Große Lust auf Begegnung

Ansturm beim Fest der Flüchtlingskoordination

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In den Kreativ-Ecken kamen Alt- und Neubürger und Klein und Groß ins Gespräch und in Kontakt.

Ottersberg - „Mit so einem Ansturm haben wir gar nicht gerechnet“, strahlte Katharina Connellan, zusammen mit Nele Peek im Flecken Ottersberg für die Koordination der Flüchtlingsarbeit zuständig. Die beiden kommunalen Koordinatorinnen hatten am Sonntag im Flecken lebende Flüchtlinge, ehrenamtliche Helfer in der Flüchtlingsarbeit und weitere interessierte Bürger zu einem ersten Begegnungsfest in die Aula der Wümmeschule eingeladen – und die Gäste rannten ihnen die sprichwörtliche Bude ein.

„Wir haben uns sehr gefreut über die Besucherresonanz. Es war ein wirklich schönes Fest und es war für die geflohenen Menschen eine Möglichkeit, mal aus ihrem Alltag raus zu kommen“, zog Katharina Connellan begeistert Bilanz.

Warmes für den Winter boten Aktive der Kleiderkammer an.

Im Vorfeld hatten die Organisatorinnen Flüchtlinge angesprochen und gefragt, ob sie etwas für das Fest kochen möchten. „Alle Angesprochenen“, so Connellan, „waren begeistert und haben landestypische Gerichte aus Syrien, Afghanistan, von der Elfenbeinküste, aus dem Irak oder dem Iran zubereitet und zu dem leckeren Buffet beigesteuert.“ Und die internationalen Leckereien waren dann auch schnell verputzt.

Auch viele yesidische Kurden, die seit 20 Jahren in Ottersberg wohnen, halfen mit, das Fest zu organisieren. „Sie helfen uns auch sonst als Übersetzer“, ergänzte Katharina Connellan.

International war auch das Bühnenprogramm: Zahlreiche Musiker und Musikgruppen ganz unterschiedlicher Nationalitäten waren mit Beiträgen in der Aula vertreten, die sich zu einem Ort der interkulturellen Begegnung verwandelte.

Künstlerin Frema aus Damaskus mit einer kreativen Botschaft.

Lokale Initiativen in der Flüchtlingshilfe informierten an eigenen Ständen über ihr Angebot – darunter die Kleiderkammer für Flüchtlinge, die einmal wöchentlich ihre Türen in der Turnhalle öffnet, oder auch der Bürgerbusverein, der für Mobilität auf dem Lande sorgt. Das Mütterzentrum sorgte mit einer Spiel- und Kreativecke für Kurzweil, die Ottersberger Landfrauen waren mit einem Waffelstand beim Fest vertreten, die Jugendkulturhäuser Ottersberg und Fischerhude boten Spiele an und das Sprachcafé stellte Literatur vor.

Zum Abschluss zeigte eine yesidische Frauengruppe in traditioneller Kleidung einen Tanz. Katharina Connellan: „Viele haben uns gefragt, ob es eine Wiederholung gibt. Wir überlegen es uns noch, auch im kommenden Jahr so ein Fest zu veranstalten. Vorstellbar wäre es.“ 

woe

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