Grußkartenverkauf auf Weihnachtsmärkten

Mit Udo Lindenberg zusammen für Unicef

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Heide Sonnenberg und Brunhilde Warneke, die im vergangenen Jahr für Unicef in Posthausen Weihnachtskarten verkauften, fanden sich mit diesem Foto im Unicef-Geschäftsbericht 2014 wieder – eine tolle Anerkennung für die Ehrenamtlichen.

Posthausen/Fischerhude - Was haben Udo Lindenberg und rund 30 Ehrenamtliche aus dem Raum Achim gemeinsam? Sie unterstützen den Weihnachtskartenverkauf von Unicef. Eine von dem Hamburger Kult-Rocker entworfene Karte und viele weitere gibt es morgen auf dem Weihnachtsmarkt in Fischerhude sowie während der gesamten Adventszeit an einem Stand von Unicef Bremen auf dem Dodenhof-Weihnachtsmarkt in Posthausen zu kaufen.

Vielerorts stehen die Ehrenamtlichen derzeit in ihren Hütten auf Weihnachtsmärkten und unterstützen mit dem Kartenverkauf das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. Die damit erzielten Einnahmen sind für Unicef besonders wertvoll, denn diese Gelder sind anders als übliche Spenden nicht zweckgebunden und können flexibel eingesetzt werden. „Der gesamte Reinerlös aus dem Kartenverkauf fließt vollständig in die Programmarbeit von Unicef“, erklärt Birgit Lange-Ebeling, Leiterin von Unicef Bremen, und weist auf weitere Möglichkeiten hin, mit denen Besucher des Weihnachtsmarktes bei Dodenhof die Kinderrechtsorganisation der UN unterstützen können: Gesammelt werden zum einen alte D-Mark-Bestände, die für hilfsbedürftige Kinder in Entwicklungsländern eingesetzt werden. „Nach aktuellen Schätzungen sind in Deutschland noch mehr als zwölf Milliarden D-Mark im Umlauf. Diese Restbestände an ,Schlafmünzen’ oder ,Schlafscheinen’ lassen sich für einen guten Zweck einsetzen“, wirbt Lange-Ebeling. Diese Spenden sollen für Kinderhilfsprojekte weltweit eingesetzt werden. Beispielsweise in Krisenregionen wie Syrien, dem Südsudan oder Nepal: „Schon mit kleinen Geldbeträgen lassen sich Kinder in Not mit dringend benötigten Gütern versorgen.“

Unterstützt wird Unicef zudem von den Betreibern der Glühweinstände auf dem Posthausener Weihnachtsmarkt: Sie haben an ihren Ständen Unicef-Spendendosen aufgestellt, die Besucher zum Beispiel für die Spende ihres Becherpfands nutzen können.

Ein großer Unterstützer von Unicef ist seit vielen Jahren Udo Lindenberg. In diesem Jahr hat er kurz nach den Terroranschlägen von Paris eine Friedensgrußkarte gestaltet. „Mit seinem diesjährigen Kartenmotiv greift der Künstler einen Klassiker von John Lennon auf. Der britische Pop-Star und Ex-Beatle hatte in den siebziger Jahren mit Songs wie ,Give Peace a Chance’ und ,Imagine’ einer ganzen Generation von Friedensaktivisten eine Stimme verliehen“, teilt Unicef mit. Lindenberg rufe mit der Karte dazu auf, Friedensbotschaften zu verschicken. Das eigenhändig im Graffiti-Stil gezeichnete Motiv „Give Peace a Chance“ sei ein buntes Statement für Solidarität und Zusammenhalt. Seinen Friedensappell begründe der Rocker mit der dramatischen Situation in Krisengebieten weltweit und der Bedrohung durch Krieg und Terrorismus: „Die allgemeine Weltlage ist ja echt Horror. Zu viele Kamikaze-Piloten auf unserem kleinen blauen Raumschiff Erde. Was ist zu tun? Außer Militär fällt ihnen wenig ein. Egal, wo du lebst und an welchen Gott du glaubst: Hass ist nie ein Weg!“, wird der Musiker zitiert.

wb

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