Kulturverein Kucuk startet in Saison

Frische Klänge fürs Frühjahr

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Ginkgoa mixen Chanson mit Pop und Elektro-Swing. Das Quintett (hier: Sängerin Nicolle Rochelle und Gitarrist Antoine Chatenet) stammt aus Paris und New York.

Ottersberg - Eine erfolgreiche Theaterproduktion, eine „Best-Of“-Lesung und tanzbare Live-Musik von Elektro-Swing bis Latin Rock – auch im zwölften Jahr seines Bestehens hat der rührige Ottersberger Kunst- und Kulturverein Kukuc wieder ein unterhaltsames Winter- und Frühjahrsprogramm auf die Beine gestellt.

Zum Auftakt steht am Sonnabend, 30. Januar, ein heiterer Abend mit dem Autor und „Kukuc-Hausdichter“ Gerd Geiser auf dem Programm. Geiser hat sich der komischen Lyrik und skurrilen Prosa verschrieben. Seit Jahren ist er ein gern gesehener Gast auf den Kleinkunstbühnen der Region. In seinen ernst-makabren und entspannend komischen Episoden drückt sich die Absurdität des Alltäglichen aus. Er wurde mehrfach ausgezeichnet. Mit dabei ist diesmal der Saxophonist Rainer Frerich-Sagurna. Sein „Best Of“ unter dem Titel „Das Letzte kommt zum Schluss“ beginnt um 20 Uhr im Festsaal der Waldorfschule Ottersberg. Der Hut geht rum.

Am 27. Februar ist das Theaterstück „Die Reise nach Jerusalem“ zu sehen. „Es wurde nach erfolgreichen Aufführungen in Rotenburg und Verden wiederaufgelegt“, sagt Gerd Geiser. Ein Theaterabend, der unter die Haut geht. Zu erwarten ist ein packendes Stück über die traumatischen Auswirkungen des Krieges nicht nur auf die betroffene sondern auch auf die nachfolgende Generation. Die ausverkauften Verdener Aufführungen im Sommer des vergangenen Jahres ernteten viel Lob. Los geht es um 20 Uhr in der Schützenhalle Kreuzbuchen/ Ottersberg.

Ein Highlight ist das Tanzkonzert der fünfköpfigen Band Ginkgoa mit der Power-Frontfrau Nicolle Rochelle am Sonntag, 20. März, ab 20 Uhr in der Schützenhalle. Ginkgoa haben bisher mehr als 200 Konzerte in Europa, den USA und China gegeben. Ihr Repertoire besteht aus einer farbenfrohen Mischung aus Chansons mit amerikanischen Vibes und amerikanischen Songs mit französischem Touch. Chanson-Pop-Elektro-Swing: „Ein absolutes Erlebnis der Extraklasse“, verspricht Gerd Geiser.

Zustande gekommen ist der Kontakt zu dieser Band über den Manager von Ma Valise, die mit bisher acht Auftritten gern gesehene Gäste bei Kucuk-Konzerten sind. „Der hat uns dann gleich zwei weitere Bands empfohlen“, erzählt Geiser.

Im Mai erwartet die Konzertbesucher daher ein weiterer Glanzpunkt: Dann besucht die Gruppe „La Cuneta Son Machín“ den Kreuzbuchen. Die Sieben-Mann-Band aus Nicaragua spielt eine Mischung aus Latin, Son Cubano und Cumbia. 2015 wurde die international erfolgreiche Formation den Musikpreis Grammy in der Kategorie „Best Latin Rock, Urban or Alternative Album” nominiert. Das Publikum kann sich also auf einen besonderen Hörgenuss freuen, bei dem auch die Füße keine Sekunde still stehen werden. Das genaue Datum für dieses Konzert steht noch nicht fest.

Am 30. April tanzen der Kukuc und seine Gäste in den Mai. Einheizen wird in der Schützenhalle Kreuzbuchen die Berliner Band „The Love Gloves“. Sie mischt den Delta Blues der 1920er- und 30er-Jahre mit dem Rhythm‘n‘Blues und dem Rockabilly Sound der 50er-Jahre. Beginn ist um 20 Uhr.

Unterdessen ist der Kulturverein weiter auf der Suche nach einer langfristigen Bleibe, der sich für die Konzertveranstaltungen eignet. „Einen optimalen Raum hat Kucuk nicht“, sagt Vorstandsmitglied Gerd Geiser – auch wenn er sich dankbar zeigt, die Schützenhalle im Kreuzbuchen nutzen zu dürfen.

Die Pläne, das ehemalige Kortlang-Gebäude zu übernehmen, ließen sich aus finanziellen Gründen nicht realisieren (wir berichteten). Der Vorstand hofft jetzt noch, auf dem Dach eventuell eine „Kulturetage“ einrichten zu können. Denn ganz oben plane der Investor keine Büroräume. Einen Pferdefuß hat die Sache: „Der Fahrstuhl geht nicht bis nach oben. Also wären Umbauarbeiten nötig, um das Ganze barrierefrei zu machen“, so Geiser.

Auch die Nutzung des Anbaus beim Hallenbad sei nicht optimal, da der Raum für Konzerte zu niedrig ist. Zurzeit ist aber noch eine dritte Option im Gespräch: ein Neubau im Gewerbegebiet hinter der Schmiedestraße, das gerade erschlossen wird. Ein Investor sei bereits gefunden. Konkrete Pläne liegen aber noch nicht vor.

ldu

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