„Bühne frei!“ beschert Fans einen vergnüglichen Abend mit Kleinkunst und Musik

Jonglage, Komik, Dancework

Doris Gein aus Lauenbrück begeisterte bei „Bühne frei!“ als Sängerin, die sich selbst auf der Gitarre begleitete. Souverän meisterte sie ihren allerersten öffentlichen Auftritt. - Foto: Keppler

Ottersberg - Selbst der Fußball-Krimi in Berlin und komplizierte Umleitungen durch Straßensperrungen in Otterstedt hielten eingefleischte KuKuC-Fans nicht davon ab, den Samstagabend in der für Konzerte etwas skurrilen Schützenhalle im Kreuzbuchen zu verbringen.

„Bühne frei!“ stand auf dem Programm – und das ist Kult mit immer neuem Überraschungsprogramm aus Musik, Kleinkunst und Tanz, dargeboten als Kostproben von Laien und Profis aus der weiteren Region. Erstmals auf nagelneuen professionellen Bühnenelementen, die der Verein KuKuC aus Huteinnahmen und Spenden anschaffen konnte, bescherte die Talentschmiede ihren Fans einmal mehr einen gelungenen Abend.

Was ist er nun, der wunderbare Tom Bola? Kabarettist, Jongleur, Sänger oder Zauberer? Die Antwort lautet: Er kann alles und das ziemlich perfekt, wie der Bremer bei „Bühne frei!“ unter Beweis stellte. Nach der Begrüßung durch KuKuC-Entertainer Jan Jaap Roosing und einem stimmungsvollen Auftakt von Henner Reichmann auf dem Akkordeon musste Tom Bola nur noch den Auftritt der Sängerin Doris Gein aus Lauenbrück abwarten, um selbst loslegen zu können.

Tom Bola wünscht sich Enthusiasmus

Er hatte gerade einen Auftritt in Delmenhorst hinter sich gebracht und war nicht gerade gut zu sprechen auf das Publikum dort. Irgendwie fühlte er sich unverstanden und unterfordert – und der Applaus hatte seiner Kunst dort nicht annähernd genügt, meinte Tom Bola. Delmenhorst, nein, könne er nicht weiterempfehlen... Er wünsche sich vom Ottersberger Publikum mehr Enthusiasmus, nötigte er die Anwesenden – die ihn nicht enttäuschen wollten und seine miesepetrige Miene großzügig beklatschten. Nach solchen Vorschusslorbeeren enttäuschte Tom Bola seinerseits die Fans nicht. Vor allem, als er in die zirkusreife Jonglage wechselte. Munter dabei plaudernd, spielte er mit den Bällen und lieferte eine atemberaubende Show, hinter der sich ganz offensichtlich ein Profi verbarg. Wortwitz und spröder Charme paarten sich mit lockerem Humor, der aber nicht wie bei vielen anderen Kabarettisten unter die Gürtellinie ging.

Seine Vorgängerin auf der Bühne, Doris Gein, feierte mit ihrem Auftritt eine ganz persönliche Premiere: Die Schützenhalle war Ort ihres ersten öffentlichen Auftritts. Mit einer jungen, frischen Stimme, sich selbst auf der Gitarre begleitend, gab sie Oldies und aktuelle Popsongs zum Besten und freute sich sichtlich über den wohlverdienten Applaus.

„DanceWork“ eröffnet mystische Welt aus Bewegung

Furore machte die Zevenerin Daniela Behrens mit Schülerinnen ihrer Tanzschule „DanceWork“, die eine phantastische Performance auf die Bühne brachten. Ausdruckstanz mit und ohne Verkleidung eröffnete eine mystische Welt aus Bewegung.

Für Gelächter sorgten wie jedesmal die Slapstick-Zwischendurch-Auftritte von Herrn Röhrs, seines Zeichens Hauselektriker beim KuKuC. Auf dieser Welle schwimmt auch der Hausdichter Gerd Geiser. Seine komische Lyrik, mit der er Land und Leute auf die Schippe nimmt, gehört zu jeder „Bühne frei!“-Veranstaltung dazu und immer hat er neue Reime im Gepäck, die er meistens mit unbewegter Mimik vorträgt, während sein Publikum sich auf die Schenkel klopft. Menschliches, Zwischenmenschliches, Absurdes und Normales mixt er zu einem Cocktail, der so ganz zum Stil des KuKuC passt. 

kr

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