Ottersberger Ortsrat diskutiert breite Themenpalette 

Von Hundekot bis Hotspot

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Der Parkplatz für Wohnmobile an der Tennishalle soll als Hotspot mit öffentlichem W-Lan ausgestattet werden. 

Ottersberg - Auf das Einrichten von Hundetoiletten (bestehend aus einem Hundekotbeutelspender und einem Abfalleimer) an chronisch mit Haufen verunzierten Stellen im Ort will der Ortsrat Ottersberg erstmal verzichten.

Ein entsprechender Antrag von Jürgen Baumgartner (Die Linke) fand in der Sitzung des Ortsrats am Mittwochabend im Rathaus keine Mehrheit. Drei Ortsratsmitglieder stimmten für Hundetoiletten, drei dagegen. Ortsbürgermeister Reiner Schnäpp (SPD) enthielt sich. Damit war der Antrag abgelehnt.

„Wir verlangen von Hundehaltern eine Hundesteuer. Da ist es schlüssig, dass wir den Hundehaltern ein Angebot unterbreiten wie ein Grundnetz an Hundetoiletten“, plädierte Baumgartner. Bauamtsleiter Ralf Schack relativierte: „Die Hundesteuer wurde eingeführt, um die Zahl der Hunde zu regeln.“ Werner Bahrenburg (CDU) merkte kritisch an: „Hundetoiletten müssen gepflegt werden. Das kostet Geld.“ Tim Weber (FGBO) unterstützte Baumgartners Antrag und war dafür, „die Hundetoiletten auszuprobieren – als eine Serviceleistung für Hundehalter und die Bevölkerung“. Dazu kommt es jetzt jedoch nicht.

Zuvor diskutierte der Ortsrat die schon lange geplante und nun anstehende Umgestaltung des Schulvorplatzes. Grundlage ist ein Entwurf von Anlieger Karlheinz Flau. Mit der technischen Ausarbeitung will der Flecken ein Ingenieurbüro beauftragen. Ob der Wunsch der Gemeindebücherei nach einem Wintergarten als Leseecke hinter der Bücherei möglich ist, will die Verwaltung prüfen. Allerdings bezweifelte Bauamtsleiter Schack, dass das Geld dafür noch ausreicht. Für die Umgestaltung sind insgesamt 238 000 Euro eingeplant.

Auf Initiative von Klaus Rebentisch (CDU) verständigte sich der Ortsrat darauf, den Parkplatz für Wohnmobile an der Tennishalle als Hotspot mit öffentlichem W-Lan auszustatten – „um den Tourismus im Ort zu beflügeln“, so Rebentisch. Damit möchte er den Parkbereich für die Wohnmobile aufwerten. Weil dieser Parkplatz so gut angenommen wird, fällt allerdings „auch einiges an Müll an, den wir entsorgen müssen. Denn viele bleiben länger als nur eine Nacht“, erklärte Eckhard Bruns aus dem Ordnungsamt. Jürgen Baumgartner (Die Linke) kritisierte das heftig: „Wir schaffen hier eine Infrastruktur für reiche Rentner, die alle dicke Autos fahren. Dass wir ihren Müll wegbringen, finde ich unmöglich.“

Nachdem die Einrichtung von Tempo-30-Zonen in sensiblen Bereichen rechtlich auch auf Landesstraßen möglich geworden ist, erwägt nun der Ortsrat Ottersberg, auf der Großen Straße vor der Waldorfschule und vor den beiden Pflegeheimen sowie auf der Langen Straße vor der Wümmeschule Tempo-30-Zonen zu installieren. Die Initiative geht von der SPD aus. Bevor er die 30 km/h-Zonen behördlich beantragt, will der Ortsrat sich jedoch noch bei Ortsterminen die jeweilige Situation anschauen. J woe

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