100 Jahre Schule in Ottersberg – Arbeitskreis hofft auf Hilfe aus Bevölkerung

Alte Schulbilder und Erinnerungen willkommen

Das ursprüngliche Ottersberger Schulgebäude: Wann wurde die Uhr am Dach abgenommen? Welchen Zwecken diente die seitliche zweiflügelige Tür? Wann wurde sie zugemauert? (Heute führt an der Seitenwand eine Treppe in den Keller.) Auf Mithilfe aus der Bevölkerung hofft ein Schularbeitskreis, der zur 100-Jahr-Feier eine geschichtliche Dokumentation vorbereitet.
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Das ursprüngliche Ottersberger Schulgebäude: Wann wurde die Uhr am Dach abgenommen? Welchen Zwecken diente die seitliche zweiflügelige Tür? Wann wurde sie zugemauert? (Heute führt an der Seitenwand eine Treppe in den Keller.) Auf Mithilfe aus der Bevölkerung hofft ein Schularbeitskreis, der zur 100-Jahr-Feier eine geschichtliche Dokumentation vorbereitet.

Ottersberg - Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – im Juli 2015 feiert die Wümmeschule in Ottersberg ihr 100-jähriges Bestehen. Streng genommen dürfte nur die kleine Volksschule, in deren Räumen heute die Gemeindebücherei untergebracht ist, den Gründungstag feiern. „Das Jubiläum ist jedoch ein willkommener Anlass, die komplette Schulgeschichte der vergangenen 100 Jahre in einer Ausstellung lebendig darzustellen und damit die Schulentwicklung zu dokumentieren“, sagt Marie Renken, aktives Mitglied der Geschichtswerkstatt Ottersberg und seit 37 Jahren Pädagogin an der Wümmeschule.

Sie will nicht nur in der Historie graben, sondern den gesamten Komplex der Ottersberger Schule neu entdecken und archivieren. Dabei stehen ihr Markus Bartels, Alexander Kück, Lena Kuhlmann und Miriam Rosenbrock, Zehntklässler aus dem Geschichtskurs, zur Seite, die mit ihr inzwischen seit Monaten in alten Aufzeichnungen und Bauplänen stöbern. Die vier haben sich mit großer Begeisterung auf diese nicht alltägliche Arbeit eingelassen und opfern dafür sogar einen Teil ihrer Freizeit.

Mitgerissen von dem Forschungseifer ihrer Lehrerin macht es den Schülern viel Spaß, antiquiertes Klassenzimmer-Mobiliar und den Ablauf von Unterrichtsstunden anno dazumal kennen zu lernen. Doch mit den Erkenntnissen verhält es sich wie mit einem Stein, der ins Wasser geworfen wird: Die entstehenden Kreise werfen ständig neue Fragen auf.

Darum bittet Marie Renken die Ottersberger Bevölkerung um Mithilfe. Es wäre sehr hilfreich, wenn möglichst viele ältere Mitbürger in ihren Erinnerungen kramen und mit alten Fotos von Schulveranstaltungen, -ausflügen und -gebäuden, vielleicht sogar mit alten Ranzen oder Griffeltaschen einen Beitrag zur Ausstellung leisten. Wer kann detaillierte Angaben über die Einrichtung der Klassenräume in den verschiedenen Epochen machen, zum Beispiel über Zweier- und Viererpulte? Wer erinnert sich an die diversen Bauabschnitte während der Umbaumaßnahmen und weiß noch, welche Funktionen mit dem Ausbau verbunden wurden...? Marie Renken würde sich über eine rege Beteiligung an diesem Projekt sehr freuen. Sie ist unter Telefon 04202-7640620 zu erreichen.

fet

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