Jugendarbeit als Mix aus offener Tür und Projekten / Jasmin Radisch neu im Team

„Hey, das ist euer Haus“

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Frank Steinke, Jasmin Radisch, Uwe Hering-Klaffke und Tessa Reinke (von rechts) bilden das hauptamtliche Quartett in den Jugendkulturhäusern des Fleckens Ottersberg. Die Aufgabe der Jugendsozialarbeit hat die Gemeinde dem „Verein ambulanter Erziehungshilfen“ (links im Bild Geschäftsführerin Gabriele Brockmann) übertragen.

Ottersberg - „Jugendliche“, sagt Sozialarbeiter Uwe Hering-Klaffke, „brauchen einen Platz, wo sie sein können, wo sie zusammen was machen dürfen, wo aber auch Ansprechpartner sind – verlässlich, verbindlich, regelmäßig.“ Solche Plätze bieten im Flecken Ottersberg die Jugendkulturhäuser (Juku) Fischerhude und Ottersberg mit ihren Projektaußenstellen in Posthausen und Otterstedt.

Das Budget, das die Gemeinde dem von ihr beauftragten „Verein ambulanter Erziehungshilfen“ für die Jugendarbeit im Flecken zur Verfügung stellt, ist begrenzt – die engagierte Vielfalt, mit der die Sozialarbeiter des Vereins zu Werke gehen, nicht. „Wir sind sehr gut organisiert und mit anderen sozialen Einrichtungen vernetzt, um trotz knapper personeller Ressourcen die bestmögliche Jugendarbeit zu leisten“, betont Tessa Reinke, die neuerdings zusammen mit Jasmin Radisch die Leitungsfunktion innehat.

Uwe Hering-Klaffke und Frank Steinke machen das hauptamtliche Juku-Quartett komplett. Während die anderen drei seit Jahren in unterschiedlichen Konstellationen mit im Boot sind, ist Jasmin Radisch neu im Team der Jugendarbeit. Die 27-Jährige, gebürtig aus Stemwede, lernte erst Grafik-Assistentin und studierte dann in Holland Kunsttherapie. Mitte Januar trat sie in Ottersberg ihre erste feste Stelle an. In Posthausen hat sie das Projekt „Fashion Lounge“ übernommen, in dem Mädels sich eigene Mode nähen, und im Juku Ottersberg plant sie die Wiedereinrichtung eines Mädchenraums, wie ihn das Juku Fischerhude schon lange hat. Dass sich die Jugendarbeit auf alle Ortsteile verteilt, ist dem Team wichtig. In Otterstedt hat sich zum Beispiel in vier Jahren die Schrauberwerkstatt von Frank Steinke fest etabliert. Bis zu 15 Jungen werkeln hier an ihren Mopeds und motorisierten Dinocars.

Die Jugendarbeit ist ein Mix aus offener Tür und Projektangeboten. Das Juku Ottersberg steht dienstags bis freitags von 16 bis 20 Uhr und das Juku Fischerhude mittwochs bis freitags von 16 bis 20 Uhr allen Kids offen zum Treffen, Quatschen, Abhängen, Spielen. Daneben gibt’s feste Projektgruppen wie Fußball-AG, Mädels-AG, Kreativ-AG und eben Schrauberwerkstatt und „Fashion Lounge“.

„Die Angebote ändern sich mit den Bedürfnissen“ – da ist das Juku-Quartett flexibel. Zwar gibt es viel festes Stammpublikum, aber natürlich schneien auch immer wieder neue Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Ansprüchen und Bedürfnissen herein. Zum Beispiel hat der neue Bolzplatz neben dem Juku Ottersberg dem Haus neuen Zulauf beschert von Jungs, die vorher mit dem Jugendhaus gar nichts am Hut hatten. „Der Bolzplatz war eine super Erweiterung des Angebots“, schwärmt Uwe Hering-Klaffke. In der Jugendarbeit ist also alles im Fluss – neue Kinder und Jugendliche sind in den Jukus immer willkommen mit ihren Ideen. Oder wie Uwe Hering-Klaffke immer sagt: „Hey, das ist euer Haus, nicht unsers. Wir passen nur ein bisschen auf...“

Wer sich über das aktuelle Angebot der Jugendkulturhäuser schlau machen will, guckt einfach zu den Öffnungszeiten rein oder informiert sich im Internet (www.flecken-ottersberg.de – Button Jugendarbeit) oder bei Facebook, wo die Jukus viele Freunde haben. Telefonisch ist das Juku Ottersberg am Sportzentrum Fährwisch unter 04205-8442 und das Juku Fischerhude an der Grundschule Wilhelmshauser Straße unter 04293-371 zu erreichen, per E-Mail unter der Adresse: jugendarbeit@flecken-ottersberg.de. Auch wer die knapp budgetierte Jugendarbeit mit Geld- oder Sachspenden unterstützen möchte, ist Tessa Reinke und Jasmin Radisch jederzeit als Anrufer oder Besucher willkommen.

pee

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