Heimatverein Posthausen feiert sein traditionelles Butterkuchenfest mit vielen Gästen / 22 Teige nach Familienrezepten in Ofen geschoben

Bei bestem Butterkuchenwetter Blech auf Blech gebacken

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Reiner Cordes, Hermann Behrens und Florian Flucks (v.li.) backten den Butterkuchen.

Posthausen - Der Heimatverein Posthausen feierte sein Butterkuchenfest, und zahlreiche Gäste feierten mit. Am Sonntagnachmittag stand das traditionelle Ereignis in der Scheune und auf dem Hof des Heimathauses in Posthausen an.

Vereinsvorsitzender Friedrich Kahrs war zufrieden: „Wir haben Glück mit dem Wetter.“ Es war bestes Butterkuchenwetter – mäßig warm und trocken. Da schmeckte die Köstlichkeit. Auch den Wespen: Sie kamen voll auf ihre Kosten, schon bevor der Butterkuchen, insgesamt 22 Bleche, überhaupt in den Ofen geschoben wurde. Große Bleche waren es, die 18 Frauen nach Familienrezepten vorbereitet hatten – mal mit mehr Mandeln, mal mit mehr Zucker. Zu verabredeten Zeiten wurden die Bleche am Backofen hinter der Scheune angeliefert – dann waren die vier Bäcker am Zug. Hobby-Bäcker Reiner Cordes und seine „Lehrlinge“ Florian Flucks, Hermann Behrens und Dennis Frank agierten wie ein eingespieltes Team, alles ging Hand in Hand, ruhig und überlegt. Dabei ist Behrens erst seit einer halben Woche dabei: „Als Rentner bin ich der Senior-Lehrling“, scherzte er.

Am Mittwoch schon begann die Gruppe mit den Vorbereitungen. „Bis Sonnabend haben wir den Backofen jeden Tag jeweils einige Stunden lang vorgeheizt“, erklärte Cordes. Mit Holz, versteht sich. Am Sonntagmorgen dann wurde der Ofen auf die nötige Temperatur gebracht: auf rund 230 Grad. „Der Ofen bleibt stundenlang heiß“, sagte Cordes, „und so ist ein Blech nach sieben bis acht Minuten fertig gebacken.“ Bei offener Tür, damit der Teig nicht verbrannte. Zwischendurch holte Behrens das Blech mit dem Brotschieber nach vorn, und Flucks drehte es um, damit auch die andere Seite schön gebräunt wurde.

Immer wenn das Butterkuchenfest naht, wird Reiner Cordes zum Bäcker. Seit etwa zehn Jahren. „Mein Vater hatte den Ofen gebaut und backte in den ersten Jahren“, erzählte er. Jahre später stieß er dazu: „Es macht großen Spaß und ist etwas Urtümliches.“

Zum Abkühlen kam der Kuchen auf den „Sticken“, einen großen Ständer. Anschließend brachten Flucks und Frank die Bleche auf die Diele des Heimathauses – dort wirkten Lotte Hoffmann und Heike Delorme. Sie füllten die Teller mit je drei Stücken: „So hat man die Möglichkeit, verschiedene Sorten zu probieren.“ Dennoch: Die Auswahl fiel manch einem nicht leicht... Gut gelaunt genossen die Gäste den warmen Butterkuchen, plauderten angeregt miteinander und lauschten den „Möhlenmuskanten“, die mit volkstümlichen Weisen bestens unterhielten. Nach jedem Stück dankten die Besucher mit kräftigem Beifall.

Das Quartett am Backofen bekam desöfteren Besuch: Gäste sahen zu, wie die Bleche in den Ofen geschoben, gedreht und wieder herausgeholt wurden. „Das geht ja ruckzuck“, staunten sie.

is

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