Otterstedter Luftfahrtfotograf Dietmar Plath eröffnet Ausstellung in Hamburg

Der Mann, der so gerne abhebt

„Up and Away“: Mit dem Schnitt durchs Schleifenband eröffnete der Otterstedter Luftfahrtfotograf Dietmar Plath am Donnerstagabend in Hamburg seine Open-Air-Ausstellung, flankiert von Laudator Hartmut Mehdorn (re.), dem Hamburger Airbus-Chef Dr. Georg Mecke (li.) und Dr. Claudia Weise vom Management des Überseequartiers. Sein Foto von der imposanten Echse vor dem ecuadorianischen Flieger auf den Galapagos-Inseln ist übrigens Plaths persönliches Lieblingsmotiv.

Otterstedt/Hamburg - Die Open-Art-Freiluftgalerie auf dem Überseeboulevard in der Hamburger Hafencity ist seit Donnerstagabend Schauplatz der Ausstellung „Up and Away“ des Otterstedter Luftfahrtfotografen Dietmar Plath. 48 spektakuläre Aufnahmen im XXL-Format zeigen Airbus-Passagierflugzeuge, die Plath in einer sehenswerten Symbiose von Natur, Kultur und Technik an paradiesischen Orten in aller Welt fotografiert hat, mal auf dem Land, mal in der Luft.

200 Gäste gaben Plath zur Eröffnung seiner Ausstellung („für mich ein berufliches und persönliches Hightlight“) die Ehre. Besonders freute sich der 62-Jährige über eine 20-köpfige Delegation aus Otterstedt, darunter auch Bürgermeister Horst Hofmann, und über seinen Laudator: den prominenten früheren Industriemanager Hartmut Mehdorn, mit dem Plath seit Jahrzehnten – seit ihrer gemeinsamen Zeit bei Airbus in Bremen – eine Freundschaft verbindet.

Fototermin für Familie Plath auf dem Überseeboulevard.

Zu den Festrednern gehörte auch Dr. Georg Mecke, Standortleiter von Airbus in Hamburg. Zum Schauplatz Überseequartier sagte er: „Hier hat man das Gefühl, mit der Welt verbunden zu sein. Gleich um die Ecke starten Schiffe zu ihren Fahrten rund um den Globus. Andere bringen Güter und Passagiere von überall nach Hamburg. Nur wenige Kilometer elbabwärts, bei Airbus auf Finkenwerder, werden Flugzeuge gebaut, die in alle Welt ausgeliefert werden. Welcher Ort könnte also geeigneter sein, den Luftfahrtfotografen und -journalisten Dietmar Plath zu präsentieren?“ Er toure seit über 20 Jahren durch die Welt, habe 130 Länder bereist und sich mit seiner Fotokunst der Luftfahrt verschrieben. „Herr Plath, Sie sind ein Mann, der gern abhebt“, schmunzelte Mecke. Das signalisiere schon der Titel der Ausstellung: „Up and Away“ – „Auf und davon“. „Die Fotos, die Dietmar Plath von seinen Reisen mitbringt“, so der Hamburger Airbus-Chef, „wecken Fernweh und die Sehnsucht nach dem Fliegen.“

„Heute ist Fliegen für viele eine Selbstverständlichkeit“, stellte Mecke fest, „man fliegt mal eben ans andere Ende der Welt und denkt sich nicht viel dabei. Umso beeindruckender, dass Dietmar Plath mit seinen Flugzeugbildern, allein durch die Wahl der Schauplätze und Perspektiven, einen Rest vom Abenteuer des Fliegens bewahrt. Seine Fotos sind intensiv, originell und gelegentlich sicher auch exotisch.“ Der Airbus-Vertreter dankte Plath für seine „Leidenschaft und Begeisterung für Flugzeuge“ und wünschte ihm für seine Ausstellung „viele begeisterte Besucher“. Von diesen erwarten die Veranstalter übrigens 250 000 bis November.

Sehr persönliche Worte fand Hartmut Mehdorn für seinen Freund: „Enthusiasmus für die Luftfahrt ist ohne Fernweh nicht denkbar. In den vergangenen dreißig Jahren war Dietmar zusammengerechnet mindestens acht Jahre unterwegs. Und von all seinen Reisen hat er uns etwas mitgebracht: Fotos von höchster Professionalität, aus ungewöhnlichen Perspektiven, stets in Top-Qualität. Es sind einzigartige Aufnahmen, die ihm den Ruf eingebracht haben, einer der international besten Luftfahrtfotografen zu sein, wenn nicht gar der beste.“ Dafür habe man Dietmar Plath auch schon mal bäuchlings auf der Startbahn liegen sehen: „Die beste Perspektive für das Flugzeug – darauf kam es ihm immer an. Dazu hängte er sich halb aus dem Begleitflugzeug, wartete in glühender Hitze auf den richtigen Moment und ignorierte die Nachbarschaft giftiger Insekten. Dietmar Plath würde auch ein Flugzeug hochkant stellen lassen, wenn es dem Motiv dient, hat einmal eine Airbus-Kollegin behauptet.“

Begeistert berichtete Mehdorn von seiner eigenen Plath-Bibliothek aus 30 Fotobüchern: „Da begegnet der Leser dem König von Tonga, der ebenso luftfahrtbegeistert ist wie der Mann, der ihn fotografierte, man trifft Papst Johannes Paul II. auf seiner Reise nach Angola oder auch Neill Armstrong, der als Astronaut in noch größere Höhen aufstieg. Man reist mit auf die Osterinseln, nach Bhutan oder nach Lhasa, in die Antarktis und in die Tropen, nach China zu einem der höchsten Flughäfen der Welt, nach Papua Neuguinea und nach Indien...“

Apropos Indien: Dorthin führte Plath seine erste wichtige Reise, die Mehdorn wie einen Abenteuerroman erzählte – Knastaufenthalt und Monsunregen inklusive. Die Bilder gingen anschließend um die Welt und begründeten Plaths Karriere.

pee

Mehr zum Thema:

BVB-Nachwuchs siegt im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern

BVB-Nachwuchs siegt im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern

Nach dem Bundesliga-Aufstieg: Heldt plant das neue 96-Team

Nach dem Bundesliga-Aufstieg: Heldt plant das neue 96-Team

Familientag beim TV-Jubiläum

Familientag beim TV-Jubiläum

Feuerwehr-Wettkämpfe in Rechtern

Feuerwehr-Wettkämpfe in Rechtern

Meistgelesene Artikel

Stadtfeuerwehrtag bietet allerlei Spektakel

Stadtfeuerwehrtag bietet allerlei Spektakel

Thema Gesundheit lockt

Thema Gesundheit lockt

Passanten retten sich in Verdener City mit Sprung vor einem Raser

Passanten retten sich in Verdener City mit Sprung vor einem Raser

Motorradfahrer in Ottersberg schwer verletzt

Motorradfahrer in Ottersberg schwer verletzt

Kommentare