500 000 Euro EU-Förderung für das Kulturprojekt LebensArt am Wiestebruch

Neues Leben am alten Hochschulcampus

Förderbescheidübergabe beim Verein LebensArt
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Gemeinsame Freude über den Förderbescheid: (v.li.) Bürgermeister Tim Willy Weber, Siegfried Dierken (Verdener Dezernatsleiter im Amt für regionale Landesentwicklung), Architekt Thomas Isselhard, Marcel Bonse vom Management der GesundRegion, Ortsbürgermeister André Herzog und Claudia Schüler, Vorsitzende des Vereins LebensArt.

Ottersberg – Das Engagement der Kulturprojektinitiative LebensArt für die Nachnutzung des derzeit noch in Betrieb befindlichen Altcampus der Hochschule für Künste im Sozialen am Wiestebruch in Ottersberg wird belohnt. Siegfried Dierken vom Amt für regionale Landesentwicklung Lüneburg, Geschäftsstelle Verden, überreichte am Freitag eine EU-Förderung in Höhe von 500 000 Euro für das gemeinnützige Vorhaben.

Claudia Schüler, Christel Bollermann und Susanne Wendekamm nahmen den Förderbescheid im Namen des Vereins LebensArt, der das Kulturprojekt betreiben wird, entgegen.

Die Förderung für das soziokulturelle Vorhaben soll unter anderem die energetische Sanierung des Gebäudeteils ermöglichen, in dem der Kulturbetrieb geplant ist. Für diesen Kulturbetrieb sind zum Beispiel ein Ottersberger Ableger der Kunstschule Paula aus Worpswede, die Einrichtung von Ateliers und Co-Working-Spaces sowie die ehemalige Hochschulaula als Veranstaltungsraum für Theater, Lesungen, Konzerte und Kurse vorgesehen. Des Weiteren sind in den Räumen auch ein Seminar- und ein Cafébetrieb geplant, wie die Initiatorinnen berichten.

Ein zweiter Baustein des Nachnutzungskonzeptes für das ehemalige Hochschulgebäude ist ein Wohnprojekt, das jedoch von einer Kommanditgesellschaft umgesetzt wird und auch nicht Gegenstand der bewilligten Förderung ist. Auch wenn das Wohn- und das Kulturprojekt LebensArt rechtlich klar voneinander getrennt sind, so ist eine gegenseitige synergetische Wirkung vorhanden und gewünscht. Die Förderung im Rahmen der sogenannten ZILE-Richtlinie fließe allerdings ausschließlich in den gemeinnützigen Kulturbetrieb, betonten die Beteiligten bei der Übergabe des Förderbescheides. Ziel der Richtlinie und der damit verbundenen Förderung sei die Stärkung der Wohn-, Arbeits- und Lebensqualität im ländlichen Raum. Vor allem sei für die Förderung ausschlaggebend gewesen, dass Angebote für die breite Bevölkerung geplant seien und dass ein ortsbildprägendes Gebäude einer Nachnutzung zugeführt werden könne.

Viele Interessenten warteten schon darauf, mit ihren Angeboten einziehen zu können, doch erstmal müssten nun die Arbeiten am Gebäude beginnen, Handwerker und Material bestellt werden – „keine ganz leichte Aufgabe bei der aktuellen Nachfrage auf dem Bausektor“, so der begleitende Architekt Thomas Isselhard von den Architekten für nachhaltiges Bauen in Verden.

„Kunst und Kultur sind wichtige Standortmerkmale in Ottersberg. Durch das neue Wohn- und Kulturprojekt erfährt der Flecken eine enorme Bereicherung auf diesem Sektor“, unterstrich Bürgermeister Tim Willy Weber bei der Fördergeldübergabe. Gleichzeitig würdigte Weber die erfolgreiche Zusammenarbeit in der GesundRegion Wümme-Wieste-Niederung, die als Förderregion des Programms ILE (Integrierte Ländliche Entwicklung) unter Federführung von Regionalmanager Marcel Bonse bereits die Umsetzung vieler Projekte begünstigt habe – und auch für die Förderung des Kulturprojekts LebensArt ein entscheidender Schlüssel zum Erfolg gewesen sei.

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