mit im Planungsboot ist außerdem der deutsch-französische Glaskünstler Udo Zembok. Ein Vorbild des Projekts ist die Kathedrale von Chartres, zu der Burggrabe seit 20 Jahren musikalisch-spirituelle Reisen anbietet und die er als eines der schönsten hochgotischen Gotteshäuser der Welt bezeichnet. Auf einer Großbildleinwand erläuterte er die sakrale Baukunst dieser Kathedrale in vielen Einzelheiten und stellte dabei die Verbindung von Architektur, Stille und Musik und ihre Wirkung auf den Menschen heraus.

Ein sakraler Bau soll die „Quintessenz“ nicht werden, eher ein spirituell-kultureller Raum für Veranstaltungen, Kurse und Konzerte im Bereich Stille, Kunst und Musik.

Burggrabe bat das Publikum um Anregungen und Vorschläge und betonte, dass es keineswegs zu früh für konkrete Planungen sei, auch wenn bis zur Umsetzung noch ein weiter Weg zu beschreiten sei. Er regte darüber hinaus an, einen Förderverein zu gründen, um das Kulturprojekt zu realisieren. Er stellte die Frage in den Raum: „Wofür geben wir unser Geld aus? Warum nicht für ein Projekt, das Stille, Kunst und Musik Raum gibt?“ In der „Quintessenz“ könnten Vorträge und Seminare stattfinden als Prophylaxe für Seele und Geist im Sinne der Entschleunigung und Meditation – und mit diesem Angebot an die Menschen der Region sei das investierte Geld gut angelegt. Auch er selbst würde sehr gerne Seminare an einem solchen Ort geben, so Burggrabe.

Moderator Uwe Bölts eröffnete die anschließende Diskussion, indem er die Anwesenden ermunterte, ihre Meinung zu äußern. Viele Fragen zur baulichen Ausführung wurden laut – unter anderem zu der Metallschale auf der Kuppel, die das Regenwasser auffangen und über die Giebel abfließen lassen soll. Andere Gäste fragten nach einem Grundstück und ob es diesbezüglich schon Pläne gäbe, was verneint wurde. Auch innerhalb der Stuhlreihen wurde munter diskutiert, wobei die Standortfrage und die Finanzierung im Mittelpunkt standen. 

kr

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