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Hamburger Straße mit Fußweg und Fahrradstreifen

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Beim Neubau der Hamburger Straße soll die Fahrbahn verbreitert und ein Fußweg angelegt werden.
Beim Neubau der Hamburger Straße soll die Fahrbahn verbreitert und ein Fußweg angelegt werden. © Woelki

Ottersberg – Durch das große Neubaugebiet Hamberger Weiden, das mittlerweile in drei Abschnitten erschlossen ist, hat sich das Verkehrsaufkommen auf der Hamburger Straße stark erhöht. Dafür ist diese innerörtliche Verbindungsstrecke zwischen Großer Straße und den Wohngebieten weder ausgelegt noch beschaffen. Daher plant die Gemeinde Ottersberg den Neubau der Hamburger Straße, die unter anderem auf 5,50 Meter verbreitert werden und zudem markierte Fahrradstreifen sowie einen Fußweg erhalten soll. Möglichst noch in diesem Jahr sollen die Bauarbeiten starten.

Vorgestellt wurden die Pläne kürzlich in der Sitzung des Ottersberger Ortsrates. Mit kleinen Änderungswünschen stimmte die politische Ortsvertretung dem Vorhaben zu.

500. 000 Euro hat die Verwaltung für den Straßenneubau in den Haushaltsjahren 2022 und 2023 eingeplant. Das wird voraussichtlich jedoch nicht ausreichen. Rainer Hinrichs vom Bauamt der Gemeinde rechnet mit geschätzten Kosten von 600. 000 Euro – Tendenz eher steigend. Dass sie mit Anliegerbeiträgen an der Finanzierung beteiligt werden, müssen die Anrainer nicht befürchten: „Da es sich um einen Neubau der Straße handelt, entstehen den Anliegern keine Kosten“, betonte Ortsbürgermeister André Herzog (SPD). Verwaltungschef Tim Willy Weber bestätigte das und entkräftete etwaige Sorgen von Grundstückseigentümern an der Hamburger Straße, die die Planvorstellung im Rathaussaal interessiert verfolgten.

Rainer Hinrichs erläuterte den Ortspolitikern und Zuhörern die Details. Die Fahrbahn soll in Asphaltbauweise auf einer Breite von 5,50 Metern ausgebaut werden, sodass künftig der Begegnungsverkehr von Autos möglich ist. Auf der – von der Großen Straße aus gesehen – rechten Seite ist ein zwei Meter breiter Gehweg in Pflasterbauweise vorgesehen.

Auf dieser Seite soll auch ein 1,50 Meter breiter Fahrradstreifen durch eine gestrichelte Markierung ausgewiesen werden. Holzpoller sollen zudem der Verkehrsberuhigung dienen. Der Ortsrat wünschte sich jetzt einen solchen Fahrradstreifen auf beiden Seiten der Fahrbahn – diese Möglichkeit will Hinrichs nun in die weitere Planung mit aufnehmen.

Zwischen Fahrbahn und Gehweg ist laut Hinrichs eine etwa 2,50 Meter breite Mulde vorgesehen, die das Oberflächenwasser aufnehmen soll.

Wermutstropfen der Planung: Für das Bauvorhaben müssen Bäume am Straßenrand gefällt werden.

Damit Autofahrer die Fußgänger und Radfahrer aus dem Alten Weg besser sehen können, „wird die Fahrbahn bis an die jetzige Gehwegkante vorgezogen“, so Hinrichs weiter. Danach folge eine „Auffahrschwelle, um den Autoverkehr einzubremsen“. Der Geh- und Radweg des Alten Weges werde um etwa 1,70 Meter verschwenkt, um die Aufmerksamkeit der Fußgänger und Radfahrer zu erhöhen. Die Einmündung zur Großen Straße bleibe unverändert, und die Parkplätze im Bereich des Fachgeschäfts Allermann blieben erhalten, wenn auch künftig etwas anders gestaltet.

Was die Neugestaltung des Knotenpunktes Hamburger Straße/Lübecker Straße/Drift betrifft, so soll Hinrichs zufolge die Fahrbahn der Lübecker Straße zwischen den Einmündungen der Buxtehuder Straße auf sechs Meter verbreitert und außerdem für eine bessere Einsehbarkeit zur Hamburger Straße um etwa zwei Meter verschwenkt werden. Im Bereich dieses Knotenpunktes sollen zudem Gehwege angelegt werden.

„Ich denke, dass wir eine konstruktive Lösung gefunden haben, um die Verkehrssicherheit für Radfahrer und Fußgänger zu erhöhen“, fasste Ortsbürgermeister André Herzog den Tenor des positiv gestimmten Ortsrates zusammen.

Von Tobias Woelki

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