Studiengänge für künftige Sozialarbeiter und Tanzpädagogen sowie Führungskräfte

Künstlerisch basierte Antworten auf soziale Fragen dieser Zeit

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ottersberg - Die Hochschule für Künste im Sozialen (HKS) in Ottersberg, europaweit eine der größten Ausbildungsstätten der Kunsttherapie, stellt sich für die Zukunft auf. Für die Hochschulentwicklung und damit für die Standortqualitätsentwicklung und -sicherung führt die HKS zum Wintersemester 2018/19 neben den bestehenden Sparten Kunsttherapie, Theaterpädagogik und Freie Bildende Kunst zusätzliche Studiengänge ein. Viel Geld und Manpower investierte die Hochschule in die Akkreditierung der neuen Studiengänge Soziale Arbeit (Bachelor), Artful Leadership (Master) und den neu gebildeten Schwerpunkt Tanz im Studiengang Tanz und Theater im Sozialen (Bachelor).

Die Vorstellung des ausgebauten Studienangebots, das neue Zielgruppen und Berufsfelder erschließen soll, stand im Mittelpunkt des jüngsten Tages der offenen Tür an der HKS, deren Absolvent/innen in Kliniken und medizinischen Nachsorgeeinrichtungen, in der Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe, in der Suchtkranken- und Straffälligenhilfe, in heilpädagogischen Institutionen, in Bildungsstätten, Schulen, in soziokulturellen Projekten, in Theatern und als freie Künstler/innen und Kunsttherapeut/innen arbeiten.

Hochschulleiter Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke.

Mit dem neuen Studiengang Soziale Arbeit reagiert die Hochschule auf gesellschaftliche Herausforderungen. Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter werden gebraucht, wenn Teilhabe und Lebensgestaltung nur schwer möglich sind, wenn der Anschluss an eine globalisierte Welt mit ihrem Anspruch an Inklusion und Diversität nicht gelingt. „Viele Menschen benötigen Unterstützung für die Bewältigung dieser Herausforderungen“, weiß die Hochschulleitung um den akademischen Geschäftsführer Prof. Dr. Ralf Rummel-Suhrcke – und bietet die Ausbildung der vielfach benötigten Unterstützer ab dem Wintersemester im Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit an: Das Studium über sieben Semester verbinde den staatlich anerkannten Abschluss mit dem Angebot einer künstlerisch basierten Persönlichkeitsbildung und bereite damit auf die Arbeit im gesellschaftlichen Feld gezielt vor.

Tanz erweitert Theaterpädagogik

Um den Schwerpunkt Tanz erweitert wird der theaterpädagogische Bachelor-Studiengang an der HKS, der künftig Tanz und Theater im Sozialen heißt. „Aktuelle soziale Fragen und vielfältige Veränderungsprozesse stellen uns und unsere Gesellschaft vor neue Herausforderungen. Ziel des Studiengangs Tanz und Theater im Sozialen ist es, hierauf mit performativen, tänzerischen und schauspielerischen Mitteln zu antworten“, informiert Rummel-Suhrcke. Soziale Situationen würden spielerisch neu gestaltet und Veränderungsprozesse über gesellschaftliche Barrieren hinweg angestoßen: „Das Studium entwickelt Arbeitsweisen und Aufführungsformate, in denen Menschen einander begegnen können. Es bietet damit einen künstlerischen Proberaum, in dem ästhetische und soziale Relevanz eine Einheit bilden und kulturelle Teilhabe ermöglicht wird.“

Als berufsbegleitenden Masterstudiengang über fünf Semester bietet die Hochschule Artful Leadership für Führungskräfte aus der Region an. „An vielen Arbeitsplätzen dominiert heute die Idee, dass menschliche Ressourcen effektiv und angemessen eingesetzt werden sollen. Der Masterstudiengang Artful Leadership ist eine Antwort auf die daraus folgenden Anforderungen auf Führungs- und Leitungsebenen“, heißt es in der Beschreibung des neuen Angebots. Da Führung von der Persönlichkeit des Führenden abhänge, könne die Aufgabe dann verantwortlich gemeistert werden, „wenn Menschen führen mit sich selbst führen verbunden ist“. In diesem Sinne fördere Artful Leadership die Entwicklung von Persönlichkeiten, die mit den aktuellen Herausforderungen reflektiert umzugehen wüssten und die Leitungs-Konzepte wissenschaftlich-methodisch begründet umzusetzen verstünden. 

Künstlerisch interdisziplinäre Projekträume

„Im Studiengang bilden künstlerische Prozesse ein zentrales Lernfeld für die professionelle Haltung. In künstlerisch interdisziplinären Projekträumen können die Themen Führung und Selbstführung exemplarisch erfahren und reflektiert werden“, schildert Rummel-Suhrcke. So eröffneten sich neue Perspektiven auf das eigene professionelle Handeln. Darüber hinaus werde durch im Studiengang verankerte Formen des kollegialen Lernens das Thema „Führung“ real erlebt und seine Gestaltung erprobt. Zielgruppe dieses berufsbegleitenden Masterstudiengangs seien Bachelor-Absolvent/innen mit Berufserfahrung, die ihr Führungsverständnis reflektieren und erneuern wollten.

www.hks-ottersberg.de

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