KuKuC-Kleinkunstabend „Bühne frei“ reißt Publikum von den Stühlen / Pläne vorgestellt

Von Drönbüddels bis Rentner-Bravo

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Werner Winkel sang satirisch von den drängenden Fragen im Alter von 50+.

Ottersberg - „Am Anfang, als das KuKuC die ersten Veranstaltungen hier startete, fand ich es ganz schrecklich. Aber inzwischen hat die Schützenhalle Kreuzbuchen sich einen Kultstatus erobert. Die Pokale in den Vitrinen, die Schützenscheiben, das Gestühl und die Bühne – es ist einfach schräg und passt fantastisch zum Image des KuKuC. Es ist jetzt immer eine Stimmung hier – das glaubt man gar nicht!“ Eva Spilker, Puppenspielerin aus Schanzendorf und sowohl auf der Bühne als auch hinter dem Tresen im Einsatz, zeigte sich am Samstagabend begeistert von der jüngsten Ausgabe des KuKuC-Kleinkunstabends „Bühne frei“.

Eva Spilker selbst begeisterte das zahlreiche Publikum mit einer Aufführung, für die sie eine Bockwurst und eine Weißwurst zu Bühnenstars werden ließ. Neben verschiedenen anderen Alleinunterhaltern sowie den „Drönbüddels“ Wolfgang und Roland Röpnack aus dem nassen Dreieck zwischen Hamburg und Bremen, die „Nordmucke“ vom Feinsten zum Besten gaben, stand „Smoky Mojo“ auf der Bühne. Die Band aus Zeven rockte die Schützenhalle mit Country-Songs, die jeder amerikanischen Kneipe in Nashville Ehre gemacht hätten. Markige Stimmen zu Gitarre und Banjo sangen von Liebe, Einsamkeit, Ehre, Pflicht und Frust und überzeugten nicht zuletzt durch eine tolle Bühnenpräsenz.

Bei Stargast Werner Winkel aus Narthauen ging es ganz anders zur Sache. Der Liedermacher hatte zwar seine neue CD für Erwachsene im Gepäck, widmete aber seinen künstlerischen Beitrag des Abends einem noch unveröffentlichten Thema. „Kennt ihr die Rentner-Bravo? Ich habe die neueste Ausgabe quasi immer bei mir, um in Gesundheitsfragen nachschlagen zu können. Es ist die Apotheken-Umschau. Ich – und ihr ja auch, wenn ich hier so in die Runde schaue – komme langsam in ein Alter, da sind Fragen nach Blutdruck, Glatzenbildung, Potenz und Arthrose dringlicher als Lifestyle, Kneipe und Party“, unkte Werner Winkel und traf mit dieser satirisch-liebevollen Betrachtungsweise des Alters von 50plus genau den humoristischen Geschmack des Publikums. Er hatte zu diesem Thema einen Song gemacht, der so witzig war, dass das Publikum sich die Seiten vor Lachen hielt und viele ihm zunickten: „Genauso ist es!“

„Smoky Mojo“ aus Zeven servierte Country-Rock.

Schließlich ergriff Moderator und KuKuC-Macher Jan Jaap Roosing das Wort zum Thema „Kulturzentrum Ottersberg“. In dem ehemaligen Kortlang-Gebäude neben dem Rewe-Markt plant eine Initiativgruppe bekanntlich ein Kulturzentrum für vielfältige Nutzung. Mit einer 3D-Präsentation zeigte Roosing dem Publikum, was für Potenzial in dem bisher als Schandfleck wahrgenommenen Bau steckt. Es sei auf drei Ebenen samt ausladender Dachterrasse Platz genug für Ateliers, einen Saal, Räume für Praxen und Studios, und auch Gastronomie könne einziehen. Das Herzstück des Umgestaltungskonzepts, ein geräumiger Saal, könne die neue Heimat des KuKuC werden, stehe aber auch anderen Nutzern offen. Galerie, Artothek, Volkshochschule, Seminarräume..., vieles sei möglich, schilderte Roosing. Modelle und Ideen zur Finanzierung und zur Gründung eines Trägervereins, um das Kulturzentrum zu realisieren, sollen in einem öffentlichen Workshop vorgestellt und diskutiert werden. Dazu sind alle Interessierten am Dienstag, 16. Juni, um 19 Uhr in den Rathaussaal eingeladen.

kr

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