Mehr Ladestationen – größere Reichweite

Ottersberger Autohändler sieht steigende Nachfrage nach Elektroautos

Autohändler André Wolf vor einer Schnellladestation.
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Autohändler André Wolf vor einer Schnellladestation.

Ottersberg – Die E-Mobilität kommt allmählich in Fahrt. Die Nachfrage nach Autos mit Elektroantrieb wächst. Das bestätigt der Ottersberger Autohändler André Wolf, der vermehrt E-Autos im Programm hat. Wolf: „Viele Autobauer bieten E-Modelle an.“

Immerhin fördert die Bundesregierung den Erwerb von E-Autos mit staatlichen Kaufprämien, da die Fahrzeuge für die Bundesregierung und ihr Klimaschutzprogramm eine große Rolle spielen. Für reine E-Autos sind Prämien von mehr als 9 000 Euro möglich. Der staatliche Anteil liegt bei 6 000 Euro, die Hersteller geben mehr als 3 000 Euro. „Das wird sich im kommenden Jahr ändern, weil der Bund statt 6 000 Euro dann 3 000 Euro als Zuschuss gewährt“, sagt André Wolf und registriert „eine Zunahme der Anfragen wegen E-Autos, weil die Kaufinteressierten den staatlichen Zuschuss dieses Jahr mitnehmen wollen“.

Doch wo mehr elektrische Autos über die Straßen fahren, braucht es auch Ladestationen. Mit einem Förderprogramm will die Bundesregierung die Infrastruktur von Stromtankstellen weiter ausbauen. „Da der Staat Kaufanreize anbietet, ist die Anschaffung eines E-Autos attraktiv“, erklärt André Wolf und bemerkt: „Bei den Kaufwilligen hat ein Umdenken stattgefunden. Doch viele fragen auch, wo steht die nächste Ladesäule, wie lange dauert das Aufladen und wie kann ich bezahlen? Dabei ist die Ladezeit von vielen Faktoren abhängig. Als Kunde muss man sich mit diesen Themen auseinandersetzen.“

Besonders das Schnellladen ist für die Langstreckentauglichkeit entscheidend. Die Bundesregierung hat dazu im Februar einen Gesetzesentwurf verabschiedet, um bis 2023 ein öffentliches Netz mit 1 000 Schnelllade-Hubs aufzubauen. Das Bundesverkehrsministerium will den Ausbau der lokalen Ladestationen mit einem Förderprogramm unterstützen. Seit Ende November vergangenen Jahres fördert der Bund die Installation von privaten Ladesäulen an Wohngebäuden. „Das Aufladen auf 80 Prozent des Ladezustandes dauert beim Schnellladen eine halbe Stunde. Natürlich geht auch ein Aufladen der Batterie über eine Haussteckdose. Doch das dauert dann 30 Stunden“, erklärt Wolf.

Der eine oder andere hat sich bereits zu Hause eine Schnellladesäule hingestellt, wie auch das Ottersberger Autohaus. „Die Kilometer-Reichweite ist inzwischen größer geworden“, so Wolf. Je nach Fahrweise und Ausstattung des Fahrzeugs würden Besitzer eines Elektroautos nun mit einem Ladevorgang bis zu 300 Kilometer weit kommen. „Persönlich denke ich, dass ein Elektroauto für einen Pendler gut geeignet ist, der morgens zur Arbeit fährt, sein Auto an die Steckdose anschließt und am Nachmittag wieder nach Hause fährt.“ Ladepunkte sind im Landkreis Verden über das Kreisgebiet verteilt. Ladesäulen stehen etwa im Flecken Ottersberg, in Fischerhude und in Posthausen sowie in Oyten, Langwedel, Achim und Verden. Wer darüber nachdenkt, zu Hause eine Ladestation aufzubauen, kann einen Investitionszuschuss bei der KfW-Bank beantragen.

Mehr Infos im Internet

www.kfw.de (unter dem Stichwort „Ladestationen für Elektroautos“)

Von Tobias Woelki

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