Literaturbüro etabliert / Barbara von Monkiewitschs Leidenschaft sind Bücher

Lesungen und Exkursionen zu Land und Leuten

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Bücher sind ihre Leidenschaft: Barbara von Monkiewitsch in ihrer Bibliothek.

Quelkhorn - Die neuen Medien haben unser Zeitalter voll im Griff. Dennoch sterben die Menschen, denen ein gebundenes Buch viel bedeutet, nicht aus. Barbara von Monkiewitsch gehört zu diesen Menschen. Sie begeistert sich für Literatur und gibt diese Leidenschaft in ihrem Literaturbüro in Quelkhorn gern an andere weiter.

Die Wahl-Quelkhornerin, die 1945 in Wittenberge geboren wurde und in Ochtrup/Westfalen aufwuchs, ist studierte Architektin. Sie arbeitete lange und gerne mit ihrem Mann zusammen in Schlüchtern/Hessen, ist Mutter von vier Kindern und hat neun Enkel. Als sie mit 63 Jahren aus dem aktiven Berufsleben ausstieg, widmete sie sich der Literatur, gründete das Literaturbüro Hessen mit Sitz in Schlüchtern und bezog in ihre Arbeit Orte ein, an denen Schriftsteller gelebt und gearbeitet haben. Zu kleinen Veranstaltungen, Lesungen und Rezitationen wurden Musiker hinzugezogen – ein Angebot, das Literaturfreunde freudig aufnahmen.

Dass drei ihrer Kinder in der Nähe von Ottersberg leben, veranlasste Barbara von Monkiewitsch, von Schlüchtern in die Quelkhorner Surheide zu ziehen. Die Liebe zur Literatur zog mit um und so wurde ein neues Literaturbüro gegründet. Die unmittelbare Nähe zu Bremen ließ sie den Namen der Hansestadt in ihr Logo aufnehmen. „Eigentlich wollte ich mich mehr auf Bremen beziehen, aber jetzt hat es sich so entwickelt, dass ich mich mehr auf das ländliche Umfeld, also Fischerhude und drumherum beziehe. Es ist sehr spannend, so einen Landstrich für sich zu entdecken“, erklärt Barbara von Monkiewitsch ihre Intention. Und zeigt sich besonders von Fischerhude und seinem künstlerischen Hintergrund nachhaltig beeindruckt. Mit viel Akribie baute sie sich ein neues Netzwerk auf, knüpfte Bekanntschaften, suchte Kontakte zu Künstlern und die Spuren derer, die bereits verstorben sind. Ihr Domizil in der Surheide bietet räumliche Möglichkeiten, einen Literatursalon zu unterhalten. Regelmäßig finden dort gut besuchte Lesungen aus Werken berühmter Dichter statt oder die Gastgeberin begibt sich auf virtuelle Reisen durch die Ateliers zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen, denn nicht nur die Vergangenheit Kunstschaffender ist von Interesse, sondern auch die Gegenwart.

Natürlich lässt Barbara von Monkiewitsch gerne eigene Vorlieben wie etwa die Begeisterung für Lyrik einfließen. Kulturgeschichte und Literatur mit Blick auf die jeweiligen Epochen bringen viele Details ans Licht, die heute vielfach in Vergessenheit geraten sind. Sitzt man im Quelkhorner Salon bei Kerzenschein und einem guten Glas Rotwein, kommt schnell eine heimelige Stimmung auf, die nach dem offiziellen Teil stets in eine angeregte Unterhaltung übergeht.

Neben den Lesungen bietet das Literaturbüro themenbezogene Exkursionen zu interessanten Orten an. Der jüdische Friedhof in Ottersberg oder Ausfahrten zu Mühlen in der Umgebung stehen auf dem Programm. Der Plan für das erste Halbjahr 2016 steht bereits fest. Er beginnt am 5. Februar um 19.30 Uhr in der Surheide 36 im Salon des Literaturbüros mit einer Lesung aus dem Werk Rudolf Alexander Schröders, der engen Kontakt zu Fischerhude unterhielt. Am 5. April, ebenfalls ab 19.30 Uhr an gleicher Stelle, geht es um den Dichter Arno Schmidt. Am 27. Mai ab 19.30 Uhr steht der Dichter Manfred Hausmann im Mittelpunkt der Veranstaltung im Salon des Literaturbüros. Für Veranstaltungen im Salon bedarf es keiner Anmeldung.

Am 11. Juni ist ab 14 Uhr von Fischerhude aus eine Exkursion ins Teufelsmoor auf den Spuren von Moorkolonisator Jürgen Christian Findorff geplant (Anmeldungen unter Telefon 0172-984336).

kr

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