Karlheinz Flau eröffnet Galerie zur Präsentation seines künstlerischen Lebenswerks

Neue Impulse im Atelierhaus

Karlheinz Flau in seiner neu eingerichteten Atelierhaus-Galerie Am Brink in Ottersberg, die er am Samstag eröffnet und in der der Künstler in lockeren Abständen eigene Werksegmente zeigen will. An Exponaten herrscht kein Mangel... - Fotos: Hägermann

Ottersberg - ottersberg - Im nächsten Jahr feiert Karlheinz Flau seinen 82. Geburtstag. Das scheint ein angemessener Zeitpunkt für einen Künstler, sich über das eigene Werk, seine Präsentation und den öffentlichen Zugang Gedanken zu machen und etwaige Entscheidungen umzusetzen. Der gebürtige Hamburger Flau, der seit den 70er Jahren in Ottersberg lebt, hat eine naheliegende Lösung gefunden. Er eröffnet am Samstag, 8. Oktober, um 17 Uhr seine Atelierhaus-Galerie Am Brink in Ottersberg. Im Obergeschoss des 1879 erbauten Hauses wohnt Flau selbst.

In der ersten Ausstellung im wiederbelebten Atelierhaus Am Brink zeigt Flau 40 seiner Arbeiten, Aquarelle, Goachen, die in den Jahren von 1952 bis 1962 entstanden sind. Dieser Ausstellung sollen weitere Ausstellungen folgen. Keine von anderen Künstlern, sondern nur solche mit Bildern und Objekten von Karlheinz Flau. Material sei genügend vorhanden. Der Künstler spricht von 20 „Werksegmenten“ und rund 800 Einzelexponaten.

Holzentwurf eines futuristischen Autos von Karlheinz Flau.

Karlheinz Flau, gelernter Lithograph und Graphiker, der sich gerne „Gestalter“ nennt, fand über den beruflichen Umweg Stuttgart nach Ottersberg. Hier wurde er Gründer des „Freien Kulturzentrums Ottersberg“ und betrieb neben seiner Profession als Werbetreibender und Designer zehn Jahre lang engagierte „Kulturarbeit auf dem Lande“. Er stellte seine Malerei, seine Graphiken und Druckgraphiken und seine Schichtholzmodelle aus in Stuttgart, Hamburg, Wiesbaden, München, Göttingen, Berlin, Zeven und natürlich in Ottersberg.

Das neue Projekt Atelierhaus-Galerie Am Brink ist für Karlheinz Flau der Versuch, wieder an den ursprünglichen Atelierhaus-Impuls, nämlich Erkenntnis-, Kunst- und soziale Fragen zu bewegen, neu anzuknüpfen. Um diesem Projekt Stabilität zu verleihen, soll ein Trägerkreis, in den sich interessierte Menschen einfügen können, gegründet werden: „Bislang haben fünf Menschen ihre Zusage gegeben“, so Flau.

Im Atelierhaus Am Brink war viele Jahre ein Café eingerichtet, das im Mai schloss. Seitdem standen die Räume leer. Währenddessen legte Karlheinz Flau selber Hand an, reaktivierte altes Mobiliar, besorgte einen nordischen Ofen, der in kalten Monaten wohlige Wärme garantiert, und hielt sich außerdem die Option offen, die alte Tee- und Café-Ecke neuerlich zu nutzen. An Ausstellungsfläche stehen 65 Quadratmeter zur Verfügung.

Ab dem 15. Oktober ist die Atelierhaus-Galerie Am Brink immer samstags von 10 bis 12 Uhr und sonntags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Nach Absprache sind Atelier-Besuche ebenfalls möglich.

häg

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