Stich für Stich selbstgemacht

Nähtreff für geflüchtete Frauen und Einheimische benötigt Maschinen

Jeden Dienstag treffen sich die Frauen unterschiedlicher Nationalität in privaten Räumen an der Langen Straße, um dort kreativ tätig zu sein und Textilien für sich, die Familie oder Freunde herzustellen.

Ottersberg - Jeden Dienstag gibt es in privaten Räumen an der Langen Straße in Ottersberg einen Nähtreff für geflüchtete Frauen.

Die Flüchtlingskoordinatorinnen des Fleckens, Katharina Connellan und Nele Peek, freuen sich über diese Initiative, die von Susanne Wegner ins Leben gerufen wurde.

Fröhliches Miteinander trotz der Sprachbarriere

In entspannter Atmosphäre wird seit vier Wochen jeweils von 18 bis 20 Uhr fleißig genäht. Die Frauen, die aus Afghanistan, dem Irak, der Elfenbeinküste, Syrien oder Deutschland kommen, haben Freude an der kreativen Tätigkeit und dem gemeinsamen Austausch, heißt es in einer Pressemitteilung. Trotz unterschiedlicher Muttersprachen und teilweise geringer Deutschkenntnisse geht es den Angaben zufolge dort fröhlich zu und es entstehen nette Gespräche.

Nofa hat, wie sie erzählt, bereits im Irak Kleider für die Frauen ihres Dorfes genäht. Sie kann gut mit der Nähmaschine umgehen. Sie gibt anderen Frauen bei Bedarf Hilfestellung, aber einige gehen die Sache einfach selbst an und kommen so auch zu Erfolgserlebnissen. Stich für Stich entstehen Schürzen, Handtücher, Topflappen oder einfache Kleidungsstücke. Die Frauen nähen die Sachen für sich selbst, für ihre Familien und für ihre Freunde und Bekannte.

Wer kann Nähmaschinen reparieren?

Ein kleines Problem gibt es jedoch. „Alle Frauen möchten gerne mit der Nähmaschine arbeiten, es sind aber nur drei funktionsfähig. Weil es aber sieben Frauen sind, muss immer geteilt werden“, berichtet Katharina Connellan. Aus diesem Grund möchte sie einen kleinen Aufruf starten. Wer die vorhandenen, defekten Nähmaschinen ehrenamtlich reparieren oder eine funktionstüchtige Nähmaschine abgeben will, kann sich gerne an die Flüchtlingskoordinatorinnen wenden, Telefon 04205/ 317038, E-Mail: flueko@flecken-ottersberg.de. Oder direkt an Susanne Wegner, Telefon 04205/315967.

Willkommen sind auch weitere Interessierte – egal ob Alt- und Neubürgerinnen oder auch -bürger – mit Kenntnissen im Nähen, die die „Handarbeiterinnen“ unterstützen möchten. Außerdem würden sich die Frauen über Stoffe und Schnittmuster freuen.

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