Lastzug legt sich auf Seite, Tanks schlagen leck / 200000 Euro Schaden

Milchsee fließt auf Straße

+
Auf mehr als 100 Metern ergossen sich rund 23500 Liter des Nahrungsmittels über die Straße.

Otterstedt - Die Hauptstraße in Otterstedt wurde am späten Montagabend ein Stück weit zur „Milchstraße“. Ein Tanklastzug mit einer großen Menge an flüssiger Ladung des Nahrungsmittels war verunglückt und auf die Seite gekippt. Von den 25000 Litern Milch an Bord ergossen sich rund 23500 Liter auf langer Strecke über die Fahrbahnen.

Nach Angaben der Polizei war der 26-jährige Lkw-Fahrer in Richtung Eckstever unterwegs gewesen, als er auf gerader Strecke aus noch ungeklärter Ursache mit dem schweren Fahrzeug samt Anhänger zunächst nach rechts von der Straße abkam. Beim Gegenlenken, informiert Marcus Neumann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Verden/Osterholz, weiter, habe der Fahrer die Kontrolle über den Laster verloren, der anschließend auf die linke Fahrzeugseite kippte.

Durch den Aufprall wurden die Tanks des Gespanns beschädigt. Die darin befindliche Rohmilch floss daraufhin zum Großteil auf die Straße. Von den 25000 Litern konnten bei der Bergung laut Neumann lediglich 1500 Liter abgepumpt werden. Der Rest der Milch versickerte im Erdreich.

Der Fahrer konnte sich den Angaben zufolge selbst unverletzt aus dem Lkw befreien. Die Landesstraße musste rund vier Stunden für die Bergungsarbeiten voll gesperrt werden.

Die Freiwilligen Feuerwehren Otterstedt und Ottersberg, die mit insgesamt knapp 40 Kräften und fünf Fahrzeugen angerückt waren, hatten vergeblich versucht, die leck geschlagenen Tanks abzudichten. „Die Milch ergoss sich auf einer Strecke von 100 bis 150 Metern“, berichtete Otterstedts Ortsbrandmeister Heiko Kruse auf Nachfrage. Ein zweiter Tanklastzug der Firma Nordmilch, in den die Milchmenge aus dem Unfalllaster gepumpt werden sollte, blieb deshalb nahezu „unausgefüllt“.

Die Feuerwehr, die laut Kruse bis 2.30 Uhr an der Unglücksstelle war, übernahm auch das Ausleuchten der Straße und deren grobe Reinigung. Mitarbeiter einer Firma aus Scheeßel beseitigten schließlich mit Spezialmitteln die verschmutzte Strecke. Den entstandenen Sachschaden beziffert die Polizei auf rund 200000 Euro.

mm

Mehr zum Thema:

Wie Jörg Michelson aus Barrien die Welt sieht

Wie Jörg Michelson aus Barrien die Welt sieht

Auf einer Reise Stockholm entdecken

Auf einer Reise Stockholm entdecken

Fußball-Tennis und viel Kopfballspiel: Werder-Training am Donnerstag

Fußball-Tennis und viel Kopfballspiel: Werder-Training am Donnerstag

Warschau will neuen Glanz für Praga

Warschau will neuen Glanz für Praga

Meistgelesene Artikel

Hier kommen Lämmer im Minutentakt zur Welt

Hier kommen Lämmer im Minutentakt zur Welt

Team: „Du warst ein toller Chef“

Team: „Du warst ein toller Chef“

Schwerer Unfall in Bassen: Frau stirbt

Schwerer Unfall in Bassen: Frau stirbt

Wartehäuschenbau unter keinem guten Stern

Wartehäuschenbau unter keinem guten Stern

Kommentare