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Projekt „Gesunde Dörfer“

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Von: Andreas Schultz

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Verena Kimpel (l.) und Veronika Czech
Verena Kimpel (l.) und Veronika Czech suchen weitere Lotsen für das Projekt „Gesunde Dörfer“. © Schultz

Ottersberg – Menschen mit gesundheitlichen Problemen scheuen sich eventuell, Hilfe bei Experten zu suchen – oder wissen nicht, wer genau anzusprechen wäre. Dort will die Koordinierungsstelle „Gesunde Dörfer“ helfen und mithilfe von ehrenamtlichen Gesundheitslotsen ein leicht zugängliches Angebot schaffen. Die Auftaktveranstaltung zu dem Projekt der Gesundregion Wümme-Wieste-Niederung, die die Gemeinde Ottersberg mit Nachbarkommen aus dem Landkreis Rotenburg bildet, war aus Sicht der Koordinatorinnen Veronika Czech und Verena Kimpel vielversprechend.

45 Teilnehmer, mögliche Projektpartner und Menschen, die sich für das Ehrenamt des Gesundheitslotsen interessieren, waren dabei. „Das Feedback war groß. Und es zeigt auch den Bedarf, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Vereinsamung vieler Menschen in der Pandemie“, macht Marcel Bonse deutlich. Der Regionalmanager der Gesundregion arbeitet Hand in Hand mit Czech und Kimpel zusammen, die erste Ansprechpartnerinnen sind für alle, die sich vorstellen können, als Gesundheitslotsen zu arbeiten.

Und das können bereits einige: Von den elf Personen, die sich anfänglich interessiert gezeigt hatten, blieben acht im Boot. Damit hat jede der fünf beteiligten Kommunen schon mal mindestens einen potenziellen Lotsen. Es dürfen aber durchaus mehr sein: „Zehn Stellen sind noch frei“, lässt Bonse wissen.

Die Gesundheitslotsen sind in ihren jeweiligen Kommunen Ansprechpartner für alle, wenn es um gesundheitliche Fragen geht. Idealerweise wohnen sie in der Kommune, in der sie ihre Lotsentätigkeit wahrnehmen. Das motiviert auch anders: „Die Lotsen wollen dazu beitragen, ihren Ort lebenswerter, gesünder und attraktiver zu machen. Da macht es schon Sinn, dort auch zu leben“, sagt Czech.

Zu den Aufgaben der Ehrenamtlichen gehört das Netzwerken: das Bündeln wichtiger Kontakte zu Vereinen, Kursanbietern, Pflegestützpunkten, Kliniken und anderen relevanten Ansprechpartnern in Sachen körperliches und seelisches Wohlbefinden. „Wir arbeiten mit einem weiter gefassten Gesundheitsbegriff“, so Bonse. Deswegen werden die Lotsen sich auch um Anbieter bemühen, die gegen Vereinsamung vorgehen und für Teilhabe sorgen, zum Beispiel mit einem Seniorencafé.

Wer die Gesundheitslotsen wegen eines Problems anspricht, soll also die Kontaktdaten zu einem passenden Hilfsangebot bekommen. Die Ehrenamtlichen können bei ihrer Arbeit fest mit der Unterstützung durch Czech und Kimpel rechnen. Unter anderem hält die Koordinierungsstelle bei Bedarf Laptops oder Tablets bereit. Aus ihrer Sicht sind alle als Lotsen geeignet, die gerne anderen helfen und mit Menschen arbeiten. Ab Mai soll es für die Lotsen losgehen. Vorher stehen kostenlose Schulungen an. Die Ausbildung übernimmt die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen.  

Kontakt

Telefon: 04261/9637875 und E-Mail: koordination@gesundedoerfer.de. Infos im Netz: www.gesundedoerfer.de.

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