Landcafé und „Farbenfroh“-Ausstellung locken ins Heimathaus Posthausen

Üppiges zum Ende der Saison

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„Farbenfroh“: Renate Warnke, Frieda Früchtenicht, Margret Mehlhop, Elke Uhlenkamp, Brunhilde Tietz, Heike Delorme, Ute Meyer und Elfriede Mattfeld (v.li.).

Posthausen - Das Heimathaus in Posthausen ist längst nicht nur ein Museum, in dem alte Gegenstände und Gerätschaften der Moorbauern aufbewahrt werden. Im Laufe der Jahre entwickelte sich das Heimathaus mehr und mehr zu einer Begegnungsstätte mit vielfältigen Veranstaltungen, die vor zwei Jahren um ein regelmäßiges Landcafé in der Scheune erweitert wurden.

Von Frühjahr bis Herbst an jedem zweiten Sonntag im Monat ab 14 Uhr lädt Heike Delorme gemeinsam mit einigen Mitstreiterinnen aus dem Heimatverein und dem Landfrauenverein Posthausen im Heimathaus zum Kaffeetrinken, Kuchenschlemmen und Plaudern ein. Durchweg stehen mindestens 20 selbstgebackene Torten zur Auswahl, die inzwischen weit über die Grenzen der Gemeinde hinaus gelobt werden. Darum ist das Scheunencafé während der Sommermonate auch gern angesteuertes Ziel, sogar für Fahrradgruppen und Kremserfahrten.

Am Sonntag, 18. Oktober, steht das Landcafé zum letzten Mal in dieser Saison für seine Besucher offen. Mit kulinarischen Köstlichkeiten verabschieden sich die Organisatorinnen bis zur Wiedereröffnung im Wonnemonat Mai.

Zusätzlich gibt es an diesem Sonntag Farbenpracht und Kunst zu bestaunen, denn auf der Tenne des Heimathauses präsentiert die Malgruppe „Farbenfroh“ eine Auswahl ihrer schönsten Werke in Acryl und Öl.

Die Gruppe existiert seit sechs Jahren und besteht aus Hobbymalerinnen und einer Selbsthilfegruppe. Unter der künstlerischen Obhut von Renate Warnke, die sich bereits als Malerin einen Namen gemacht hat und die seit vielen Jahren Tipps und Kniffe an Wissbegierige weitergibt, malen die Freizeitkünstlerinnen kleine und große Kunstwerke mit völlig unterschiedlichen Motiven. „Mich faszinieren Wolken“, schwärmt Elfriede Mattfeld. Vor zwei Jahren stellte sie ihr Talent zum Malen zunächst in Frage, als sie nach einem schweren Schicksalsschlag zu dieser Gruppe stieß. Inzwischen sprühen ihre Bilder nur so vor Lebensfreude. Frieda Früchtenicht, längst eine Künstlerin von Format, bringt wunderschöne Blumenarrangements auf die Leinwand. „Dabei lasse ich meiner Phantasie freien Lauf, das ist bei Landschaften mit konkreter Natur-Vorlage nicht möglich“, erklärt sie. Brunhilde Tietz und Elke Uhlenkamp bevorzugen das Porträtieren von Vögeln. Die Ideen holen sie sich von Vorlagen und gestalten dann mit Phantasie und ihrer eigenen künstlerischen Handschrift, jedoch detailgetreu die verschiedensten Vogelarten.

„Wenn etwas nicht gefällt, können wir es kurzerhand übermalen“, kommentiert Renate Warnke die Verwandlung eines ihrer eigenen Bilder – und verwandelt mit ein paar Pinselstrichen ausdruckslos geratene Pfirsiche in ein buntes Blütenmeer.

„Malen ist mehr als Farbe auf die Leinwand zu bringen – man sieht die Welt plötzlich mit ganz anderen Augen“, schwärmen, alle Hobbykünstlerinnen von ihrem kreativen und zugleich schöpferischen Hobby und betonen, dass sie beim Malen schon mal für eine Weile die Welt drumherum vergessen können. Besonders in dieser Gruppe sind Zeit und Ruhe wichtige Faktoren, die auch mal in schwierigen Lebensphasen zum Gelingen der Kunstwerke und zur Erholung der Schöpferin beitragen.

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