Land fördert neue Praxis in Ottersberg mit 200000 Euro aus Entwicklungstopf

ZILE-Zuschuss für Ausbau des Gesundheitszentrums

Ottersberg - Als eine der ersten Kommunen in Niedersachsen profitiert Ottersberg vom neuen Landesprogramm ZILE (Zuwendungen zur Förderung der Integrierten Ländlichen Entwicklung). Im Flecken soll in Kürze vom Amt für regionale Landesentwicklung ein Förderbescheid über 200000 Euro eintrudeln.

Das teilte gestern die hiesige SPD-Bundestagsabgeordnete Christina Jantz nach ihren neuesten Informationen aus der Landesregierung mit. Mit dem Programm ZILE wird im ländlichen Raum unter anderem die Dorferneuerung gefördert. In Ottersberg soll ein Gesundheitsprojekt mit einer finanziellen Förderung in Höhe von 200000 Euro bedacht werden: die Erweiterung des Gesundheitskompetenzzentrums, das als Leuchtturm- und Leitprojekt der GesundRegion Wümme-Wieste-Niederung bereits mit erheblichen öffentlichen Zuwendungen gebaut und 2014 eröffnet worden war.

Mit der baulichen Erweiterung des Ärzte- und Therapeutenhauses um eine weitere Praxis zieht die Eigentümergemeinschaft des Gesundheitskompetenzzentrums die Option eines zweiten Bauabschnitts, der seinerzeit im Bebauungsplan schon mit einkalkuliert worden war. Der neue Trakt für geschätzte 600000 Euro Baukosten soll im gleichen Baustil wie das bestehende Gebäude nächstes Jahr errichtet werden und eine große Krankengymnastik- und Physiotherapiepraxis beherbergen.

Dass die Erweiterung des Gesundheitszentrums von der ZILE-Förderung profitieren soll, freute gestern auch Ottersbergs Bürgermeister Horst Hofmann. Bauherr und Antragsteller ist zwar die neue Praxis, aber die Gemeinde hatte im Zuge der Bewerbung um eine öffentliche finanzielle Förderung eine positive Stellungnahme zu dem Vorhaben abgegeben, das eine weitere Attraktivierung der medizinisch-therapeutischen Versorgung im ländlichen Raum verspricht. Eine neue physiotherapeutische Praxis mit drei Beschäftigten sei „super für Ottersberg“, so Hofmann, vor allem vor dem Hintergrund, dass zuletzt eine Praxis dieser Größenordnung am Alten Weg geschlossen habe und Patienten aus dem Ort nun lange Wartezeiten bis zu ihrer Behandlung in Kauf nehmen müssten.

pee

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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