Gemeinde schlägt Awo Ersatz für Seniorentreff vor / Umzug aus E-Werksgebäude

Alternative beim DRK?

Ottersberg - Hat der Awo-Seniorentreff in Ottersberg bald ein neues Zuhause? Der Flecken stellte dem Ortsverein nun eine Alternative für den bisher genutzten Veranstaltungsraum im E-Werksgebäude vor. Die Awo muss umziehen, weil die Gemeinde Eigenbedarf angemeldet hat. Als Ersatz sei der Schulungsraum des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) vorgesehen, so Bürgermeister Horst Hofmann gestern in einer Pressemitteilung.

Der Flecken Ottersberg stelle für viele Vereine und Gruppen Räumlichkeiten zur Verfügung, so auch für den Seniorentreff der Awo, erklärt Hofmann weiter. Das Angebot gab es schon im seinerzeit sogenannten „weißen Haus“ und seit zehn Jahren findet der Treff im Neubau am Rathaus für das E-Werk statt. „Jetzt muss es Veränderungen geben“, meint Hofmann.

Am Dienstag vor Ostern wird das wöchentliche Treffen, das von der Awo Ottersberg seit siebzehn Jahren gepflegt wird, zum letzten Mal in den gewohnten Räumen im E-Werksgebäude stattfinden. „Danach werden die Treffen, eine Haustür weiter, in den Räumen des DRK stattfinden können“, kündigt Horst Hofmann an. Diese Absprache sei jetzt gemeinsam mit den Betroffenen erfolgt.

„Es ist noch nichts entschieden“, betont Awo-Mitglied und Sozialausschuss-Vorsitzender Reiner Schnäpp (SPD) auf Nachfrage. Er habe sich die Räume stellvertretend für seine erkrankte Frau, die Awo-Vorsitzende Hertha Schnäpp, gemeinsam mit den fünf Betreuerinnen des Seniorentreffs und dem Bürgermeister zwar angesehen. Das letzte Wort sollten aber die betreuenden Damen selbst haben. „Die Jüngste ist 75 Jahre alt. Da ist es verständlich, dass wir jegliche zusätzliche Belastung von ihnen fern halten wollen“, so Schnäpp weiter. Eine Entscheidung werde voraussichtlich in der Awo-Versammlung vor Ostern verkündet. Er selbst wollte sich noch nicht zum Vorschlag des Fleckens äußern.

Die Sache als solche sei „übel genug“, meint Reiner Schnäpp: Bereits im Oktober habe der Bürgermeister von der Notwendigkeit des Umzugs gewusst, dies aber erst im Februar mitgeteilt.

Awo will Angelegenheit

„sachlich abwickeln“

Bei allem Ärger sei der Awo aber daran gelegen, die Angelegenheit „sachlich abzuwickeln“ und „irgendwo zu einem Schluss zu bringen“. Voraussetzung sei allerdings, dass die Bedingungen stimmen.

Hintergrund: Die Gemeinde will die Räume zu Büroräumen umbauen, die dann vom E-Werk genutzt werden. Durch Personalaufstockung in der Buchhaltung und im Vertriebsgeschäft müssen die Arbeitsmöglichkeiten angepasst werden. „Da der Flecken neben den Räumen, die bisher allein die Awo genutzt hat, auch die Räumlichkeiten für Feuerwehr, DLRG und DRK auf dem eigenen Gelände vorhält und zudem ja auch das Rektorhaus für die Vereinsgemeinschaften bereitstellt, lag es nahe, hier nach gemeinsamen Nutzungsmöglichkeiten zu suchen“, erläutert Hofmann. Auch mit der Kirchengemeinde wurde gesprochen, aber die naheliegende Lösung war doch der Schulungsraum im DRK-Gebäude.

„Der DRK-Vorstand hat sich freundlicherweise und mit großem Entgegenkommen bereit erklärt, die Räume auch mit der Awo zu teilen“, so Hofmann. „Den Umzug werden wir von der Gemeinde mit unterstützen, die terminlichen Absprachen erfolgen jetzt zwischen den beiden Beteiligten.“ Der Bürgermeister bedankt sich beim DRK und der Awo für die konstruktive Zusammenarbeit und freut sich, wenn der Awo-Treff genauso erfolgreich wie bisher läuft.

ldu

Rubriklistenbild: © dpa

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