Statt Monokultur und Brache: Neue Heimat für Eichen, Rot- und Hainbuchen & Co.

Initiative für mehr Wald in Ottersberg

Auftakt für eine wegweisende Aufforstungskampagne: Erich von Hofe, Bettina Schwing und Tim Willy Weber (v.l.) pflanzen Eichen und Rotbuchen auf einer Lichtung im neuen Pflanzareal zwischen Trifte und An der Surheide.
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Auftakt für eine wegweisende Aufforstungskampagne: Erich von Hofe, Bettina Schwing und Tim Willy Weber (v.l.) pflanzen Eichen und Rotbuchen auf einer Lichtung im neuen Pflanzareal zwischen Trifte und An der Surheide.

Ottersberg – Bäume binden Kohlendioxid und produzieren wertvollen Sauerstoff – das weiß jedes Kind. Ein ganzer Wald sorgt darüber hinaus für ein gesundes Klima und bietet einer Vielzahl Lebewesen einen idealen Lebensraum.

Damit im Flecken Ottersberg möglichst weitere Waldflächen entstehen, haben der Verein „Wald für die Welt“ und die Initiative für eine klimafreundliche Energieversorgung Ottersberg (Ikeo) jetzt gemeinsam mit Bürgermeister Tim Willy Weber eine wegweisende Kampagne gestartet: Unter dem Arbeitstitel „aufBäumen“ wollen die Initiatoren wichtige Waldflächen aufforsten.

„Ich bin im April mit der Ankündigung ins Amt getreten, 13 000 Bäume in einem absehbaren Zeitraum im Flecken zu pflanzen“, erklärt Verwaltungschef Weber, „ich freue mich sehr darüber, dass wir gemeinsam mit dieser Projektgruppe einen wichtigen Schritt in Richtung Klima- und Artenschutz gehen können.“

Ein Förderer stellt dem Verein „Wald für die Welt“ eine 12,6 Hektar große Fläche nahe Surheide über zwölf Jahre zur Verfügung und gewährt danach ein Vorkaufsrecht. „Die Fläche umfasst einen Nadelwald in Monokultur mit Brachflächen, ein Moor und einen Acker“, beschreibt Vorsitzende Dr. Bettina Schwing das Gelände.

In den kommenden Jahren solle sich das Erscheinungsbild deutlich verändern. Fichten sollen robusten Eichen, Buchen und anderen Laubgehölzen weichen, Brachflächen sollen bepflanzt werden und eine Streuobstwiese könne entstehen. „Außerdem könnte das Moor in seinen ursprünglichen Zustand zurückversetzt werden“, erläutert Bettina Schwing weitere Pläne.

Unterstützt wird die Kampagne durch die Aktiven von Ikeo. „Seit zehn Jahren pflanzen wir auf drei Flächen in der näheren Umgebung junge, klimaresistente Bäume in Kooperation mit drei Schulen“, beschreibt Vorsitzender Erich von Hofe vorausgegangenes Engagement, „und wir verfügen über Erfahrung im Umgang mit Trockenheit, Schneckenfraß und Rehverbiss in dieser Region.“

So habe sich etwa das Pflanzen in Furchen als Mittel gegen Dürre sehr bewährt oder auch das Ziehen junger Bäume aus regionalem Saatgut. Mit den so entwickelten Eichen, Rotbuchen oder Hainbuchen sei der entstehende Wald für die Klimaherausforderungen der Zukunft gewappnet.

Das Projekt profitiert unter anderem vom Ottersberger Umweltfonds, der jährlich 25 000 Euro für solch ökologisches Engagement bereithält. Aber auch interessierte Bürger können sich mit Spenden oder Patenschaften beteiligen. Für 25 Euro etwa entsteht ein Quadratmeter klimaschützender Wald.  sch

Weitere Informationen online

www.wald-fuer-die-welt.de

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