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Gemeinden Oyten und Ottersberg votieren Sonntag im Wahlkreis Osterholz

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Bereitet die Landtagswahl im Flecken Ottersberg vor: Jürgen Buthmann-von Schwartz. 

Ottersberg - Manche kritzeln kreativ den Wahlzettel voll. Andere „vergessen“ ihr Kreuz darauf. Oder vergeben zu viele Kreuze und vergeben damit ebenso ihre Stimme, die damit ungültig wird. Aber Wählen ist ein demokratisches Grundrecht. Davon kann jeder, der seinen Wohnsitz in Niedersachsen hat, bei der Landtagswahl am Sonntag wieder Gebrauch machen.

„Jeder darf je ein Kreuz bei der Erst- und der Zweitstimme machen“, erklärt Jürgen von Buthmann-Schwartz, der Im Flecken Ottersberg die Landtagswahl vorbereitet. Im Flecken dürfen 9762 Wahlberechtigte wählen. In der Gemeinde Oyten sind es mit 12 500 Wahlberechtigten ein wenig mehr, informiert Dennis Bremer, Wahlsachbearbeiter im Oytener Rathaus. Dort umfasst das Team zur Landtagswahl außerdem Verwaltungsvize Daniel Moos, sowie Birgitt Wacker und Sonya Meyer, die sich speziell um die Briefwahl kümmern, und die Auszubildende Hanna Chaikmos.

Buthmann-von Schwartz, stellvertretender Verwaltungschef des Fleckens Ottersberg, hat viele Wahlen organisiert. „Diese vorgezogene Wahl kriegen wir auch über die Bühne“, sagt Buthmann- von-Schwartz und zeigt ein gelassenes Lächeln. Wählen dürfen alle, die 18 Jahre und älter sind, die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, und in der Kommune seit drei Monaten wohnen.

62 Wahlvorstände sorgen für reibungslosen Ablauf

Jetzt etwas Statistik: Der Flecken Ottersberg und die Gemeinde Oyten gehören beide zum Wahlkreis 60 Osterholz. Der Flecken Ottersberg ist unterteilt in acht Wahlbezirke mit acht Wahlvorständen. Am Wahltag sorgen 62 Wahlvorstände für den Ablauf der Wahl. Das Auszählen im kleinsten Wahlbezirk Narthauen ist am schnellsten erledigt, im Wahlbezirk Ottersberg-Bahnhof als dem größten Wahlbezirk dauert es in der Regel am längsten. „Manche Wahlvorstände sind bereits seit Jahrzehnten dabei wie Werner Cordes in Fischerhude und Horst Mahnken in Otterstedt. Auch setzen wir als Flecken viele Rathausbeschäftigte bei der Wahl ein“, merkt Buthmann- von Schwartz an.

In Oyten sind es mit 16 Wahlbezirken doppelt so viele wie im Flecken. „Wir haben seit vielen Jahren einen Pool an Wahlhelfern, auf den wir uns verlassen können“, betont Dennis Bremer. „Und wir sind auch für zukünftige Wahlen gut aufgestellt.“ 160 Helfer werden am Sonntag in den einzelnen Oytener Wahllokalen tätig sein – genauso viele wie bei der Bundestagswahl im September. Für beide Wahlen habe man von Anfang an schon zweigleisig geplant, allerdings durch das Vorziehen der Landtagswahlen nun drei Monate weniger Vorbereitungszeit gehabt.

Buthmann-von Schwartz hofft, dass die Wahlbeteiligung ähnlich gut bei der Landtagswahl ausfällt wie bei

„Forschungsgruppe Wahlen“ in Otterstedt

der vorherigen Bundestagswahl. Ende September gingen 79 Prozent der Wahlberechtigten im Flecken an die Wahlurnen, in Oyten waren es 78,6 Prozent. Der Ottersberger Verwaltungs-Vize erklärt: „Jeder Wahlberichtigte im Flecken hat eine Wahlbenachrichtigung erhalten. Wer seine Stimme abgeben will, der kann das auch.“ Dafür braucht man die Wahlbenachrichtigung nicht vorzuzeigen: Die Vorlage des Personalausweises am Wahltag reicht aus.

Über manche, die eine ungültige Stimme abgeben, kann der Ottersberger nur den Kopf schütteln. „Wir haben es schon gehabt, dass Leute ihren Wahlzettel ohne ein Kreuz oder mit zu vielen Kreuzen abgaben. Oder sie schreiben dumme Sprüche oder malen irgendwelche Motive drauf, ohne etwas anzukreuzen. Damit ist der Wahlzettel aber ungültig.“ Und er schiebt nach: „75 Stimmen bei der Erststimme und 62 bei der Zweitstimme waren bei der Bundestagswahl ungültig.“

Einen Trend zur Briefwahl beobachtet der Ottersberger Verwaltungsmann auch bei dieser Wahl: „Bei der Bundestagswahl zählten wir 1800 Briefwähler, bei dieser Wahl sind es bisher 1167.“

Bereits rund 1300 Briefwähler in Oyten registriert

In Oyten waren am Dienstag bereits fast 1300 Briefwähler registriert, bis Freitag erwartet Wahlvorsteher Bremer etwa 1400, und ergänzt: „Die restlichen 111.000 können ja am Sonntag in die Wahllokale kommen.“

Die Stimmabgabe per Briefwahl ist in beiden Kommunen bis zum kommenden Freitag, dem 13., bis 13 Uhr möglich. Ein gutes oder schlechtes Omen?

Als besonderen Service veröffentlicht der Flecken die Wahlergebnisse zeitnah nach 18 Uhr im Internet und auf einer Präsentation an der Wand im Ratssaal.

Bei dieser Wahl rückt besonders die Ortschaft Otterstedt in den Fokus. Zwei Vertreter der „Forschungsgruppe Wahlen“, im Auftrag des ZDF, werden die Wahlberechtigten nach ihrer Stimmenabgabe für Wahlprognosen und Hochrechnungen interviewen. 

woe/ldu

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