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Medikamente für Uniklinik in Ivano-Frankivsk

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Von: Petra Holthusen

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Gemälde von Ilona Kümmel, Künstlerin aus Wilhelmshaven
Ilona Kümmel, Künstlerin aus Wilhelmshaven, hat ihr Gemälde von ukrainischen Schutzsuchenden der Ottersberger Initiative We Care Otter als Profilbild zur Verfügung gestellt. © privat

Ottersberg – Einen Hilfstransport, der die Universitätsklinik in Ivano-Frankivsk in der Westukraine mit Medikamenten, Verbandsmaterial und medizinischen Hilfsmitteln versorgen soll, bereitet der Ottersberger Arzt Torsten Kuper zusammen mit Nadja und Christoph Heitmann von der Firma Benas vor. In Ivano-Frankivsk arbeiten sie – wie schon beim ersten Ottersberger Hilfsgütertransport Anfang März – mit dem Arzt Dr. Michael Pustovoyt zusammen. Kuper bestellt derzeit in Absprache mit seinem ukrainischen Kollegen Pustovoyt und in Kooperation mit hiesigen Apotheken die benötigten Medikamente und Hilfsmittel, die über Geldspenden finanziert werden. „Dafür haben wir bereits 45 000 Euro zusammen“, berichtet der Ottersberger Mediziner. Weitere Geldspenden seien hilfreich und willkommen.

Für die Versorgung von kranken, verletzten und traumatisierten Menschen im Kriegsgebiet würden ganz dringend Schmerzmittel, Antibiotika, Infusionen, Verbände sowie Psychopharmaka gebraucht, schildert Kuper. Medikamente und Verbandsmaterial seien für die Krankenhäuser in der Ukraine so gut wie nicht mehr verfügbar. Sobald die in Auftrag gegebenen Großbestellungen an Medikamenten in den nächsten Tagen in Ottersberg eingetroffen und verladen sind, soll sich der Lkw Ende der Woche auf den Weg nach Ivano-Frankivsk machen.

„Helft uns nochmal zu helfen“, haben Nadja und Christoph Heitmann ihre Bitte um Geldspenden für den Medikamententransport überschrieben. Für finanzielle Zuwendungen haben sie drei Spendenkonten eingerichtet. „Jeder gespendete Euro wird direkt in Medikamente umgewandelt“, betonen Heitmanns. Die Kosten für Transport, Personal und Administration tragen ihre Firma Benas und Torsten Kuper selber.

Die nach ihrer Erfahrung der vergangenen Wochen überwältigende Spenden- und Hilfsbereitschaft hält unverändert an. Um die Angebote zu koordinieren und zu kanalisieren, haben Torsten Kuper, seine Tochter Marie und die Familie Heitmann im Internet eine Website eingerichtet, die unter der Adresse www.wecareotter.de gestern online gegangen ist. „We Care Otter“ bringt Schutzsuchende in Ottersberg und Umgebung in Familien unter, versorgt die geflüchteten Menschen mit Sachspenden, organisiert Dolmetscher, sorgt für eine medizinische Versorgung und stellt Kontakt mit den Behörden her.

Infos online

www.wecareotter.de

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