Großer Andrang auf dem Parzival-Hof 

Der Mühlentag in Quelkhorn als Volksfest mit Eisbar

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Unterhalb der Quelkhorner Mühle genossen die Besucher das üppige Grün und zwischendurch den Schatten.

Quelkhorn - Korn wird in der Quelkhorner Windmühle schon lange nicht mehr gemahlen. Vor knapp 100 Jahren war damit Schluss. Ein landschaftsprägendes Bauwerk ist der 1880 errichtete Erdholländer aber noch immer: Durch ihre exponierte Lage ist die 1988 unter Denkmalschutz gestellte Windmühle das weithin sichtbare Wahrzeichen Quelkhorns, liebevoll restauriert und in Schuss gehalten von Freunden und Förderern des Parzival-Hofs, der Lebensgemeinschaft der Stiftung Leben und Arbeiten am Fuße der Mühle.

Beim Deutschen Mühlentag am Pfingstmontag waren die Quelkhorner Windmühle, die dem Parzival-Hof als Gemeinschaftsraum bei unterschiedlichsten Anlässen dient, und das schöne umgebende Gelände einmal mehr Anziehungspunkt für ungezählte Besucher. Wie immer am Mühlentag strömten Menschenmassen auf den Queklkhorner Berg, um ein kunterbuntes Fest mit einem breitgefächerten Programm rund um die Mühle zu erleben. Auf einem hübschen Flohmarkt in der Mühle gab es allerhand nützliche Dinge zu erhandeln. Spiele, Kuchenteller und der eine oder andere silberne Löffel wechselten dabei den Besitzer. Über eine Stiege konnten Interessierte die oberen Räume der Mühle erklimmen, um von dort einen Blick bis weit ins Teufelsmoor zu genießen.

Die Mitarbeiter des Parzival-Hofs hatten unterhalb der Mühle einen großen Info-Stand aufgebaut und Einrichtungsleiter Stefan Bachmann freute sich, dass sehr viele Gäste das Gespräch suchten, um die verschiedensten Abteilungen und Bereiche des Hofs und seiner Lebens- und Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit und ohne Behinderung kennenzulernen.

Im Grünen waren Stände aufgebaut, an denen es Bratwurst, Kuchen und andere Leckereien gab. An einer Eisbar würden großzügig bemessene Portionen in Waffeln gefüllt, die dann in der Sonne sitzend nicht nur von Kindern genüsslich aufgeschleckt wurden.

Kleine Live-Konzerte im Grünen verliehen dem Mühlenfest in Quelkhorn sommerliches Flair.

Herzlich willkommen waren Besucher auch in der Weberei, wo die diversen Produkte vorgestellt wurden. Feine Tischwäsche, robuste Geschirrhandtücher und andere nützliche Dinge für den Haushalt gab es nicht nur zum Ansehen, sondern auch zum Kaufen. Wie schon in den vergangenen Jahren war der Second-Hand-Markt mit hochwertiger gespendeter Garderobe der absolute Renner. „Ich habe mich sofort in dieses schicke Sommerkleid verliebt. Es passt wie angegossen“, freute sich eine Besucherin über ein Schnäppchen mit Blumendruck.

Sehr großen Zulauf hatte die Gärtnerei des Parzival-Hofs, die mit selbstgezogenen Pflanzen vertreten war. Gärtnerin Annika hatte alle Hände voll zu tun, um Tomaten-, Auberginen-, Paprika- und Blühpflanzen einzupacken und gab den Kunden gerne den einen oder anderen Pflegetipp mit auf den Weg. Erstmalig waren in Gehegen Tiere dabei: Eine Glucke führte stolz ihre Küken spazieren, eine Entenmutter hatte ihre Kleinen dabei und ein überdimensionaler Hahn war samt Henne vertreten.

David Hodgkinson, gebürtiger Engländer und leidenschaftlicher Musiker in verschiedenen Ensembles wie „Cladatje“, gab mit Mitgliedern des Parzival-Hof-Orchesters kleine Live-Konzerte unter Bäumen, die dem sonnenverwöhnten Mühlentag wie auch andere Open-Air-Kulturbeiträge Leichtigkeit und Heiterkeit verliehen.

kr

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